Immuntherapie gegen Tumorkrankheiten

Dieser Beitrag wurde am Montag, 16. Februar 2015 um 13:04 Uhr veröffentlicht.

Dackel_DSC_7684Ein Bericht von Simon Grammel, Geschäftsführer der PetBioCell GmbH in Osterode am Harz

Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie

Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die Erfolgsaussichten nicht groß, der Aufwand und Stress für Mensch und Tier aber hoch sind.

Dank der modernen Medizin gibt es inzwischen aber auch die Möglichkeit, den Tumor mithilfe des eigenen Immunsystems des Tieres zu bekämpfen.

Die dendritische Zelltherapie

Für eine dendritische Zelltheraphie wird dem Patienten Blut abgenommen. Aus den Abwehrzellen des Blutes (Monozyten) werden im Labor sogenannte dendritische Zellen entwickelt. Diese Zellen haben im Blut die Aufgabe, fremdartige Strukturen im Körper zu erkennen und diese den spezifischen Abwehrzellen des Immunsystems zu präsentieren (T-Lymphozyten). Bei der Tumorbehandlung werden die dendritischen Zellen dazu angeregt, die Tumorzellen im Körper zu erkennen. Dafür werden sie nach einer Entwicklungszeit von 6 bis 7 Tagen im Labor in die Haut des Patienten gespritzt und wandern von dort über die Blutbahn in alle Regionen des Körpers. Dort können die spezifischen Abwehrzellen den Tumor dann gezielt bekämpfen.

Erst chirurgischer Eingriff, dann Immuntherapie

Günstig ist es, zu Beginn der Therapie möglichst viel Tumorgewebe chirurgisch zu entfernen. Zum einen fällt es den Zellen des Immunsystems leichter, den Tumor zu bekämpfen je weniger Tumorzellen im Körper sind. Zum anderen ist es dadurch möglich, den dendritischen Zellen schon im Labor die Informationen des Tumors zu geben, sodass die Wirkung gegen den Tumor umso schneller einsetzt. Wenn der Tumor nicht operiert werden kann, ist eine Behandlung mit dendritischen Zellen trotzdem möglich. In diesem Fall wird nur Blut des Patienten für die Behandlung benötigt.

Der Behandlungsablauf

Eine komplette Behandlung besteht aus 3 Injektionen im Abstand von jeweils vier Wochen. Das Tumormaterial wird aufbewahrt und kann für alle Injektionen verwendet nehmen. Blut wird vor jeder Injektion frisch abgenommen. Bei einigen Tumoren ist es nötig, weitere Nachbehandlungen zu machen, vor allem dann, wenn der Tumor nicht operabel war oder bereits Metastasen vorhanden sind. Viele Besitzer merken auch, dass nach mehreren Monaten die durch die Behandlung gewonnene Lebensfreude und Energie wieder nachlässt. Auch dann sollte man über weitere Injektionen nachdenken.

Mögliche Nebenwirkungen werden durch das aktivierte Immunsystem verursacht. Es kann am Tag der Impfung zu Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein und Trägheit kommen. Möglich ist auch, dass der Tumor anschwillt oder Flüssigkeit aus dem Tumor oder der operierten Wunde austritt. Die Nebenwirkungen können vom Haustierarzt behandelt werden, ohne dass die Wirkung der Behandlung nachlässt.

Solide Tumore behandeln

Da dendritische Zellen alles „Fremde“ im Körper erkennen, können alle Arten von Tumoren behandelt werden. Gute Erfahrungen wurden beispielsweise bei Hämangiosarkomen, Mastzelltumoren, Plattenepithelkarzinomen und Melanomen gesammelt. Auch Patienten mit Lymphosarkomen konnten schon geholfen werden.

 

Simon Grammel

Geschäftsführer

PetBioCell GmbH

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