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	<title>Hunde.com Magazin &#187; Hund</title>
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	<description>Aktuelles rund um den Hund</description>
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		<title>Degenerative Myelopathie (DM) als Argument für die Hundezucht</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 04:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;unter Berücksichtigung der Genetik: Gentests helfen bei der Partnerwahl Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies &#8220;Er kommt hinten nicht mehr hoch!&#8221; Unter Tränen verabschiedet Claudia M. ihren geliebten Benny in den Hundehimmel. &#8220;Er ist doch noch gar nicht alt! Er hatte doch sonst nie was!&#8221; Ab ungefähr dem 8. Lebensjahr wird [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230;unter Berücksichtigung der Genetik: Gentests helfen bei der Partnerwahl</strong></p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/05/2013_04_29_DSC_0155.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-548" style="margin: 10px;" title="2013_04_29_DSC_0155" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/05/2013_04_29_DSC_0155-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>&#8220;Er kommt hinten nicht mehr hoch!&#8221; Unter Tränen verabschiedet Claudia M. ihren geliebten Benny in den Hundehimmel. &#8220;Er ist doch noch gar nicht alt! Er hatte doch sonst nie was!&#8221;</p>
<p>Ab ungefähr dem 8. Lebensjahr wird ein Ungeschickterwerden der Hinterläufe, Fehlhaltungen, ein schlurfender Gang und allgemeines Schwächerwerden der Hinterläufe beobachtet. Schließlich kann der Hund ohne Hüftunterstützung nicht mehr aufstehen. <span id="more-546"></span>Eine Zeit lang kann ein Rolli helfen, einen Hund mit zunehmend gelähmten Hinterläufen mobil zu halten. Der Besitzer lernt vielleicht noch, die Blase seines Hundes auszudrücken. Es gibt immer nur ein Schlechter, nie ein Besser. Sterben auf Raten, von hinten nach vorne. Schmerzlos, aber mit zunehmendem Pflegeaufwand und abnehmender Lebensqualität, da der Hund immer weniger tun kann. Dann versagen auch die Vorderbeine. Man kommt um das Einschläfern nicht herum. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Krankheit in vielen Hunderassen und dementsprechend auch bei Mischlingen stark verbreitet ist. Bekannt ist sie von Deutschen Schäferhunden, Pembroke Welsh Corgies, Hovawarten, Berner Sennenhunden, Collies, Siberian Huskys, Boxern, Rhodesian Ridgebacks und Chesapeake Bay Retrievern. Das Leben vieler Hunde könnte deutlich länger sein, wenn es diese Krankheit nicht gäb. Dabei wird diese Krankheit oft nicht einmal diagnostiziert, da das Krankheitsbild u. a. Spondylose ähnlich ist und nur als aufwändige Ausschlussdiagnose sicher zu stellen ist.</p>
<p>Das späte Auftreten der Degenerativen Myelopathie machte es Züchtern bisher unmöglich, ihre Zuchttiere danach zu selektieren. Anders als z. B. die Zuchttauglichkeits-Untersuchung auf Hüftdysplasie unter Narkose im Röntgenbild, ist eine klinische Untersuchung auf spätere Degenerative Myelopathie am gesund wirkenden Hund bislang nicht möglich.</p>
<p>Seit 2009 gibt es einen Gentest auf die Disposition, mit ca. 60%-iger Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an Degenerativer Myelopathie zu erkranken. Hunde, die diese Disposition nur von einem Elternteil erben, bekommen diese Krankheit wahrscheinlich nicht, vererben sie jedoch an statistisch gesehen die Hälfte ihrer Nachkommen. Diese sogenannten Merkmals-Träger gilt es also in der Zukunft nur noch mit reinerbig DM-freien Hunden zu verpaaren. Dann gibt es in der nächsten Generation zwar wieder zur Hälfte Merkmals-Träger, aber zur anderen Hälfte reinerbig DM-freie Hunde, also keine von DM betroffenen Hunde mehr. Klingt einfach, ist es aber nicht. Leider haben wir, je nach Hunderasse, bereits mehrere Defektgene und Krankheiten zu berücksichtigen. Für eine Zuchthündin einen geeigneten Zuchtpartner zu finden, wird immer schwieriger, die Wege zum passenden Deckrüden immer weiter. Was auf gar keinen Fall vor Schreck passieren sollte, ist das Ausschließen sämtlicher Merkmals-Träger aus der Zucht. Dann wäre die Zuchtbasis für viele Hunderassen schnell zu eng, Inzuchtdepression und andere Erbkrankheiten die Folge.</p>
<p>Die meisten Hundezuchtvereine haben noch keine festen Regeln definiert, wie dieser Gentest nun in der Zucht zu berücksichtigen ist. Ein ausreichend gebildeter Züchter weiß aber, wie er DM-betroffene Hunde in der nächsten Generation vermeidet. Jetzt kommt es also auf die Ernsthaftigkeit des einzelnen Züchters an, ob er dem Wegzüchten dieser Krankheit die Priorität einräumt, die wir Hundefreunde uns wünschen. Die Versuchung, die neuen Erkenntnisse zu ignorieren, ist groß:</p>
<p>- die Gentests kosten Geld<br />
- die Ergebnisse lassen erkennen, dass noch weniger Zuchtpartner, als bisher angenommen, zu den eigenen Zuchttieren passen<br />
- das Auftreten der Degenerativen Myelopathie kommt so spät und wird so selten sicher diagnostiziert, dass der Züchter weder eine Gewährleistungspflicht noch die Anwendung des Qualzucht-Paragrafen des aktuellen deutschen Tierschutzgesetzes zu fürchten braucht<br />
- Züchter, die ihre &#8220;ausgedienten&#8221; Zuchthündinnen mit spätestens 7 Jahren weggeben, leiden nicht einmal persönlich darunter, wenn eine solche ehemalige Zuchthündin Degenerative Myelopathie bekommt.</p>
<p>Schön wäre es, wenn es nur noch genügend aufgeklärte Welpenkäufer gäb, die die Berücksichtigung des Gentsts auf Degenerative Myelopathie zum Kriterium für ihre Kaufentscheidung machen. Dann könnte der Markt dazu zwingen, dass demnächst alle Züchter dieses Thema ernst nehmen. Eine sehr schöne Homepage zur Aufklärung von Hundefreunden über die Degenerative Myelopathie und eine Hilfe für Colliezüchter, die eine Übersicht über getestete Zuchttiere bei Züchterkollegen suchen, finden Sie hier: <a href="http://colliejule.jimdo.com/">http://colliejule.jimdo.com/</a><cite></cite><a title="colliejule.jimdo.com" href="http://colliejule.jimdo.com/"><cite></cite></a></p>
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		<title>Hat der Deutsche Schäferhund noch eine Zukunft?</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 14:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-493" style="margin: 10px; border: 0px none;" title="Deutscher_Schaeferhund_3526" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a>Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen für seine Freunde, was Günther Bonke, der Experte beim nordrheinwestfälischen Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei (LAFP), Ende Sommer 2011 verriet: Der Deutsche Schäferhund ist ausgemustert. Er war zu teuer geworden, zu häufig krank und zu wenig belastbar. Neben 281 Malinois seien in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde als Diensthunde im Einsatz. Wegen ihrer hohen &#8220;Spiel- und Beutemotivation&#8221; seien die Belgier häufiger nicht nur als Schutzhunde, sondern auch als Spürhunde besser einsetzbar. Damit wird dem kurzhaarigen Belgischen Schäferhund (Malinois) die besondere Ehre zu teil, als Gebrauchshund im internationalen Vergleich der Beste zu sein.<span id="more-490"></span></p>
<p><strong>Geschichte des Deutschen Schäferhunds</strong></p>
<p>Kenner der Hundeszene wundert die Entwicklung nicht. Vergleicht man Schäferhund-Fotos vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts mit aktuellen, um die 100 Jahre danach, fällt vor allem die stark überwinkelte Hinterhand auf, die dem Deutschen Schäferhund den stark abfallenden Rücken beschert hat. Eine Mode, die anderen Schäferhundrassen erspart blieb.</p>
<p>1899 gründete sich der SV (Schäferhunde-Verein) und eröffnete sein eigenes Zuchtbuch. Als Begründer der Hoch- und Reinzucht Deutscher Schäferhunde gilt Max von Stephanitz. Sein &#8220;Hektor von Linksrhein&#8221;, den er in &#8220;Horand von Grafrath&#8221; umbenannte, ist der erste in diesem Zuchtbuch eingetragene Deutsche Schäferhund. Er soll nur 60-61 cm Schulterhöhe gemessen haben, aber ein unverbesserlicher Raufer gewesen sein, der seinem Herrn viel Ärger einbrachte (Hans Räber, &#8220;Enzyklopädie der Rassehunde&#8221;, Bd.1, S. 211). Dieser Hund und sein Bruder &#8220;Luchs von Sparwasser&#8221; sind die Stammväter der Hunderasse. Als Stammmutter gilt die Hündin &#8220;Mari von Grafrath&#8221;. Alle drei hatten mehr Ähnlichkeit mit dem heutigen Malinois, als mit dem heutigen Deutschen Schäferhund. Er war kleiner und leichter und hatte einen geraden Rücken. Mit intensiver Inzucht formte man einen in Form und Größe immer zuverlässiger den noch jungen &#8220;Standard&#8221; erfüllenden stehohrigen Gebrauchshund. Der &#8220;Standard&#8221; ist die Beschreibung, die festlegt, wie ein Hund einer bestimmten Hunderasse auszusehen hat und welche Charaktereigenschaften er haben soll. Im Standard des Deutschen Schäferhund lesen wir auch heute noch:</p>
<p>&#8220;&#8230;Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelt. Die Kruppe soll lang und leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen&#8230;Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelt.&#8221; (FCI-St. Nr. 166 v. 23.12.2010).</p>
<p><strong>&#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; als Modeerscheinung mit Rückenleiden und Lahmheiten</strong></p>
<p>Der gerade Rücken wird also eigentlich immer noch gefordert. Leider sind heute nicht einmal die Schäferhunde aus Leistungslinien im Rücken wirklich gerade geblieben, obwohl sie die Mode nie so ganz mitgemacht haben. Neue Untersuchungen des Gangwerks zeigen, dass auch die 120°-Forderung weder bei den Ausstellungs- noch bei den Leistungslinien eingehalten werden (&#8220;Hunde in Bewegung&#8221;, Prof. Dr. Martin S. Fischer und Dr. Karin E. Lilje). Auch die für die Vorderläufe geforderten 90° zwischen Schulterblatt und Oberarm werden in beiden Linien nicht eingehalten. Die Schrittlänge ist im Schritt besonders kurz, im Trab und Galopp dagegen besonders lang, was zwar elegant aussieht, aber wenig effektiv ist und Einbußen in Bezug auf die Wendigkeit zur Folge hat. In &#8220;Hunde in Bewegung&#8221; wird auf die anatomische Besonderheit hingewiesen, dass nur der Deutsche Schäferhund, der Berner Sennenhund und der Rottweiler ein konkaves Iliosakralgelenk haben. Das ist die Stelle, an der der von der Hinterhand erzeugte Vorschub auf die Wirbelsäule übersetzt wird und damit den ganzen Körper vorwärts bringt. Degenerationserscheinungen der Lendenwirbelsäule sind für verschiedene Arten der Lahmheit verantwortlich.</p>
<p>Das Skelett der meisten 4-füßigen Säugetiere ist als Brücken-Bogen-Skelett angelegt.Die Statik ist ganz ähnlich, wie bei einer Brückenkonstuktion. Die Pfeiler werden durch Vorder- und Hinterhand gebildet, der Bogen durch die Brust- bis Lendenwirbel. Die gleichmäßigste Kräfteverteilung ist gegeben, wenn die Hinterpfoten unter der Hüfte und die Vorderpfoten unter der Schulter stehen, so, wie es die Belgischen Schäferhunde heute noch vormachen. Steht ein Hund dagegen mit weit hinter der Hüfte aufgestellten Hinterpfoten, so muss bereits in diesem Stand eine Mehrbelastung der Lendenwirbelsäule und Gelenke der Hinterhand ausgehalten werden.</p>
<p>Was Ende des vergangenen Jahrhunters in Beschreibungen wie &#8220;vorne Hund, hinten Frosch&#8221; und &#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; gipfelte, ist dem Ausstellungswesen und einer mir völlig unverständlichen Mode und Höher-Bewertung eben solcher, sich falsch belastender Tiere zu verdanken. Dabei ist diese Entwicklung durchaus nicht neu. Otto Rahm, damaliger Kenner der Szene, sprach schon 1922 vom &#8220;Hinterhandwahn&#8221; und meinte damit die überwinkelte Stellung der Hinterbeine und den dadurch stark abfallenden Rücken. 1920 soll er davor gewarnt haben, dass der Deutsche Schäferhund zum Modehund wird: &#8220;&#8230;Das ist ein äußerst gefährlicher Posten, da die Mode jederzeit nur nach äußerem Glanz, nicht nach innerem Gehalt strebt.&#8221; Es soll in den 20er Jahren viele ängstliche, &#8220;scheue&#8221; Deutsche Schäferhunde gegeben haben. Es kursierte die Beobachtung, dass wohl auf Ausstellungen ängstliche Hunde eine &#8220;gute&#8221; Hinterhandwinkelung vortäuschten und somit verstärkt in die Zucht kamen. Ein Zuchtbuchführer der Zeit sprach von 50% wesensschwachen Tieren. Mit der Einführung von Zuchttauglichkeitsprüfungen mit Wesenstests und Leistungsprüfungen verbesserte sich die Situation (Räber, Bd. 1, S.212f).</p>
<p><strong>Karriere im Schutzhundesport<br />
</strong></p>
<p>Polizei und Militär wollten einen starken, Angst einflößenden Hund. Dafür wurde der Deutsche Schäferhund größer und schwerer gezüchtet. Er schaffte es in kurzer Zeit, den Airedale Terrier als Diensthund zu verdrängen und wurde zum beliebtesten Hund der Welt. Einen bedeutenden Anteil an dieser Entwicklung hat der Schutzhundesport, wie er seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts auf SV-Plätzen praktiziert wurde (SV = Schäferhunde-Verein). Die Methoden sollten sich geändert haben. Statt der z. T. tierschutzwidrigen Starkzwangmaßnahmen mit Stachelhalsband und Stromreizgerät sollte man sich auf das durch positive Motivation Erreichbare beschränken. Der früher übliche Kasernenhofton, kombiniert mit tierquälerischen Ausbildungsmethoden hat vielen Hundefreunden den Spaß an diesem Sport verdorben. In der Gesellschaft litt die Akzeptanz zunehmend unter der führenden Rolle des Schäferhunds in den Beißstatistik. Dabei muss jedoch klar gestellt werden, dass die Unfälle immer absolut betrachtet in die Statistik eingingen. Relativ, bezogen auf jeweils 100 Individuen einer Hunderasse, sieht es gar nicht mal so anders aus als bei anderen Hunderassen: Etwa ein Prozent pro Jahr verursacht einen Beißunfall. Allein die Schwere ist oft erheblicher als bei kleineren, weniger beißkräftigen Hunden. Die Angehörigen des SV weisen mit Recht darauf hin, dass die im Schutzhundesport ausgebildeten Hunde meist nicht diejenigen sind, von denen Gefahr ausgeht, da heute nur noch gut sozialisierte und auf Begleithund-Niveau geprüfte Schäferhunde überhaupt in diese Ausbildung dürfen. Die Gefahr geht vielmehr von schlecht sozialisieren, zu wenig oder falsch erzogenen und unverantwortlich gehaltenen Schäferhunden aus. Und doch ist dieses Image des beißkräftigen Polizeihundes mit daran schuld, dass bestimmte Kreise sich verstärkt Schäferhunde als Status-Symbol anschafften: &#8220;Grimmig soll er aussehen! Eindruck soll er machen!&#8221; Eine besondere Gefahr geht von dilettantisch über den Wehrtrieb scharf gemachte und dann wegen Versagens oft über den Tierschutz in dritte Hand abgegebene Schäferhunde aus. Das Tier als Sportgerät. Auch eine traurige Seite des Schutzhundesports. Weite Teile der Bevölkerung lehnen das Hetzen auf Menschen grundsätzlich ab, auch, wenn immer beteuert wird, der modern abgerichtete Sporthund sei ja nur seiner Spielbeute, dem Schutzärmel hinterher. Eine Verwechselung von Situationen ist später vielleicht doch mal möglich und schon beißt der Hund in einen ungeschützten Arm. Bestrebungen, den Schutzhundesport zu verbieten, hat es schon gegeben. Das Argument, man müsse den Schutzhundesport erhalten, um die Basis für die Polizeihundezucht breit zu halten, zählt im Moment weniger &#8211; zumindest in Bezug auf den Deutschen Schäferhund.</p>
<p><strong>Erbkrankheiten als Folge von </strong><strong>Inzucht und Championatszucht<br />
</strong></p>
<p>Die erste Erbkrankheit, die sein Image zu trüben begann, war die Hüftdysplasie (HD). Obwohl inzwischen andere großwüchsige Hunderassen stärker von HD betroffen sind, verbinden viele Menschen den Deutschen Schäferhund mit dieser Krankheit, weil sie bei ihm zuerst diagnostiziert wurde. Leider fielen weitere Erbkrankheiten auf, die seine aktuelle Lebenserwartung auf 10-12 Jahre senkten. Wikipedia nennt in dem Zusammenhang degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS, eine Verengung der hinteren Wirbelsäule, die zu Lahmheit führt), Ellbogendysplasie (ED), Allergien, Pankreasinsuffizienz (Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse), degenerative Myelopathie (ein schleichender Nerven- und Muskelabbau), Schäferhundpyodermie (brennende, eitrige Entzündung der Haut), Schäferhundkeratitis (Augenkrankheit) und Herzvergrößerungen, kongenitales Vestibularsyndrom (Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit), Interessant ist, dass Hündinnen offenbar etwas älter werden als Rüden, was wahrscheinlich auf den kleineren, leichteren Körperbau zurückzuführen ist. 64 % der Hündinnen werden noch über 10 Jahre alt, aber nur 47 % der Rüden &#8211; eine traurige Statistik für eine mittelgroße Hunderasse (Räber, Bd. 1, S.214).</p>
<p>Wieso werden nun gerade Deutsche Schäferhunde so oft von derartigen Erbkrankheiten gequält? Mit der anfänglich intensiven Inzucht und der später fortgesetzten &#8220;Linienzucht&#8221; (moderate Inzucht) verstärkten sich nicht nur die gewünschten Merkmale, sondern auch Defektgene. Solange nur ein Elternteil den Defekt vererbt, kann dieser oft vom gesunden Gen des anderen Elternteils in seiner Wirkung kompensiert werden. So bleibt der Defekt oft lange unbemerkt. Werden gleiche Defektgene aber von beiden Elternteilen vererbt, tritt ein Fehler auf, eine Erbkrankheit. Inzucht als Mittel zur Vereinheitlichung des Typs wurde zur Schaffung der meisten anderen Hunderassen auch eingesetzt. Nach der gründerzeitlichen Inzucht und Massenvermehrung &#8211; 48.000 Tiere wurden in den ersten 25 Jahren des SV ins Zuchtbuch eingetragen (Räber, Bd. 1, S.210) &#8211; kam es beim Deutschen Schäferhund zu einer weiteren extremen Verkleinerung des genetischen Pools. Hochdotierte Champions zeugten Tausende von Nachkommen. Deren Defektgene sind heute kaum noch zu kompensieren, weil sie so stark verbreitet wurden.</p>
<p><strong>Die Zuchtvereine müssen gegensteuern</strong></p>
<p>Trotz dieser Erkenntnisse der modernen Genetik änderte der SV an den Regeln zur Zucht bis jetzt wenig. Kritiker behaupten, es geht um Geld. Viel Geld. Für einen Schäferhundwelpen aus einer &#8220;Spitzenverbindung&#8221; wurden bis zu 100.000 DM gezahlt. So erfolgreichen Züchtern Einschränkungen auferlegen würde erhebliche materielle Verluste bewirken. Dabei sind doch alle Züchter im SV &#8220;Hobbyzüchter&#8221;, oder nicht? (Mehr dazu in &#8220;Der Bergabschäferhund&#8221; von EHU Präsident Walter Winkler, 24.02.1997, s. http://www.hund.ch/insider/owsv.htm).</p>
<p>Jemand, der dieses Problem auch schon vor etlichen Jahren thematisiert hat, sich innerhalb des SV aber nicht durchsetzen konnte, ist Dr. Helmut Raiser. Er gründete gemeinsam mit anderen unzufriedenen Hundesportlern und Züchtern aus SV-Kreisen einen alternativen Schäferhund-Verein für Zucht und Ausbildung, den RSV2000 (s. www.rsv2000.de), der inzwischen auch in den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und die Dachorganisation FCI (Fédération cynologique internationale) aufgenommen wurde.</p>
<p>In einem Artikel über diesen neuen Verein nannte er folgende Ziele und Maßnahmen:</p>
<p>&#8220;&#8230;Wir streben eine verbesserte Zucht Deutscher Schäferhunde an durch Rückbesinnung auf die Eigenschaften eines gesunden, nervenstarken, belastbaren Gebrauchshundes. Unsere Maßnahmen zielen auf:<br />
- Erhalt eines breiten Genpools (möglichst viele wenig oder nicht miteinander verwandte Zuchttiere)<br />
- Konsequente Nachkommenerfassung, deren Ergebnisse allen Mitgliedern des Vereins zugänglich gemacht werden sollen.<br />
- Umfassende Erfassung aller gesundheitlichen Daten der Hunde, um eine breite Grundlage für wissenschaftliche Forschung zu schaffen.<br />
- Begrenzung der Deckeinsätze, damit hochfrequentierte Rüden keinen Schaden in der Zucht anrichten können.<br />
- Konsequenter Einsatz von künstlichen Besamungen nach nachweislich erfolgten Natursprüngen, um bewährte Zuchtrüden lange für die Zucht zu erhalten.&#8221; (http://www.hunde.com/blog/2009/06/schaferhundverein-rsv2000-ev-kompetenz-in-leistung-und-zucht/).</p>
<p>Im gleichen Artikel hebt er hervor, dass es als Folge der neuen Konkurrenz erste kleine Änderungen in den SV-Bestimmungen gebe, dass der SV &#8220;&#8230;wenigstens in winzigen Teilbereichen einige der fortschrittlichen Ideen aus der Zuchtstrategie des RSV2000 übernimmt&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Vielleicht tut das Ausscheiden des Deutschen Schäferhundes aus dem Polizei- und Militärdienst dieser Hunderasse schlussendlich sogar gut. So kann man die Probleme nicht mehr dadurch cachieren, dass er der beste Diensthund der Welt sei &#8211; zur Zeit ist er es eben nicht.</p>
<p>Blicken wir abschließend nochmal zurück: Warum ließ sich der Airedale Terrier eigentlich so problemlos als DER Diensthund und Alleskönner vom Deutschen Schäferhund ablösen und was folgte daraus für diese Hunderasse? Eine interessante Antwort fand ich in Hans Räbers Enzyklopädie der Rassehunde, Bd. 2, S. 24: &#8220;Im Ursprungsland wurde auf die Gebrauchstüchtigkeit immer weniger Wert gelegt. Anlässlich eines &#8216;Forumgesprächs&#8217;, das 1968 unter den bekanntesten Airedale-Spezialisten in England stattfand, wurde gefragt, warum der Airedale Terrier ausgerechnet in seiner Heimat keine Verwendung als Gebrauchshund finde. Darauf antwortete Mrs. Hodgkinson, man habe sich eben daran gewöhnt, im Airedale einen freundlichen Hund zu sehen, und würde ihn nie so fürchten und respektieren wie einen Deutschen Schäferhund, und das solle so bleiben. Doch es fehlte auch nicht an warnenden Stimmen, die den Airedale Terrier nicht zum &#8216;Schoßhund für ältere Damen&#8217; degenerieren lassen wollten.&#8221; Die kontinentalen Terrier-Klubs schreiben im Rahmen der Zuchttauglichkeitsprüfung neben der Überprüfung der äußerlichen Erscheinung auch Wesenstests vor, so dass ängstliche und überaggressive Hunde nicht in die Zucht kommen und der Airedale Terrier als Gebrauchshund erhalten bleibt. Seine Bekanntheit, Beliebtheit und Häufigkeit ging mit der Ablösung durch den Deutschen Schäferhund als häufigstem Diensthund der Welt sicher zurück. Eine schöne Hunderasse mit meist gutem Charakter ist er geblieben. Vielleicht wird sich auch der Deutsche Schäferhund so wie der Airedale Terrier einreihen in die vielen mittelgroßen Gebrauchshunderassen und davon profitieren, dass ihm nur die wahren Freunde treu bleiben. Wie sich dagegen der Malinois mit seinem neuen Image entwickelt, werden wir kritisch beobachten. Vielleicht feiert der Deutsche Schäferhund mit einer genetisch aufgemischten Population eines Tages sein Comeback. Auch das ist möglich.</p>
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		<title>Lagottos im Hundewald Harz</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 17:31:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck Am 3. Okt. 2009 begann der &#8220;Herbstwandertag Nord&#8221; des 1. Lagotto Romagnolo Clubs Deutschland bei uns im Hundewald Harz. Dort durften 21 Lagottos mit den anderen anwesenden Hunden schon vor dem Mittagessen nach Herzenslust toben. Auch Suchübungen wurden gemacht. Für Fährten-Anfänger hatte die 1. Vorsitzende Karen Prinz eingelegte Pansenstreifen mitgebracht. Nach einer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck</em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-66  alignleft" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9323a.jpg" alt="" width="334" height="413" /></p>
<p style="text-align: left;">Am 3. Okt. 2009 begann der &#8220;Herbstwandertag Nord&#8221; des 1. Lagotto Romagnolo Clubs Deutschland bei uns im Hundewald Harz. Dort durften 21 Lagottos mit den anderen anwesenden Hunden schon vor dem Mittagessen nach Herzenslust toben. Auch Suchübungen wurden gemacht. Für Fährten-Anfänger hatte die 1. Vorsitzende Karen Prinz eingelegte Pansenstreifen mitgebracht. Nach einer kurzen Einweisung durften alle Anwesenden mit ihren Hunden das Fährtegehen üben. Es folgte eine Vorführung im Mantrailing, einer Individualsuche nach einer bestimmten Geruchsprobe. Im Gegensatz zur Rettungshundearbeit der Flächensuchhunde, Trümmersuchhunde, Lawinensuchhunde und Wasserrettungshunde arbeitet der suchende Hund angeleint und langsamer. Er muss einen ganz bestimmten Menschen oder Gegenstände, die er bei sich hatte, anhand seines Individualgeruchs finden. Rettungshunde stöbern in Trab und Galopp. Sie durchsuchen sehr schnell viel größere Areale und zeigen jeden ruhenden Menschen an, den sie anhand seiner Geruchsfahne finden.</p>
<p style="text-align: left;">Ab 15:00 Uhr folgte die Wanderung durch den Bergwald zur Waldgaststätte am Iberger Albertturm. 30 Menschen und 22 Hunde wanderten mit. Die meisten Hunde konnten abgeleint geführt werden.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-65"></span><img class="alignnone size-full wp-image-67" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9599.jpg" alt="" width="490" height="389" /></p>
<p style="text-align: left;">Pausen wurden eingeschaltet, um die langsameren Wanderer in aller Ruhe aufschließen und sich erholen zu lassen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-68" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9669.jpg" alt="" width="493" height="306" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Sie eigneten sich gut, um mit den Hunden zu spielen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-83" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9786.jpg" alt="" width="505" height="317" /></p>
<p style="text-align: left;">Alle Hunde blieben friedlich, auch, als wir zum Abendessen ab 17:30 Uhr oben in der Gaststätte saßen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-69" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_0089.jpg" alt="" width="495" height="346" /></p>
<p style="text-align: left;">Gegen 20:00 Uhr starteten wir mit Fackeln im Dunkeln den Abstieg. So wurde der Rückweg zu einem romantischen Erlebnis ganz anderer Art als der Hinweg. Das Wetter hielt gut durch. Wir sind trotz der dicken Wolken nicht nass geworden.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-70" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_0103.jpg" alt="" width="496" height="332" /></p>
<p style="text-align: left;">Am Sonntag Vormittag trafen sich kurz vor der Heimreise nochmal einige Lagottos im Hundewald.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-79" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_04_Lagotto_DSC_0177.jpg" alt="" width="496" height="603" /></p>
<p style="text-align: left;">Ein kurzes Rasse-Portrait zur Hunderasse Lagotto Romagnolo finden Sie im folgenden Magazin-Beitrag.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-80" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9400.jpg" alt="" width="493" height="331" /></p>
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		<title>Der Trüffelsuchhund: Lagotto Romagnolo</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 16:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wasserhund]]></category>

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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck Der Lagotto Romagnolo ist eine in Deutschland noch wenig bekannte Pudel- und Wasserhund-ähnliche Hunderasse. Dabei haben Lagottos eine sehr lange Geschichte. Bereits auf antiken Gemälden sind sie abgebildet. Lange dienten sie in erster Linie als Wasserhunde zur Jagd auf Wasservögel, wie ihre in Spanien und Portugal weitergezüchteten, etwas größeren Verwandten, die Spanischen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignright size-full wp-image-47" title="2009_10_03_Lagotto_DSC_9484a" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9484a.jpg" alt="2009_10_03_Lagotto_DSC_9484a" width="193" height="257" /></p>
<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck</em></p>
<p style="text-align: left;">Der Lagotto Romagnolo ist eine in Deutschland noch wenig bekannte Pudel- und Wasserhund-ähnliche Hunderasse. Dabei haben Lagottos eine sehr lange Geschichte. Bereits auf antiken Gemälden sind sie abgebildet. Lange dienten sie in erster Linie als Wasserhunde zur Jagd auf Wasservögel, wie ihre in Spanien und Portugal weitergezüchteten, etwas größeren Verwandten, die Spanischen und Portugisischen Wasserhunde. In den letzten 200 Jahren erst, als die norditalienischen Sümpfe weitgehend trocken gelegt waren, spezialisierten sich die Lagotto-Freunde auf die Trüffelsuche in den Wäldern der Emilia Romagna. <span id="more-42"></span>Dazu brauchten sie einen absolut wildreinen, also nicht jagenden, wendigen, geländesicheren, relativ kleinen bis mittelgroßen, sportlichen Hund mit bestem Geruchssinn, schlauem Köpfchen und hoher Leistungsbereitschaft. Es gibt Lagottos in weiß, orange, braun, braun-geschimmelt und weiß gefleckt mit den angegebenen Farben. Lagottos werden 40-49 cm hoch und 11-16 kg schwer.</p>
<p>Allergiker freuen sich über das pflegeleichte Fell der Lagottos: Seine Wolle wächst immer weiter, haart also nie, muss nur zwei Mal pro Jahr geschoren werden.</p>
<p>www.lagottoclub.de</p>
<p style="text-align: left;">info@lagottoclub.de</p>
<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-43 alignnone" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9438.jpg" alt="2009_10_03_Lagotto_DSC_9438" width="500" height="316" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9485.jpg" alt="2009_10_03_Lagotto_DSC_9485" width="500" /></p>
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		<title>Rettungshunde im Hundewald Harz</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2009/09/rettungshunde-im-hundewald-harz/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 01:21:35 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Verein für Mensch und Hund e.V. (VMH) aus Kassel war vom 21-23. August 2009 für Such-Übungen und Vorführungen im Hundewald Harz in Wildemann. Freitag Nachmittag besuchte die gesamte Staffel mit allen Hunden den 19-Lachter-Stollen in Wildemann. Diese Untertage-Erfahrung diente der Desensibilisierung der Hunde und bot den Hundeführern sowie ihren Kindern interessante, lehrreiche Unterhaltung. Der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone alignleft" style="float: left;" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/2009_08_22_VMH_Rettungshund_DSC_DSC_6321.jpg" alt="" width="204" height="281" />Der Verein für Mensch und Hund e.V. (VMH) aus Kassel war vom 21-23. August 2009 für Such-Übungen und Vorführungen im Hundewald Harz in Wildemann. Freitag Nachmittag besuchte die gesamte Staffel mit allen Hunden den 19-Lachter-Stollen in Wildemann. Diese Untertage-Erfahrung diente der Desensibilisierung der Hunde und bot den Hundeführern sowie ihren Kindern interessante, lehrreiche Unterhaltung. Der Samstag wurde für Such-Übungen in unbekanntem, teils schwierigem Gelände genutzt. Sonntag zwischen 11-13 Uhr war die Öffentlichkeit eingeladen, sich im Hundewald kleine, gut kommentierte Such-Übungen anzusehen, an denen sich auch die Freiwillige Feuerwehr der Bergstadt Wildemann beteiligte. Vorgeführt wurden die zwei vom VMH praktizierten Arten der Vermisstensuche: Das aus den USA stammende &#8220;Mantrailing&#8221; und die Flächensuche mit vier verschiedenen Anzeige-Arten.<span id="more-36"></span></p>
<p>Mantrailing</p>
<p>Ein zum Mantrailing ausgebildeter Hund sucht nach dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Er orientiert sich an Hautpartikeln, einzelnen Haaren und anderen Geruchsträgern des Gesuchten und bleibt ihm auf der Spur. Der Mantrailer ist in belebterer Umgebung nützlicher als ein Flächensuchhund, weil er sich durch die vielen Gerüche anderer Menschen nicht irritieren lässt und keine überflüssigen Anzeigen an einf<img class="alignright" style="float: right;" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/2009_08_22_VMH_Rettungshund_DSC_02_Richtungsweisen_DSC_6292.jpg" alt="" width="258" height="353" />ach nur so herumsitzenden oder liegenden Personen macht. Der Mantrailer arbeitet immer an der langen Leine.</p>
<p>Flächensuche</p>
<p>Ein Hund, der zur Flächensuche aufbricht, sucht alle ruhenden, also sitzenden oder liegenden Personen.<br />
Mit hoher Nase stöbert er nach der Geruchsfahne irgendeines Menschen. Der Flächen-Suchhund wird in großem, eigentlich (fast) menschenleerem Terrain eingesetzt wie z. B. Waldgebieten. Er muss schnell, von guter Kondition und geländesicher sein. Er arbeitet in der vom Hundeführer bestimmten Richtung frei und selbständig, bleibt dabei aber abrufbar in Hörweite. Ein Glöckchen verrät, wo er sich ungefähr gerade befindet. Die Kenndecke mit der Aufschrift &#8220;VMH Rettungshund&#8221; soll Jäger davon abhalten, auf einen solchen Hund zu zielen. Wird er bei Dunkelheit eingesetzt, stattet man ihn zu seiner eigenen Sicherheit mit Leuchten am Geschirr oder Halsband aus.</p>
<p>Anzeige-Arten</p>
<p>Ein Hund, der zur Suche nach Menschen ausgebildet wird, muss auch lernen, wie er seinem Hundeführer verrät, dass er fündig wurde und wo die Person genau ist. Dieses Anzeigen, auch Verweisen gena<img class="alignnone alignright" style="float: right;" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/2009_08_22_Julchen_Opfer_gefunden_DSC_6385.jpg" alt="" width="253" height="374" />nnt, kann unterschiedlich aussehen:</p>
<p>1. Der &#8220;Verbeller&#8221; bleibt am Fundort und meldet durch lautes Bellen, wo er und die vermisste Person sich befinden. Der Hundeführer bahnt sich einen Weg zu ihm und belohnt ihn. Diese Anzeigeart ist die einfachste, aber auch die unangenehmste für den Gefundenen. Sollte er mit lauten Geräuschen oder generell mit Hunden ein Problem haben, so stellt diese Anzeigeart für ihn eine zusätzliche Belastung dar.</p>
<p>2. Der &#8220;Bringsler&#8221; (Fotos) hat ein kleines, längliches Hundespielzeug am Halsband baumeln, das &#8220;Bringsel&#8221;. Ist er am Ziel, schnappt er sich dieses Hundespielzeug und apportiert es. Mit übermütig wirkendem Anspringen überreicht er es seinem Hundeführer. Nach kurzem Spiel, das bei erfahrenen Rettungshunden auch wegfallen kann, leint dieser den Hund an und lässt sich von ihm zur vermissten Person führen, wo es für den Hund die eigentliche Belohnung gibt. Für den Einsatz in der Dunkelheit kann das Bringsel zum Leuchten gebracht werden, so dass der Hundeführer von weitem schon das horizontale Tragen vom freien Baumeln unterscheiden kann.</p>
<p>3. Der &#8220;Rückverweiser&#8221; startet ohne Bringsel. Dieses bleibt am Gürtel des Hundeführers befesti<img class="alignright" style="float: right;" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/2009_08_22_ich_weiss_wo_DSC_6392.jpg" alt="" width="254" height="342" />gt. Wird der Hund fündig, kommt er zum Hundeführer zurück, springt ihn an und schnappt nach dem Bringsel. Das weitere läuft wie beim Bringsler ab.</p>
<p>4. Der &#8220;Freiverweiser&#8221; kommt zum Hundeführer zurück und zeigt auf irgendeine andere Art an, dass er fündig wurde, z. B. allein durch Anspringen.</p>
<p>Dem Anspringen kommt in den Anzeigearten 2-4 eine besondere Bedeutung zu. Sollte der Hundeführer in dem Moment, in dem der Hund wieder bei ihm ankommt, gerade z. B. durch Kartenlesen oder Funk-Kontakt abgelenkt sein, macht ihn dieses Anspringen zusätzlich aufmerksam, so dass die Anzeige auf jeden Fall als solche erkannt wird. Dass der Hund zum Hundeführer zurück kommt, ist noch kein Indiz dafür, dass er gefunden hat. Er tut dies im Rahmen der Suche öfter, da er von seinem Hundeführer immer wieder Kommandos erwartet bzw. sich zur weiteren Suche in eine bestimmte Richtung schicken lässt.</p>
<p>Fotoserien:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.hundeforum.de/viewtopic.php?f=22&amp;t=2834" target="_blank">Flächensuche &#8211; eine Übung im Hundewald</a></li>
<li><a href="http://www.hundeforum.de/viewtopic.php?f=22&amp;t=2835" target="_blank">Noch ein Bringsler</a></li>
<li><a href="http://www.hundeforum.de/viewtopic.php?f=22&amp;t=2836" target="_blank">Freiverweiser bei der Arbeit</a></li>
<li><a href="http://www.hundeforum.de/viewtopic.php?f=22&amp;t=2837" target="_blank">Rückverweiser</a></li>
<li><a href="http://www.hundeforum.de/viewtopic.php?f=22&amp;t=2838" target="_blank">Verbeller am Ziel und noch mehr Anzeigen</a></li>
</ul>
<p>Weitere Infos:<a href="http://www.hundewald-harz.de" target="_blank"><br />
</a></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vmh-kassel.de/" target="_blank">Verein für Mensch und Hund e.V.</a></li>
<li><a href="http://www.hundewald-harz.de" target="_blank">Hundewald Harz</a></li>
</ul>
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		<title>Collie-Standards: Englischer und Amerikanischer Typ</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2009/06/collie-standards-englischer-und-amerikanischer-typ/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 23:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck, Fox Lions Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck, </em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank"><em> </em></a><em><a href="http://www.fox-lions.de/" target="_blank">Fox Lions </a></em><em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank">Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies</a><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignleft" title="Englischer Typ" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/2009_05_24_Aron_DSC_1262.jpg" alt="" width="185" height="249" />In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale Augen hin auslesen mussten, wenngleich sie sich etwas mehr Größe weiter geleistet haben. So sind heute auch &#8220;Amerikanische Collies&#8221; auf dem Markt, die sich tatsächlich nur in der Größe vom Englischen (FCI-)Collie unterscheiden. Andererseits gibt es unter dem, was auf dem Deutschen Welpenmarkt als &#8220;Amerikanische Collies&#8221; angeboten wird, riesige Unterschiede, weil der Begriff &#8220;Amerikanischer Collie&#8221; zum Sammelbegriff für alle großen, wenig hochgezüchteten, nicht FCI-reinen Collies mißbraucht wird. Vorsicht: Auch die &#8220;Produkte&#8221; der Massenzuchten und Billig-Importe nennen sich so!</p>
<p style="text-align: left;">Schauen wir uns also die Standards vom American Kennel Club (nicht in der FCI) im Vergleich zum FCI-Standard (aus dem Ursprungsland der Hunderasse, also England) genauer an:<span id="more-35"></span></p>
<p style="text-align: left;">Größe und Gewicht: Männliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 60-66 cm und ein Gewicht von 27-34 kg. Englische Collierüden haben eine Schulterhöhe von 57-61 cm bei etwa 26 kg. Weibliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 55-61 cm und ein Gewicht von 23-30 kg. Für Englische Collie-Hündinnen gelten die Maße 51-56 cm bei etwa 22 kg. Aber die Größe ist nicht das einzige Merkmal, dass den Amerikanischen Collie vom Englischen unterscheidet.</p>
<p style="text-align: left;">Felltyp: Das Fell des Amerikanischen Collies soll den Körperlinien angepasst sein und den Körperbau gut erkennbar halten. Das Deckhaar soll harsch und kräftig sein, die Unterwolle dicht, weich und wesentlich kürzer, so dass eine wasserabweisende, gut wärme-isolierende Struktur gewährleistet ist. Englische Collies haben sehr viel längeres, dicht-plüschiges, weiches Fell, dass die Figur oft kaum noch erahnen lässt und sehr viel pflegeaufwendiger ist. Der geringere Pflegeaufwand ist wohl der wichtigste Grund für viele Colliefreunde, sich immer öfter für einen Amerikanischen Collie zu entscheiden.</p>
<p style="text-align: left;">Während sich die typischen Amerikanischen Collies aus Brombeerranken noch selbständig befreien können, hilft bei Englischen oft nur ein Freischneiden. Entsprechend unterschiedlich ist die Verwendbarkeit dieser beiden Typen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert.jpg"><img class="size-medium wp-image-187 alignleft" title="2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" /></a>Farben: Leider gibt es in Amerika noch die Erlaubnis, Merle-Collies mit Zobel-Farbenen zu verpaaren, so dass außer der äußerlich gut erkennbaren Farbe Blue Merle auch die u. U. kaum oder im erwachsenen Alter nicht mehr erkennbare Farbe Sable Merle bzw. Red Merle in Umlauf gebracht wird. Innerhalb der FCI-Vereine ist diese Farbe aus gutem Grund verboten. In der nächsten Generation treten statistisch gesehen ein Viertel meist schwer kranke sogenannte &#8220;Weißtiger&#8221; auf, wenn versehentlich zwei Zuchtpartner mit Merle-Faktor ausgewählt wurden. Das Merle-Gen, das die gewünschte Aufhellung liefert, ist ein Defektgen, das immer durch ein gesundes Gen vom anderen Elternteil kompensiert werden muss! Besonders teuer gehandelt werden die Amerikanischen Weißen Collies mit farbigem Kopf. Deren Zucht ist auch nicht unproblematisch. Im Zusammenhang mit den Weißen treten immer mehr Schecken auf, die als &#8220;weißfaktoriert&#8221; gelten, da sie in der nächsten Generation wieder Weiße hervorbringen können.</p>
<p style="text-align: left;">Form und Größe der Augen: Die Augen der Amerikanischen Collies sind mandelförmig und von mittlerer Größe. Sie lassen sich trotz der schrägen Stellung noch weit öffnen. Sie geben dem Collie ein freundliches Gesicht. Bei vielen Englischen Collies wirken die Augen schmal, schlitzig und sehr klein. Ein asiatisches Lächeln scheint angezüchtet.</p>
<p style="text-align: left;">Kopfform: Der Kopf des Amerikanischen Collies ist etwas weniger schmal und flach gezüchtet, was ihn bzgl. Epilepsie unempfindlicher hält. Er hat noch einen deutlichen &#8220;Stop&#8221; zwischen Nasenlinie und Stirnlinie. Je nach Zuchtlinie, kann der Stopp aber auch fehlen und der Kopf klobig wirken im Vergleich zu den zierlichen, sehr schmalen Köpfen und Schnauzen der Englischen Collies, bei denen der &#8220;Stop&#8221; zwar vorhanden sein sollte, es aber auch nicht immer ist.</p>
<p style="text-align: left;">Wesensmerkmale: Das Wesen des Amerikanischen Collies ist sanft, angstfrei und ausgeglichen, gleichzeitig aber auch gut motivierbar und leicht erziehbar. Der Hütetrieb kann ausgeprägt sein, besonders bei den altmodischen Europäern. Hütetrieb ist nichts anderes, als Jagdtrieb ohne Töten. Das Hetzen ist noch voll mit drin! Insofern sollte an der Abrufbarkeit ordentlich gearbeitet werden, auch in der Erziehung eines Amerikanischen Collies. Das Positive an triebstarken Hunden ist, dass man sie für Spiel, Sport und Arbeit besonders gut brauchen kann. Die Englisch gezüchteten stehen in Hundesportlerkreisen im Ruf, rechte Mimosen zu sein, die sich zwar aus Angst nicht weiter als 10 m von ihren Menschen weg trauen, mit denen man aber längst nicht überall hingehen, geschweige denn zuverlässig arbeiten kann. Auch fehlt den Englischen Collies oft der Hütetrieb, so dass sie schon deshalb an der Herde nicht mehr eingesetzt werden können. Bei fehlender Schussfestigkeit besteht die Gefahr des unkontrollierten Weglaufens, z. B. bei Gewitter oder zu Sylvester. Solche Probleme gibt es bei Amerikanischen Collies meiner Beobachtung nach zumindest weit seltener.</p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Hundewald-Harz, Wildemann ~ erster Hundewald im Harz</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 20:08:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Die Idee hatte ich im Frühjahr 2006: Der Harz könnte ein besonders attraktives Urlaubs- und Ausflugsziel für Hundehalter sein. Was stört: - &#8220;Brut- und Setzzeit&#8221; bedeutet in Niedersachsen vom 1.4.-15.7. Leinenzwang. - Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenzwang. - Besondere [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2008_06_01_glana_dsc_5194_560x420.jpg" alt="" width="336" height="213" /></p>
<p style="text-align: left;">Die Idee hatte ich im Frühjahr 2006: Der Harz könnte ein besonders attraktives Urlaubs- und Ausflugsziel für Hundehalter sein.</p>
<p>Was stört:</p>
<p>- &#8220;Brut- und Setzzeit&#8221; bedeutet in Niedersachsen vom 1.4.-15.7. Leinenzwang.<br />
- Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenzwang.<br />
- Besondere Gefahr für Hunde geht von Luchsen und Wildschweinen aus.<br />
- Weiträumige, unzugängliche Waldgebiete machen allein das Weglaufen und sich Verirren zur tödlichen Falle.</p>
<p>Lösung all dieser Probleme: In erwanderbarem Abstand errichtet man je ein 2 m hoch eingezäuntes, entwildetes Freilauf-Areal (&#8220;Hundewald&#8221;), wo mit dem abgeleinten Hund gespielt, geübt und getobt werden kann. <img title="Weiterlesen..." src="http://www.hunde.com/blog/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><span id="more-33"></span>Wünschenswert ist ein Netz von Wanderwegen mit solchen Freilauf-Arealen. Das wäre für die Region ein touristisches Alleinstellungsmerkmal und Anreiz für viele Hundebesitzer, den Urlaub im Harz zu verbringen. Die Touristen mit Hund wären glücklich und  den Hunden und unserer Gesellschaft hätte man etwas Gutes getan,  denn ausgelastete Hunde sind meist friedliche Hunde. Außerdem würde das Wild geschont, da eine Lenkung und Konzentration der Touristen mit Hund auf diese Areale ökologisch sensible Gebiete entlasten würde.</p>
<p style="text-align: left;">Drei Jahre später ist es soweit: Das Freilauf-Areal Schwarzewald am Süd-Ende von Wildemann ist eröffnet, der erste Hundewald im Harz</p>
<p style="text-align: left;">Wir Wildemanner feiern. Wir feiern einen Zaun im Wald. Pünktlich zur Brut- und Setzzeit ist er nach einem anstrengenden Jahr Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder des &#8220;Hundefreunde Bergstadt Wildemann e. V.&#8221; fertiggestellt worden. Ein wiederverwendeter, fast 2 m hoher Wilddrahtzaun, dessen Teilstücke um Schonungen herum überflüssig geworden waren und demontiert wurden. Vorsicht: Kleinsthunde können noch durch den Zaun schlüpfen! Ein im unteren Viertel zusätzlich angebrachter, enger Maschendrahtzaun soll demnächst Abhilfe schaffen.</p>
<p style="text-align: left;">Freilauf-Areal Schwarzewald liegt oberhalb des Wildemanner Harzklub Wanderheims in einem stillgelegten Steinbruch am südlichen Ortsausgang von Wildemann (Richtung Bad Grund / Clausthal-Zellerfeld). Vom Parkplatz des Wanderheims direkt an der &#8220;Innersten&#8221; zweigt der Hundewald-Weg etwa 50 m jenseits der Brücke von der Zufahrt zum Wanderheim links ab. Ab da wird es steiler. Behindertengerecht ist der Weg leider nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Dieses Hundewald-Areal bietet mehr als nur Freilauf. Hier bekommt der Hund Natur geboten, Verstecke und Suchmöglichkeiten, Gras und Waldboden unter den Pfoten, Stauden, Gebüsche, Bäume und saubere Pfützen nur mit Regenwasser. Dazu das Gefühl von Freiheit, denn der Zaun ist nicht immer in Sichtweite. Eine gute Gelegenheit, die Bindung zwischen Hund und Hundeführer zu testen, den Gehorsam zu überprüfen und zu verbessern. Idyllisch im Kessel eines alten Steinbruchs gelegen, lädt das Freilauf-Areal Schwarzewald Herrchen und Frauchen zum spielen mit den Vierbeinern ein. Auf einem offen gehaltenen Eingangs-nahen Abschnitt kann man gut Spielzeug werfen und apportieren lassen. Aber auch das friedliche Miteinander unter Hunden ist wichtig. Sofern man nicht zu einer außergewöhnlichen Uhrzeit anreist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht als erster ankommt. Hunde, die gerne mit anderen spielen oder sie ignorieren, dürfen dann weiter frei sein. Es macht nicht nur den Hunden Spaß, sich in vollem Galopp zu jagen, zu fangen und zu kabbeln. Auch den Zuschauern ist die Freude an der gezeigten Lebensfreude der Hunde anzusehen. Nur Hunde, die rumstänkern, ständig auf andere aufreiten oder kämpfen wollen, müssen leider streng unter Kontrolle gebracht und gehalten werden. Auch im Hundewald-Harz gilt: Halter haften für ihre Hunde!</p>
<p style="text-align: left;">Groß ist das Freilauf-Areal Schwarzewald nicht. Nur etwa 0,5 ha, was aber den Vorteil bietet, dass ein absolut nicht hörender Hund gut wieder eingefangen werden kann. Dass hier ein Hund mit Leine abhaut, sich in einem Gebüsch verstrickt und dort verendet, wie es außerhalb leider gelegentlich vorkommt, kann hier nicht passieren. Wer gerne eine längere Harz-Wanderung machen möchte, ist aber gerade zur Brut- und Setzzeit gut beraten, seinen Hund hier erst einmal abzureagieren. Danach wird er willig an durchhängender Leine den aus Hundesicht totlangweiligen Spaziergang mitmachen. Im gesamten Nationalpark gilt ganzjährig Leinenpflicht.</p>
<p style="text-align: left;">Bereits an den ersten Tagen nach der Eröffnung und Bekanntmachung wurde der Hundewald zu einem gut frequentierten Ausflugsziel für -zig Hundler aus der Region und von weiter weg. Die Besucher hatten z. T. mehrstündige Autofahrten in Kauf genommen, um den Hundewald zu besuchen. Dessen Nutzung ist kostenlos und rund um die Uhr möglich. Der Verein bittet darum, Hundekot immer gleich in Tütchen zu beseitigen, damit der Boden für alle Besucher und Hunde angenehm bleibt. Tütchen sind gratis verfügbar. Mülleimer stellt und pflegt der Verein. Die meisten Besucher, die ich sprach, erklärten, es sei sicher nicht das letzte Mal gewesen, dass sie den Hundewald-Harz besuchten. Sie fänden die Idee super und hätten hier mit ihren Vierbeinern viel Spaß.</p>
<p style="text-align: left;">Weitere Infos zum Hundewald-Harz findet man auf</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.hundewald-harz.de">www.hundewald-harz.de</a></p>
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		<title>Durch die Röhre voran!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 16:52:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Viele kennen den Lauf des Hundes durch den Stofftunnel als Agility-Aufgabe oder die Arbeit durch Betonröhrensysteme zu einem versteckten &#8220;Opfer&#8221; in der Rettungshundeausbildung mit Schwerpunkt Trümmerarbeit. Aber auch ohne konkreten Anlass ist eine solche Aufgabe sinnvoll. Viele Hunde, besonders die, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a><br />
<a href="http://www.fox-lions.hunde.com/aron.php" target="_blank"><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_aron_dsc_4066_klein_560x420.jpg" alt="Aron" width="190" height="225" /></a>Viele kennen den Lauf des Hundes durch den Stofftunnel als Agility-Aufgabe oder die Arbeit durch Betonröhrensysteme zu einem versteckten &#8220;Opfer&#8221; in der Rettungshundeausbildung mit Schwerpunkt Trümmerarbeit. Aber auch ohne konkreten Anlass ist eine solche Aufgabe sinnvoll. Viele Hunde, besonders die, die den Stofftunnel bereits früh kennenlernten, werden mit keiner Röhre je ein Problem haben und auf das Kommando &#8220;Tunnel&#8221; oder &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; fröhlich überall durchlaufen. Manche Hunde zeigen jedoch zunächst Ängste und Widerstand. Sie sollten diese Übung vorsichtig beigebracht bekommen. &#8220;Wieso denn?&#8221;, mag ein interessierter Leser fragen. Und hier ist die Antwort:<span id="more-30"></span></p>
<p>1. Er wird mutiger. Der Hund lernt einerseits, claustrophobe Ängste zu überwinden. Er muss während der Ausführung ohne Herrchen/Frauchen auskommen und sogar von diesem weg arbeiten.</p>
<p>2. Das Vertrauen und die Bindung zu Herrchen/Frauchen wird gestärkt, weil der Hund  anfängliche Ängste überwindet und einsieht, dass das, was man sich von ihm wünscht, gar nicht gefährlich ist, sondern ein lustiges Spiel darstellt, was toll belohnt wird. Er wird sich auch in anderen Situationen, die ihm Angst machen, besser führen lassen.</p>
<p>3. Man hat eine Abwechselung mehr auf Spaziergängen, auf denen man geeignete Röhren findet. Viele Hunde beginnen aus Langeweile zu jagen oder andere Unarten zu entwickeln, weil sie viel zu wenig Aufgaben definiert bekommen. Damit es ihnen bei Herrchen/Frauchen nicht langweilig wird und man etwas hat, worüber man sich gemeinsam freuen kann.</p>
<p>4. Es stärkt Herrchens/Frauchens Dominanz, weil der Hund etwas tun muss, was er ursprünglich nicht wollte.</p>
<h2>Beispiel: Unser Amerikanischer Collie-Deckrüde Fox Lions Drago</h2>
<p>Das obere Foto zeigt den bereits 15-jährigen &#8220;Aron vom Staatsforst&#8221;, unseren ersten Amerikanischen Collie-Deckrüden. Fox Lions Drago, ein Enkel (untere Fotos), kam mit fast 3 Jahren umständehalber zu uns zurück. Inzwischen ist er als Amerikanischer Collie-Deckrüde bei uns im Zuchtverein anerkannt. Er war als kleiner Colliewelpe verkauft worden, hat über 2-einhalb Jahre in einer Familie gelebt und war jetzt eben wieder Teil meiner Zuchtgruppe. Ein sehr gut erzogener Hund, der nur in ganz bestimmen Situationen ängstlich zögerte oder sogar verweigerte.</p>
<p>Als er im Herbst gerade 3 war, lernte ich eine solche Situation kennen. Auf einem Spaziergang durch den Wald machten wir an einer Betonröhre halt, die einen kleinen Bach unter einem Forstweg durch ableitet. Ich ließ die Rudelgefährten fröhlich durch diese Röhre laufen und belohnte sie für jeden Durchgang mit einem Leckerli. Alle machten mit, bis auf Drago. Ich versuchte kurz, ihm Hilfestellung zu geben, indem ich ihn am Halsband zum Röhreneingang führte. Beim Versuch, ihn in die Röhre zu lenken, sträubte er sich, sprang mit seinen 30 kg wild beiseite, riss sich los. Die Bedingungen für weiteres Üben waren an dem Tag denkbar ungünstig: Der Boden war matschig, so dass ich mich auch ohne widerspenstigen Hund an der Hand kaum auf den Füßen halten konnte. Es regnete und der Bach war relativ breit. Ich beschloss, an einem geeigneteren Tag hier systematisch mit ihm zu üben und ignorierte ihn erst einmal. 1:0 für Drago. Solche Siege sollten die absolute Ausnahme sein im Hunde-Alltag!</p>
<p>Ende Januar 2009 waren die Bedingungen ideal: Lang anhaltender Frost hatte die Röhre und ihr Umfeld trocken gelegt, so dass Scheu vor Wasser als zusätzliche Hemmung schon mal wegfiel. Der Schnee lag einen halben Meter hoch um die Röhre herum, ließ Ein- und Ausgang aber offen. Wie im Herbst, ließ ich die Rudelgefährten fröhlich &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; ausführen und gab jedem, sowie er bei mir wieder ankam, ein Leckerli. Alle bis auf Drago beeilten sich, möglichst schnell und oft durch die Röhre zu kommen. Drago sprang ausgeregt kläffend auf dem Forstweg und neben der Röhre herum. Ich schaffte es in Momenten, wo wir alleine waren, für ihn Leckerlis im Eingangsbereich vor der Röhre fallen zu lassen, so dass er sich dem Eingang stärker nähern musste, um diese einzusammeln. Da er dabei aber immer schnell Konkurrenz hatte, leinte ich die Rudelgefährten an und machte sie ein paar Meter weiter an einem Baum fest. Jetzt konnte ich gezielt für Drago sogar Leckerlis bis 1 m in die Röhre hinein werfen und er traute sich, sie zu holen, war aber immer schnell im Rückwärtsgang wieder draußen. Er begann, seine Ängste zu überwinden. Genug für diesen Tag.</p>
<p><a href="http://www.fox-lions.hunde.com/drago.php" target="_blank"><img class="alignleft" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_drago_dsc_4085_560x420.jpg" alt="Drago 4" /></a>Tags drauf nahm ich außer den Leckerlis auch eine zusätzliche Leine mit. Diesmal befestigte ich die Sammelleine mit den Rudelgefährten gleich an einem Baum und holte die Hunde einzeln ab, um sie durch die Röhre laufen zu lassen. Erst einmal nahm ich die dran, von denen klar war, dass sie es gut machen würden. Drago sollte in aller Ruhe zusehen. Das Rudel kläffte vor Aufregung. Zuletzt war also Drago dran. Ich wiederholte die Leckerli-Übung des vergangenen Tages, ließ Drago dabei aber angeleint. Schließlich versuchte ich, ihm den Rückweg zu versperren und so mein &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; durchzusetzen. Dieser Versuch löste seinen Widerstand aus. Er drängelte mich aus dem Eingangsbereich und begann, wild herumzuspringen, um sich loszureißen wie an seinem 1:0-Tag. Ich war darauf gefasst und verhinderte mit beiden Händen an der Leine, dass er es schaffte. Derweil lag ich im Schnee. Ich war weich gefallen. Es machte mir also nichts aus. Ich konzentrierte mich auf das Festhalten der Leine und wartete kommentarlos ab, bis Drago sich beruhigt hatte. Dann ging ich mit ihm zum anderen Ende der Röhre. Kaum erkannte er, was ich vorhatte, begann die Hüpferei wieder. Auch hier konnte ich mich nicht auf den Füßen halten und lag im Schnee. Seine 30 kg hatten gegen meine 50 kg auf unregelmäßigem Untergrund am steilen Hang im Schnee erst einmal wieder gewonnen. Ich richtete mich halb auf, konzentrierte mich wieder allein darauf, die Leine festzuhalten, schaute in den blauen Himmel, die Bäume, was auch immer, nur nicht zu Drago. Er beruhigte sich und ich setzte erneut an, ihn an den diesseitigen Eingang der Röhre zu bringen. Das gleiche Spiel begann. Ich hatte die anderen Hunde ordentlich jenseits des Weges festgemacht, so dass sie außer Gefahr waren, selbst wenn ein Fahrzeug vorbeigekommen wäre. Wir waren allein. Ich hatte Zeit. Drago sollte erleben, dass die Nummer mit dem Losreißen bei mir nicht funktioniert. Schließlich sah Drago ein, dass wir so nicht weiterkamen. In seiner nächsten ruhigen Phase hüpfte er zu meiner großen Freude in die Röhre hinein! Spielstand: 1:1. Mit beiden Händen verhinderte ich, dass er mir im nächsten Moment vor die Füße sprang und tatsächlich &#8211; mein &#8220;Voran!&#8221; wurde befolgt. Ich ließ die Leine los. Er schlich in ängstlich geduckter Haltung Schritt für Schritt durch die Röhre. Das andere Ende kannte er ja schon. Ich sagte gar nichts mehr, um ihn auf keinen Fall abzulenken. Als ich durch die Röhre sah, wie er die Röhre verließ, kam mein bestätigendes &#8220;Fein! Drago, fein!&#8221;. Drago sprang aufgeregt kläffend auf dem Forstweg und knapp daneben herum. Diesmel zeigte ich Freude, so deutlich ich konnte, sprang selbst auf den Fortweg hoch, winkte, hüpfte mit ihm gemeinsam übermütig herum und belohnte ihn mit händeweise Leckerlis. Genug für heute. Ein toller Erfolg! Schließlich brauchte ich das &#8220;Platz!&#8221;-Kommando, um ihn wieder anleinen zu können. Wir gingen alle zusammen in aller Ruhe nach Hause. Drago erzählte mir noch den halben Weg über von seiner mutigen Tat und baute übermütig Spielaufforderungen ein, auf die ich jedoch nicht eingehen konnte.</p>
<p><a href="http://www.fox-lions.hunde.com/drago.php" target="_blank"><img class="alignleft" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_drago_dsc_4074_560x420.jpg" alt="Drago 5" /></a>Einen Tag später stellte ich mein Rudel erneut am Baum ab, ließ die &#8220;Experten&#8221; einzeln ihre Übung zeigen und hatte schließlich Drago an der Leine. Den ersten Versuch, ihn von dem Ende der Röhre zu schicken, wo ich die anderen gestartet hatte, gab ich schnell auf, noch bevor er richtig ins Meideverhalten gehen konnte. Nein, die Seite, von der er es gestern gemacht hatte, war natürlich die bessere. Ohne großes Theater sprang er dann auch brav hinein und schlich los, ohne sich umzudrehen. Von Schritt zu Schritt ging er aufrechter und schneller. Große Freude und Aufregung beiderseits, als er am anderen Ende die Röhre verlassen hatte. Reichliche Belohnung. Jetzt stellte ich mich an den anderen Eingang der Röhre, der eben noch sein Ausgang war und siehe da, ganz von selbst kam Drago auf die Idee, an mir vorbei in sie hineinen und durch sie hindurch zu laufen! Wieder große Begeisterung und gleich nochmal! Jetzt wollte Drago &#8220;druch die Röhre voran&#8221;. Nach sinem 3. fröhlichen Durchgang von dieser Seite beschloss ich, es sei genug für diesen Tag. Auch an diesem Tag benötigte ich das &#8220;Platz!&#8221;-Kommando, um ihn wieder anleinen zu können. So aufgeregt sprang er herum. Auch zu Beginn des Heimwegs war er noch recht aufgedreht.</p>
<p>Noch einen Tag später brauchte ich die angehängte Einzel-Leine kein einziges mal in die Hand zu nehmen. Drago flitzte von Anfang an von beiden Seiten begeistert durch die Röhre, nahm freudig seine Leckerchen entgegen und verzichtete auf die ganz große Aufregung. Ich brauchte kein Kommando, um ihn schließlich wieder anzuleinen. An diesem Tag entstanden die beigefügten Fotos. Drago hat seither kein Problem mehr mit dunklen Röhren und ähnlichen Durchgängen. Er ist jetzt genauso cool wie die anderen Rudelgefährten. Ich bin froh, dass ich denen diese Übung bereits im Welpenalter beibringen konnte, bei weit weniger als 30 kg!</p>
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		<title>Haftung des Tierarztes</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 12:40:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Autor: Frank Richter, Rechtsanwalt Der vorliegende Artikel versucht einen Überblick über die Haftung von Tierärzten zu geben. Es bleibt aber darauf hinzuweisen, dass hier die Umstände des Einzelfalls und deren Nachweisbarkeit von entscheidender Bedeutung sind. Der geneigte Leser sei gewarnt: die Lektüre dieses Artikel kann und will kompetenten Rechtsrat im Einzelfall nicht ersetzen, sie soll [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207652.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6" title="recht" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207652-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><em>Autor: Frank Richter, Rechtsanwalt</em></p>
<p>Der vorliegende Artikel versucht einen Überblick über die Haftung von Tierärzten zu geben. Es bleibt aber darauf hinzuweisen, dass hier die Umstände des Einzelfalls und deren Nachweisbarkeit von entscheidender Bedeutung sind. Der geneigte Leser sei gewarnt: die Lektüre dieses Artikel kann und will kompetenten Rechtsrat im Einzelfall nicht ersetzen, sie soll lediglich einen Überblick über die Problematik geben und so zum rechtzeitigen Gang zum Anwalt ermuntern.<span id="more-8"></span></p>
<p>Die Haftung von Tierärzten ist ein weites Feld. Die bekanntesten Felder sind fehlerhafte Ankaufs- bzw. Verkaufsuntersuchungen, missglückte Operationen, Fehldiagnosen und Falschbehandlungen.</p>
<p>Die Haftung im Rahmen von Ankaufs- bzw. Verkaufsuntersuchungen behandelt der Autor in einem gesonderten Beitrag.</p>
<p>Vorliegend sollen die Haftungsprobleme im Alltagsgeschäft veranschaulicht werden. Sodann soll auf Möglichkeiten der Haftungsreduktion eingegangen werden.</p>
<p>Das größte Problem der Tierarzthaftung ist jedoch der Nachweis, dass der Tierarzt einen Fehler gemacht hat und sich dieser Fehler schadensstiftend ausgewirkt hat.Dieses Problem ist in einem Beitrag nicht erschöpfend zu behandeln, da hier die Umstände des Einzelfalles entscheidend sind. Denn letztendlich muss dem Tierarzt in einem Gutachten sein Fehler und dessen Wirkung unter weitestgehendem Ausschluss anderer möglicher Ursachen für den Schaden nachgewiesen werden.</p>
<p>Wer einen Tierarzt bestellt, schließt mit ihm einen Vertrag über eine Leistung, die der Tierarzt zu erbringen und der Auftraggeber zu bezahlen hat. Die Höhe des Honorars richtet sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Eine Schriftform des Vertrags ist nicht notwendig. Er kommt sogar stillschweigend zustande.</p>
<h2>Die Aufklärung</h2>
<p>Zunächst hat der Tierarzt die Pflicht den Eigentümer über das mit dem Eingriff verbundene Risiko ordnungsgemäß aufzuklären, da der Eigentümer als Einziger das Recht hat, Eingriffe in Körper des Tieres zu erlauben. Eine Verpflichtung des Tierarztes, unaufgefordert über alle Risiken einer Operation aufzuklären, besteht jedoch nicht (OLG Karlsruhe, Urteil vom 11.08.1980, 6 U 232/79), denn auf die Pflicht des Tierarztes, den Auftraggeber über die Gefahren einer Operation aufzuklären, sind die Grundsätze über die ärztliche Aufklärungspflicht in der Humanmedizin nicht anwendbar (BGH, Urteil vom 18.3.1980, AZ: VI ZR 39/79).</p>
<h2>Behandlungsfehler</h2>
<p>Der Vertrag über eine Operation oder einen bestimmten Behandlungsschritt eines Tieres ist ein Werkvertrag (OLG Karlsruhe, Urteil vom 11.08.1980, 6 U 232/79). Daher schuldet der Tierarzt hier einen Erfolg. Nach anderer Ansicht (insb. aus der Literatur) liegt hier jedoch nur ein Dienstvertrag vor, so dass der Tierarzt nur die sachverständige Durchführung, nicht jedoch einen Heilerfolg schuldet. Eine einheitliche Linie ist hier noch nicht gefunden, zumal es auch Zwischenstufen und Ausnahmen mit Rückausnahmen in der Literaturmeinung gibt. Kriterium ist in der Regel, wie konkret der Auftrag war und wie Sicher der Erfolg einer Maßnahme ist, ob hier die ärztliche Kunst oder eine handwerkliche Fähigkeit entscheidend ist.</p>
<p>Schadensersatzansprüche können entstehen, wenn ein Eingriff nicht medizinisch indiziert ist, wenn der Tierarzt nicht die sicherste und risikoärmste Vorgehensweise gewählt hat oder wenn der Eingriff nicht lege artis, also nach den anerkannten Regeln der medizinischen Lehre und Praxis durchgeführt worden ist. Allerdings kann es dem operierenden Tierarzt nicht als pflichtwidriges Verhalten angelastet werden, wenn er unter mehreren Behandlungsmöglichkeiten eine bestimmte, möglicherweise risikoreichere Methode wählt, sofern er sie lege artis ausführt.</p>
<p>Trotz enormer Fortschritte in der Medizin sind auch die heutigen Narkoseverfahren nicht risikofrei. Deshalb muss der Tierarzt den Tiereigentümer über die Risiken der Narkose besonders aufklären und seine Einwilligung einholen. Ergeben sich durch die Untersuchung des Hundes vor der Narkose Befunde, die auf ein besonderes Narkoserisiko hinweisen, muss der Tierarzt seine Aufklärung auf dieses besondere Risiko erstrecken.</p>
<p>Der Tierarzt hat bei einer Infusion zu beachten, dass er das erfolgversprechendste und risikoärmste Verfahren wählt. Bei gleicher Wirksamkeit muss er das Medikament in einer ungefährlicheren Weise zuführen. Will der Tierarzt, obwohl keine strenge Indikation vorliegt, eine intravenöse Injektion durchführen, muss er den Hundeeigentümer gesondert aufklären und seine Einwilligung einholen. Für Zwischenfälle muss der Tierarzt eine Notfallapotheke griffbereit haben. Nach Beendigung der intravenösen Behandlung darf der Tierarzt den Hund nicht sofort verlassen, sondern muss es zumindest einige Minuten lang beobachten (OLG Frankfurt, 8 U 43/85).</p>
<p>Ein Tierarzt kann jedoch nicht für alles verantwortlich gemacht werden. Geht ein Tier, dem wegen Erkrankung der Atmungsorgane eine Terosot-Spritze verabreicht wurde, aufgrund einer Unverträglichkeitsreaktion an einem anaphylaktischen Schock ein, trifft den behandelnden Tierarzt hierfür keine Verantwortung (OLG Oldenburg, Urteil vom 13.05.1997). Auch muss sichergestellt sein, dass nicht andere, durch den Tierarzt nicht beeinflussbare Faktoren, den Schaden hervorgerufen haben.</p>
<h2>Mangelbeseitigung</h2>
<p>Im Fall eines Mangels – dessen Vorliegen sich nach dem anzuwendenden Maßstab des Werk- oder Dienstvertragsrechts richtet – muss der Eigentümer vom Tierarzt zunächst die Mängelbeseitigung verlangen.</p>
<p>Hierfür sollte man eine Frist setzen und androhen, dass nach fruchtlosem Fristablauf die Nacherfüllung abgelehnt wird. Wie lange die Frist sein muss, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Dringende Korrekturen sind sofort vorzunehmen. In Notfällen kann daher auf eine Fristsetzung auch verzichtet werden.</p>
<p>Nun ist zum Einen bei so manchem Operationsfehler nicht mehr viel zu retten. Zum Anderen verliert der Eigentümer bei einem solchen einschneidenden Fehler schnell jegliches Vertrauen in das Können des Tierarztes.</p>
<p>Es kann daher in gravierenden Fällen davon ausgegangen werden, dass besondere Umstände im Sinne des Gesetzes vorliegen, die den sofortigen – also ohne vorherige Fristsetzung möglichen – Rücktritt bzw. die sofortige Minderung rechtfertigen.</p>
<p>Andererseits kann in einem solchen Fall manchmal eine weitere Operation den Mangel beheben oder abmildern, da das Tier noch in der Tierklinik befindlich ist und schnell geholfen werden kann, ohne das Tier erst noch transportieren zu müssen.</p>
<p>Alle Nachbesserungen hat der Eigentümer dann aber nicht zu bezahlen. Der Eigentümer bezahlt lediglich die Maßnahme, die er in Auftrag gegeben hat. Der zusätzliche Aufwand geht zu Lasten des Tierarztes, der die Schlechtleistung erbracht hat.</p>
<p>Wenn der Tierarzt innerhalb der gesetzten Frist den Mangel nicht behoben hat, kann der Eigentümer die Mangelbeseitigung nach Fristablauf ablehnen und einen anderen Tierarzt beauftragen. Die dadurch entstehenden Kosten kann der Eigentümer von dem verursachenden Tierarzt zurückverlangen.</p>
<p>Keine Haftung besteht hinsichtlich der Unterhaltskosten während der Genesung sowie für die „entgangene Lebensfreude“ des Eigentümers, weil er seinem Hund nicht spazieren gehen konnte. Die Rechtsprechung sieht in den Unterhaltskosten so genannte „Sowieso- /Ehdo-Kosten“, die in jedem Fall entstanden wären (im Dialekt „eh do“) wären, unabhängig davon, ob das Tier gesund oder krank ist. Der Eigentümer hätte das Tier in jedem Fall unterhalten müssen.</p>
<p>Hinsichtlich des Nutzungsausfalles stellt die Rechtsprechung darauf ab, ob es sich um Sachen handelt, auf deren ständige Verfügbarkeit der Berechtigte für die eigenwirtschaftliche Lebenshaltung typischerweise angewiesen ist. Ist das der Fall, besteht ein erstattungsfähiger Vermögensschaden. Das bedeutet, dass ein Verdienstausfallschaden bei einem beruflich genutzten Tier während der Krankheit zu erstatten ist, nicht jedoch der entgangene Spaß bei einem privat genutzten Hund.</p>
<h2>Schadenersatz</h2>
<p>Dem Eigentümer steht aus dem Vertragsverhältnis mit dem Tierarzt ein Anspruch auf Ersatz des durch eine fehlerhaften Behandlung eines Hundes entstandenen Schadens in Form der Kosten für weitere tierärztliche Behandlung, Medikamente und Röntgenaufnahmen zu.</p>
<p>Wenn es nach einer Behandlung durch den Tierarzt zu Schäden am Hund kommt, kann es geboten sein, die Ursachen der Schäden im gerichtlichen Verfahren durch ein Sachverständigengutachten aufzuklären. Der Eigentümer trägt die Beweislast dafür, dass eine Pflichtverletzung des Tierarzt zu dem behaupteten Schaden geführt hat.</p>
<h2>Die Begrenzung der Haftung</h2>
<p>Wie gesehen ist die Haftung des Tierarztes theoretisch sehr weit, und wird meist nur durch Beweisprobleme beschränkt. Daher versuchen viele Tierärzte diese Unwägbarkeiten von vorneherein auszuschließen.</p>
<p>Der Versuch durch die Verwendung allgemeiner Behandlungsbedingungen die Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu begrenzen ist zwar begreiflich, wird jedoch vom BGH seit Menschengedenken vereitelt. Da der Auftrag ja gerade auf eine fehlerfreie Behandlung gerichtet ist und es nicht zulässig sein kann durch AGB ausgerechnet die Haftung für die geschuldete Hauptleistung auszuschließen, gehen solche Versuche jedoch regelmäßig schief.</p>
<p>Vorgedruckte Verträge – auch Muster aus Zeitschriften – gelten nach ständiger Rechtsprechung des BGH immer als AGB, auch wenn der Verwender sich die Mühe gemacht hat, den Vertrag abzuschreiben.</p>
<p>Als Ausweg wird Tierärzten häufig empfohlen, durch Individualvereinbarungen die Haftung für die einfache Fahrlässigkeit auszuschließen oder doch zumindest zu begrenzen, da grundsätzlich derartige individuell gefasste Vereinbarungen auf Grund des Vorranggebotes auch von den Gerichten anerkannt werden. Das Problem an diesem Rat ist nur, dass der Weg zum Nachweis einer Individualvereinbarung derart schwierig ist, dass der Tierarzt voraussichtlich nicht beweisen kann, eine derartige Vereinbarung mit dem Auftraggeber geschlossen zu haben. Nach ständiger Rechtsprechung wird hier nicht nur ein bloßes Verhandeln, vielmehr ein „zur Disposition stellen“ jeder einzelnen Vertragsklausel gefordert. Der Tierarzt wird außerdem nachzuweisen haben, dass es dem Auftraggeber möglich war, entscheidend auf Haftungsausschluss bzw. Haftungsbegrenzung Einfluss zu nehmen. Da dieses Hindernis auch nicht dadurch übersprungen werden kann, dass sich der Tierarzt durch einen (vorformulierten) Text bestätigen lässt, dass die Haftungsklausel individualvertraglich vereinbart wurde, wird eine solche Empfehlung meist nicht weiterhelfen.</p>
<p>Zudem ist eine Klausel, die ausgerechnet zentrale Vertragspflichten ausschließt, auch individualvertraglich nicht unbedingt zulässig.</p>
<p>Ebenso unsicher ist es, eine summenmäßigen Begrenzung der Haftung, etwa auf die Höhe der Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung im Rahmen der allgemeinen Haftungsbedingungen, zu vereinbaren. Falls nämlich die Haftungssumme nicht dem regelmäßig zu erwartenden Schadensverlauf entspricht, führt auch eine Haftungsbegrenzung nach der ständigen Rechtsprechung des BGH nicht zum Ziel.</p>
<p>Soweit die Verjährungsfrist in den Allgemeinen Behandlungsbedingungen auf unter ein Jahr verkürzt wird, ist eine derartige Klausel unwirksam.</p>
<p>Daher sind auch hier nicht viele Spielräume gegeben. Die wenigen Vorhandenen kann der Tierarzt aber durchaus nutzen.</p>
<p>Eine Rechtsschutzversicherung kann die nicht unerheblichen Prozessrisiken, die durch die Notwendigkeit von Gutachten ggf. verschärft werden, abfedern.</p>
<p>Fragen zu diesem Beitrag beantwortet der Verfasser nur im Rahmen eines Mandates.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Frank Richter<br />
Rechtsanwalt<br />
<span>Kastanienweg 75a</span><br />
<span>69221 Dossenheim</span><br />
Tel.: +49 &#8211; <span>(0)6221/727-4619</span><br />
Fax: +49 &#8211; (0) <span>6221/727-6510</span></p>
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		<title>Hundezüchterin muss an lesbische Frau zahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 13:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Autor: Frank Richter, Rechtsanwalt Eine Hundezüchterin aus Schweden muss Schmerzensgeld zahlen, weil sie einer lesbischen Frau einen Welpen nicht verkaufen wollte. Die Züchterin wurde zur Zahlung von umgerechnet 2100,00 Euro an die Frau verurteilt. Die Klägerin hatte einen jungen Hund kaufen wollen, der per Inserat angebotenen worden war. Als der Züchterin bei dem Telefonat klar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207652.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6" title="recht" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207652-150x150.jpg" alt="recht" width="150" height="150" /></a><em>Autor: Frank Richter, Rechtsanwalt</em></p>
<p>Eine Hundezüchterin aus Schweden muss Schmerzensgeld zahlen, weil sie einer lesbischen Frau einen Welpen nicht verkaufen wollte. Die Züchterin wurde zur Zahlung von umgerechnet 2100,00 Euro an die Frau verurteilt.</p>
<p><span id="more-17"></span>Die Klägerin hatte einen jungen Hund kaufen wollen, der per Inserat angebotenen worden war. Als der Züchterin bei dem Telefonat klar wurde, dass die potenzielle Käuferin mit einer Frau zusammenlebt, verweigerte sie den Verkauf und erklärte das lesbische Paar für ungeeignet zur Hundehaltung.</p>
<p>Die Abgewiesene zeigte die Züchterin beim schwedischen Ombudsmann gegen sexuell bedingte Diskriminierung an, der den Fall vor Gericht brachte.</p>
<p>Auch nach dem deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wäre so etwas möglich. Auch das deutsche Gesetz greift in nahezu allen Lebensbereichen, auch beim Tierkauf, ein. Bei der Ablehnung eines Kaufinteressenten sollte dies beachtet werden.</p>
<p>Das Gesetz bringt einen sehr viel weiter reichenden Diskriminierungsschutz als das bisher geltende Recht. Dieser Schutz gilt hinsichtlich Rasse, Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, sexueller Orientierung, Alter und Geschlecht.</p>
<p>Fühlt sich jemand benachteiligt und macht er eine Benachteiligung glaubhaft, muss der, dem die Diskriminierung vorgeworfen wird, beweisen, dass eine Diskriminierung i. S. d. Gesetzes nicht vorliegt, diese so genannte Beweislastumkehr bringt daher erhebliche Gefahren mit sich.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Frank Richter<br />
Rechtsanwalt<br />
<span>Kastanienweg 75a</span><br />
<span>69221 Dossenheim</span><br />
Tel.: +49 &#8211; <span>(0)6221/727-4619</span><br />
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