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31.10.00 -- Ines

RE: kurzer schmerzender Abschied














Hallo Olsi!

Ich möchte Dir etwas Mut zusprechen.
Vor ca. 9 Monaten war ich in einer ähnlichen Situation. Mein Hund erkrankte an Knochenkrebs im Maul. Er wurde 2 mal operiert und es kam auch wie bei Deinem Hund rasant schnell wieder. Man sagte mir, daß wäre nicht heil- oder therapiebar.
Ich gab nicht auf, ging von Tierazt zu Tierarzt, bekam von einigen hier aus dem Forum gute Ratschläge und viel Unterstützung, letztendlich erfolgte am 02.06.2000 eine mehrstündige Operation in der 3 Zähne sowie auch jede Menge Knochengewebe entfernt wurden. Danach wurde er dann bestrahlt.
Heute, fast fünf Monate nach dieser OP geht es im gut und es ist "bisher" nichts nachgewachsen.
Allerdings weiß ich, daß ich auf einer "tickenden Zeitbombe" sitze, die jeder Zeit explodieren kann.
Ich überlegte damals auch, ob ich meinem Hund diese ganzen Strapazen überhaupt antun sollte und der Gedanke des "Einschläferns" war ständig in meinem Kopf. Eine Mail einer sehr guten Freundin rüttelte mich damals auf, sie sagte ich solle bedenken, daß mein Hund auch bis zum Schluß an meiner Seite wäre und alles möglich für mich tun würde. Natürlich war die Sache bei mir etwas anders als bei Dir, denn außer im Maul hatte mein Hund nirgendwo Veränderungen.
Da faßte ich einen Entschluß: Ich werde alles mögliche für ihn tun, sollte er wieder einen Tumor bekommen, werde ich versuchen ihn so lange bei mir zu behalten, wie es ohne Schmerzen möglich ist, und ihn dann aber auch gehen zu lassen, wenn es nicht mehr anders geht.
Ich kann gut nachfühlen, wie Du Dich fühlst und wünsche Dir viel Kraft und Unterstützung in diesen schweren Tagen. Du wirst sicher das Richtige tun und merken, wenn es Zeit ist.
Liebe, traurige Grüße
Ines
Thema: kurzer schmerzender Abschied


 
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