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17.10.01 -- Petra Haus

RE: Hunde anbellen














Hallo Anne,

also dazu kann ich was erzählen, denn mein Kid, der gerade im August drei Jahre alt geworden ist und JETZT ENDLICH ERWACHSEN WIRD!! (weil er ein sogenannter Spätentwickler ist) hatte dieses nervige Bellen auch drauf.

Bestimmt habt ihr schon mal was von Kid dem Wäller-Beller gelesen. Das waren wir. Wohlgemerkt waren, denn seit Juli macht er das praktisch kaum noch.

Wir waren überall bekannt und alle Leute mitsamt ihren Hunden verschwanden unauffällig, wenn ich mit meinem laut kläffenden Monster erschien. Dazu sprang er noch auf alle Hunde zu und hoppelte wie ein Känguru. Das machte er schon mit 8 Wochen. Sogar die Hunde verdrehten die Augen und niemand wollte mit ihm spielen. Da stand er nun und kapierte nicht, woran es lag. Er war einfach zu wild und zu ungestüm und manchmal einfach unsicher, so dass er bellte nach dem Motto: "Wehe du tust mir was, ich belle schon einmal vorbeugend!" Er konnte einem fast Leid tun...

Was haben wir nicht alles versucht, um ihm das abzugewöhnen. Vom Schimpfen über Loben, falls er mal kurz die Klappe hielt! Mit Leckerlis und Bällchen abgelenkt. Die Leine kurz und die Leine locker gehalten. Wir gingen einsam über stille Wege, um nicht zu stören, oder wir liefen Zickzack wie die Hasen, um den anderen Hunden auszuweichen. Wir versuchten es gar mit einer speziellen Mischung Bachblüten, die sogar nach 14 Tagen Einnahme auch half. Aber er sollte doch nicht ewig die Bachblüten kriegen!

Ich will euch nicht zu große Hoffnungen machen, dass ihr dieses Problem SCHNELL in den Griff bekommt. Der Hund braucht wohl auch eine gewisse Reife, bis er erkennt, dass alle vor ihm flüchten, wenn er sich so verhält und keiner mit ihm spielen will.

Wenn er dann mal "wahrscheinlich mehr durch Zufall" nicht bellte und sich ein Hund erbarmte, mit ihm zu spielen, habe ich ihn immer gaaaanz doll gelobt, was er doch für ein braver Hund sei. Jetzt ist es mittlerweile jedoch so, dass wir Gassi gehen, ein Hund kommt auf uns zu. Kid gibt mir auf Zuruf seinen Ball (damit kein Ärger entsteht) und ich sage zu ihm, er solle die Hunde begrüßen. Das geschieht dann inzwischen total normal mit mehr oder weniger Zeremonie mit oder ohne Spielen und, wenn er fertig ist, kommt er fröhlich zu mir, ich mache Click (mit dem Clicker) und werfe ihm als Belohnung seinen Ball.

Man muss vor allem ganz ruhig bleiben, darf sich nicht aufregen, sprich "mitbellen" und muss auf die Reife seines Hundes hoffen. Mittlerweile hat er sich so gebessert, dass ich schon von einigen Hundebesitzern angesprochen wurde, was ich bloß mit dem Kid gemacht hätte, er sei ja so brav und "lieb" und still geworden. *gggg* Natürlich hat er auch schon mal durch sein "Gezicke" eins "drauf" gekriegt, das bleibt natürlich nicht aus, doch auch ein Hund lernt schließlich aus seinen Erfahrungen und man kann ihn nicht vor allem bewahren. So wachsen die Bäume nicht in den Himmel!

Warte es doch einfach ab. Dein Hund schafft das irgendwann auch mal. Da bin ich mir ganz sicher. Vom Kid hätte ich das vor einem Jahr übrigens niemals geglaubt!

Liebe Grüße von Petra und dem ehemaligen Wäller-Beller Kid!
Thema: Hunde anbellen


 
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