Archiv für die Kategorie „Gesundheit“

Aujeszkysche Krankheit auf dem Vormarsch

Montag, 19. Dezember 2016

DSC_4098Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies

Eine für die meisten Tierarten – bis auf Primaten und ältere Schweine – tödliche Seuche breitet sich in unseren Wildschweinbeständen aus: Die durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut. Während Schweine, die älter als vier Tage sind, die Krankheit häufig überleben und den Virus lebenslänglich vornehmlich über Speichel und Blut verbreiten, gehen Beutegreifer wie Hunde und Katzen qualvoll daran ein. (mehr …)

Immuntherapie gegen Tumorkrankheiten

Montag, 16. Februar 2015

Dackel_DSC_7684Ein Bericht von Simon Grammel, Geschäftsführer der PetBioCell GmbH in Osterode am Harz

Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie

Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die Erfolgsaussichten nicht groß, der Aufwand und Stress für Mensch und Tier aber hoch sind.

Dank der modernen Medizin gibt es inzwischen aber auch die Möglichkeit, den Tumor mithilfe des eigenen Immunsystems des Tieres zu bekämpfen. (mehr …)

Homöopathie für Welpen und Junghunde

Samstag, 10. Januar 2015

DSC_0704bEine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies

“Mörderisch! Absolut mörderisch! Wo kommt das denn her?!”, war die entsetzte Reaktion, als ich dieses hübsche, kleine Büchlein von der Tierheilpraktikerin Simone Specht dem Leiter der Osteroder Tierklinik, Dr. Thomas Grammel und seiner langjährigen Mitarbeiterin Frau Dr. Kniepen zeigte. Dabei hat Dr. Grammel eine Zusatzqualifikation in Richtung Homöopathie und ich weiß aus Erfahrung, dass er gerne homöopathische Mittel einsetzt, wo es tiermedizinisch sinnvoll erscheint.

Aufgeschlagen hatte ich S. 52, wo die zweite Symptombeschreibung folgende ist: “Starke Krampfkolik mit qualvollen Schmerzen. Der Welpe krümmt sich vor Schmerzen zusammen. (mehr …)

Hunde natürlich heilen

Freitag, 2. Januar 2015

DSC_0702bEine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies

Dieses kleine Büchlein enthält im Hauptteil ein übersichtliches Nachschlagewerk alphabetisch sortierter Hundekrankheiten und nennt Naturheil-Verfahren gegen sie. Dabei sind Methoden der Klassischen Homöopathie, Komplexmittel, Bachblüten, Schüßler-Salze, pflanzenheilkundliche Möglichkeiten, der Einfluss von Wickeln und Umschlägen sowie Magnetfeldtherapie einbezogen, also alles, was einem Tierheilpraktiker zur Verfügung steht, um zu heilen oder eine Heilung zu unterstützen. Dabei weist die Autorin zurecht mehrfach darauf hin, dass dieses Buch bei ernsten Beschwerden nicht den Gang zum Tierarzt ersetzen kann. (mehr …)

Hat der Deutsche Schäferhund noch eine Zukunft?

Sonntag, 16. Dezember 2012

Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies

Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende “böse Wolf”, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen für seine Freunde, was Günther Bonke, der Experte beim nordrheinwestfälischen Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei (LAFP), Ende Sommer 2011 verriet: Der Deutsche Schäferhund ist ausgemustert. Er war zu teuer geworden, zu häufig krank und zu wenig belastbar. Neben 281 Malinois seien in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde als Diensthunde im Einsatz. Wegen ihrer hohen “Spiel- und Beutemotivation” seien die Belgier häufiger nicht nur als Schutzhunde, sondern auch als Spürhunde besser einsetzbar. Damit wird dem kurzhaarigen Belgischen Schäferhund (Malinois) die besondere Ehre zu teil, als Gebrauchshund im internationalen Vergleich der Beste zu sein. (mehr …)

Collie-Standards: Englischer und Amerikanischer Typ

Freitag, 26. Juni 2009

von Gudrun Beck, Fox Lions Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies

In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der “Amerikanische Collie” nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale Augen hin auslesen mussten, wenngleich sie sich etwas mehr Größe weiter geleistet haben. So sind heute auch “Amerikanische Collies” auf dem Markt, die sich tatsächlich nur in der Größe vom Englischen (FCI-)Collie unterscheiden. Andererseits gibt es unter dem, was auf dem Deutschen Welpenmarkt als “Amerikanische Collies” angeboten wird, riesige Unterschiede, weil der Begriff “Amerikanischer Collie” zum Sammelbegriff für alle großen, wenig hochgezüchteten, nicht FCI-reinen Collies mißbraucht wird. Vorsicht: Auch die “Produkte” der Massenzuchten und Billig-Importe nennen sich so!

Schauen wir uns also die Standards vom American Kennel Club (nicht in der FCI) im Vergleich zum FCI-Standard (aus dem Ursprungsland der Hunderasse, also England) genauer an: (mehr …)

MDR1-Defekt bei Collies und verwandten Rassen

Dienstag, 22. April 2008

Autorin: Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies in Süd-Niedersachsen (Harz)

MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby

Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen.

Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen MDR1-Genotyp bescheid wissen. Wer einen Hund vom Genotyp MDR1 -/- hat, muss unbedingt darauf achten, dass dieser keine Pferdeäpfel oder andere Hinterlassenschaften von Nutztieren aufnimmt oder aus Fischteichen säuft. Pferde, Vieh und Fische werden mit Ivermectin entwurmt. Ausscheidungen und vermutlich auch Teichwasser können lange noch schädliche Konzentrationen von Ivermectin enthalten. Tierärzte sind vor jeder Behandlung zu informieren. Mitunter muss man sie selbst erst einmal aufklären über das Problem! (mehr …)

Leishmaniose – wie groß ist das Risiko in Deutschland?

Dienstag, 20. November 2007

Gefahr im Gebiet DeutschlandVon Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin

Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10° C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken nur im mediterranen Ausland verbreitet sind und Hunde daher auch nur dort gefährdet sind, sich mit der Leishmaniose anzustecken. (mehr …)

Babesiose: Übertragungszeit bei männlichen Zecken unter 12 Stunden

Samstag, 20. Oktober 2007

Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin

Viele Tierhalter entdecken Zecken auf ihrem Hund erst, wenn diese sich bereits festgebissen haben. Dann aber kann es schon zu spät sein und der Erreger der „Hundemalaria“ wurde bereits übertragen. Derzeit einziger Schutz sind repellierende Anti-Zecken-Mittel (z. B. Advantix von Bayer) die Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten und/oder einen Saugakt von vorn herein verhindern. (mehr …)