Hunde.com Startseite Wildemann. Natur erleben im Harz
Google
   Home - Hunderassen - Züchter - Urlaub - Magazin (Archiv) - Kleine Hundeschule - Belana's Tagebuch - Gästebuch - Hundeforum (Archiv) - Impressum




10.12.99 -- Anja_Guttropf

RE: Hund, ja oder nein??














Hallo Marc,

Auch ich bin Studentin und Hundebesitzerin. Aber ich habe den Vorteil, daß ich eine Wohnung im Elternhaus mit Garten habe und der Wald ist gerade um die Ecke. Außerdem habe ich immer jemand (meine Mutter/mein Freund), die mal auf den Hund aufpassen und auch mal mit ihr spazierengehen, wenn es bei mir gar nicht geht. Ich nehme sie auch sehr oft mit zur Uni, wo sie während der Seminare neben mir liegt und schläft. Das klappt wunderbar, aber vor allem deshalb, weil ich sie von ganz klein auf schon daran gewöhnt habe. Natürlich geht das auch nicht unbegrenzt, mehr als 2 Blöcke (3 Stunden) kann ich ihr nicht zumuten. Also wenn du niemand sonst hast, der im Notfall bereit ist, deinen Hund zu versorgen, dann laß es lieber mit dem Hund. Denn gerade an der Uni gibt es immer mal wieder extra Termine, wo man unbedingt hin muß. Auch wenn deine Freundin nicht so begeistert von dem Hund ist, solltest du dir das überlegen. So ein Tier ist eine große Verantwortung und man muß wegen eines Hundes viel in anderen Bereichen zurückstecken. Außerdem bist du ja auch kein "ewiger Student" (hoffentlich *g*), und dann? Als berufstätige Einzelperson gerade am Anfang wirst du kaum Zeit für einen Hund haben.

Also mein Rat: Nimm dir nur einen Hund, wenn du auch jemanden hast, der dich auf jeden Fall unterstützen wird, sonst ist es meiner Meinung nach nicht zu schaffen! Gerade ein ausgewachsener temperamentvoller Staff braucht viel Beschäftigung und Auslauf und will voll ins Rudel integriert sein. Wenn er noch aus dem Tierheim ist, wird er besonders sensibel reagieren.

Ich habe es nicht bereut, mir einen Hund zugelegt zu haben, aber gerade als "Alleinerziehende(r)" muß man bereit sein, eine ganze Menge Opfer zu bringen. Ich habe meine Leska von klein auf an viele Dinge gewöhnt, die jetzt von unschätzbarem Wert sind, wie bei meiner Mutter oder meinem Freund zu bleiben und auch auf sie zu hören, sich im Vorlesungsraum ruhig zu verhalten, auch mal im Auto zu warten, wenn ich in die Mensa gehe, zu vielen fremden Menschen freundlich und gelassen zu reagieren etc. Ich glaube mit einem ausgewachsenen Tierheimhund hätte ich das nicht geschafft, wenn er das nicht schon alles mitgebracht hätte!

Also denke sehr gut darüber nach!

Viele Grüße,

Anja + Leska

PS: Was/Wo studierst du? Kannst mir gerne auch mal mailen:

guttropf@rumms.uni-mannheim.de
Thema: Hund, ja oder nein??


 
Copyright 1996-2020 Thomas Beck