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	<title>Hunde.com Magazin &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Aktuelles rund um den Hund</description>
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		<title>Hundewald-Harz, Wildemann ~ erster Hundewald im Harz</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 20:08:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Die Idee hatte ich im Frühjahr 2006: Der Harz könnte ein besonders attraktives Urlaubs- und Ausflugsziel für Hundehalter sein. Was stört: - &#8220;Brut- und Setzzeit&#8221; bedeutet in Niedersachsen vom 1.4.-15.7. Leinenzwang. - Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenzwang. - Besondere [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2008_06_01_glana_dsc_5194_560x420.jpg" alt="" width="336" height="213" /></p>
<p style="text-align: left;">Die Idee hatte ich im Frühjahr 2006: Der Harz könnte ein besonders attraktives Urlaubs- und Ausflugsziel für Hundehalter sein.</p>
<p>Was stört:</p>
<p>- &#8220;Brut- und Setzzeit&#8221; bedeutet in Niedersachsen vom 1.4.-15.7. Leinenzwang.<br />
- Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenzwang.<br />
- Besondere Gefahr für Hunde geht von Luchsen und Wildschweinen aus.<br />
- Weiträumige, unzugängliche Waldgebiete machen allein das Weglaufen und sich Verirren zur tödlichen Falle.</p>
<p>Lösung all dieser Probleme: In erwanderbarem Abstand errichtet man je ein 2 m hoch eingezäuntes, entwildetes Freilauf-Areal (&#8220;Hundewald&#8221;), wo mit dem abgeleinten Hund gespielt, geübt und getobt werden kann. <img title="Weiterlesen..." src="http://www.hunde.com/blog/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><span id="more-33"></span>Wünschenswert ist ein Netz von Wanderwegen mit solchen Freilauf-Arealen. Das wäre für die Region ein touristisches Alleinstellungsmerkmal und Anreiz für viele Hundebesitzer, den Urlaub im Harz zu verbringen. Die Touristen mit Hund wären glücklich und  den Hunden und unserer Gesellschaft hätte man etwas Gutes getan,  denn ausgelastete Hunde sind meist friedliche Hunde. Außerdem würde das Wild geschont, da eine Lenkung und Konzentration der Touristen mit Hund auf diese Areale ökologisch sensible Gebiete entlasten würde.</p>
<p style="text-align: left;">Drei Jahre später ist es soweit: Das Freilauf-Areal Schwarzewald am Süd-Ende von Wildemann ist eröffnet, der erste Hundewald im Harz</p>
<p style="text-align: left;">Wir Wildemanner feiern. Wir feiern einen Zaun im Wald. Pünktlich zur Brut- und Setzzeit ist er nach einem anstrengenden Jahr Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder des &#8220;Hundefreunde Bergstadt Wildemann e. V.&#8221; fertiggestellt worden. Ein wiederverwendeter, fast 2 m hoher Wilddrahtzaun, dessen Teilstücke um Schonungen herum überflüssig geworden waren und demontiert wurden. Vorsicht: Kleinsthunde können noch durch den Zaun schlüpfen! Ein im unteren Viertel zusätzlich angebrachter, enger Maschendrahtzaun soll demnächst Abhilfe schaffen.</p>
<p style="text-align: left;">Freilauf-Areal Schwarzewald liegt oberhalb des Wildemanner Harzklub Wanderheims in einem stillgelegten Steinbruch am südlichen Ortsausgang von Wildemann (Richtung Bad Grund / Clausthal-Zellerfeld). Vom Parkplatz des Wanderheims direkt an der &#8220;Innersten&#8221; zweigt der Hundewald-Weg etwa 50 m jenseits der Brücke von der Zufahrt zum Wanderheim links ab. Ab da wird es steiler. Behindertengerecht ist der Weg leider nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Dieses Hundewald-Areal bietet mehr als nur Freilauf. Hier bekommt der Hund Natur geboten, Verstecke und Suchmöglichkeiten, Gras und Waldboden unter den Pfoten, Stauden, Gebüsche, Bäume und saubere Pfützen nur mit Regenwasser. Dazu das Gefühl von Freiheit, denn der Zaun ist nicht immer in Sichtweite. Eine gute Gelegenheit, die Bindung zwischen Hund und Hundeführer zu testen, den Gehorsam zu überprüfen und zu verbessern. Idyllisch im Kessel eines alten Steinbruchs gelegen, lädt das Freilauf-Areal Schwarzewald Herrchen und Frauchen zum spielen mit den Vierbeinern ein. Auf einem offen gehaltenen Eingangs-nahen Abschnitt kann man gut Spielzeug werfen und apportieren lassen. Aber auch das friedliche Miteinander unter Hunden ist wichtig. Sofern man nicht zu einer außergewöhnlichen Uhrzeit anreist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht als erster ankommt. Hunde, die gerne mit anderen spielen oder sie ignorieren, dürfen dann weiter frei sein. Es macht nicht nur den Hunden Spaß, sich in vollem Galopp zu jagen, zu fangen und zu kabbeln. Auch den Zuschauern ist die Freude an der gezeigten Lebensfreude der Hunde anzusehen. Nur Hunde, die rumstänkern, ständig auf andere aufreiten oder kämpfen wollen, müssen leider streng unter Kontrolle gebracht und gehalten werden. Auch im Hundewald-Harz gilt: Halter haften für ihre Hunde!</p>
<p style="text-align: left;">Groß ist das Freilauf-Areal Schwarzewald nicht. Nur etwa 0,5 ha, was aber den Vorteil bietet, dass ein absolut nicht hörender Hund gut wieder eingefangen werden kann. Dass hier ein Hund mit Leine abhaut, sich in einem Gebüsch verstrickt und dort verendet, wie es außerhalb leider gelegentlich vorkommt, kann hier nicht passieren. Wer gerne eine längere Harz-Wanderung machen möchte, ist aber gerade zur Brut- und Setzzeit gut beraten, seinen Hund hier erst einmal abzureagieren. Danach wird er willig an durchhängender Leine den aus Hundesicht totlangweiligen Spaziergang mitmachen. Im gesamten Nationalpark gilt ganzjährig Leinenpflicht.</p>
<p style="text-align: left;">Bereits an den ersten Tagen nach der Eröffnung und Bekanntmachung wurde der Hundewald zu einem gut frequentierten Ausflugsziel für -zig Hundler aus der Region und von weiter weg. Die Besucher hatten z. T. mehrstündige Autofahrten in Kauf genommen, um den Hundewald zu besuchen. Dessen Nutzung ist kostenlos und rund um die Uhr möglich. Der Verein bittet darum, Hundekot immer gleich in Tütchen zu beseitigen, damit der Boden für alle Besucher und Hunde angenehm bleibt. Tütchen sind gratis verfügbar. Mülleimer stellt und pflegt der Verein. Die meisten Besucher, die ich sprach, erklärten, es sei sicher nicht das letzte Mal gewesen, dass sie den Hundewald-Harz besuchten. Sie fänden die Idee super und hätten hier mit ihren Vierbeinern viel Spaß.</p>
<p style="text-align: left;">Weitere Infos zum Hundewald-Harz findet man auf</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.hundewald-harz.de">www.hundewald-harz.de</a></p>
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		<title>Leishmaniose &#8211; wie groß ist das Risiko in Deutschland?</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2007/11/leishmaniose-risiko-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 13:56:29 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10° C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/leishmaniose.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-19" title="Gefahr im Gebiet Deutschland" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/leishmaniose-219x300.jpg" alt="Gefahr im Gebiet Deutschland" width="219" height="300" /></a><em>Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin</em></p>
<p>Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10° C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken nur im mediterranen Ausland verbreitet sind und Hunde daher auch nur dort gefährdet sind, sich mit der Leishmaniose anzustecken.<span id="more-18"></span></p>
<p>Dr. Torsten Naucke vom Institut für Zoologie der Universität Stuttgart Hohenheim konnte in den letzten Jahren nun auch in Deutschland Sandmücken nachweisen. Und zwar in größerer Anzahl sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. „Trotzdem ist das Risiko, dass sich ein Hund hierzulande mit Leishmaniose infiziert, derzeit noch sehr gering“, sagt Dr. Naucke. Bis heute sind überhaupt erst 11 in Deutschland übertragene Leishmaniose-Fälle vermutet bzw. nachgewiesen: ein Kleinkind, ein Pferd, eine Katze und acht Hunde (siehe Karte)</p>
<p>Gleichzeitig schätzt Dr. Naucke die Anzahl Leishmaniose-infizierter Hunde, die aus dem Ausland importiert wurden und nun in Deutschland leben, auf rund 10 &#8211; 20 Tausend. „Damit haben wir also nicht nur den Überträger, sondern auch den Erreger der Leishmaniose in Deutschland, so dass wir die Möglichkeit einer Übertragung nicht ganz ausschließen dürfen“, erklärt Dr. Naucke. Beruhigend sind Studien, die zeigen, dass moderne Medikamente vor einer Übertragung der Leishmaniose schützen. So konnte in Süditalien, wo die Leishmaniose bereits ein konkretes Problem darstellt, die Ansteckungsrate bei Hunden durch eine monatliche Anwendung des Floh- und Zeckenschutzpräparates Advantix (Bayer) von 10 % auf 1 % gesenkt werden. Das heißt, auch wenn das Risiko einer Ansteckung mit der Leishmaniose hierzulande in Zukunft steigen sollte, steht mit Advantix ein nachgewiesenermaßen effektives Mittel zum Schutz des Hundes zur Verfügung.</p>
<p>Zur Abbildung: Klimakarte Deutschland (2001-2005). Das Klima in Regionen mit Temperaturen &gt; 10° C ist als mediterran einzustufen. Markiert sind Fundorte von Sandmücken (Phlebotomus perniciosus und Phlebotomus mascittii) sowie vermutete und nachgewiesene Leismaniose-Fälle bei Patienten, die niemals im Ausland waren.</p>
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		<title>Babesiose: Übertragungszeit bei männlichen Zecken unter 12 Stunden</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 13:48:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin Viele Tierhalter entdecken Zecken auf ihrem Hund erst, wenn diese sich bereits festgebissen haben. Dann aber kann es schon zu spät sein und der Erreger der „Hundemalaria“ wurde bereits übertragen. Derzeit einziger Schutz sind repellierende Anti-Zecken-Mittel (z. B. Advantix von Bayer) die Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten und/oder einen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207564.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24" title="Auwald Zecke" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207564-300x243.jpg" alt="" width="167" height="135" /></a><em>Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin</em></p>
<p>Viele Tierhalter entdecken Zecken auf ihrem Hund erst, wenn diese sich bereits festgebissen haben. Dann aber kann es schon zu spät sein und der Erreger der „Hundemalaria“ wurde bereits übertragen. Derzeit einziger Schutz sind repellierende Anti-Zecken-Mittel (z. B. Advantix von Bayer) die Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten und/oder einen Saugakt von vorn herein verhindern.<span id="more-23"></span></p>
<p>Normalerweise werden die Erreger der Babesiose, der so genannten „Hundemalaria“, von infizierten Auwald-Zecken erst nach 72 Stunden übertragen. Wird ein Hund von einer männlichen Auwald-Zecke befallen, kann er unter Umständen aber bereits innerhalb von nur 12 Stunden infiziert werden. So das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Prof. Dr. Eberhard Schein vom Institut für Parasitologie der FU Berlin kürzlich im Rahmen eines parasitologischen Fachgespräches vorgestellt hat. Ziel der Studie war es, zu ermitteln, wie schnell Zecken die Erreger der Babesiose auf Hunde übertragen können, um Tierhaltern konkrete Empfehlungen für einen sinnvollen Zeckenschutz zu geben.</p>
<p>Die mögliche Übertragungszeit von unter 12 Stunden erklärt sich folgendermaßen: Auf der Suche nach Weibchen suchen männliche Auwald-Zecken nach einem ersten Wirtstier oft noch ein zweites Tier auf. Die Entwicklung infektiöser Babesien-Stadien, die aktiviert wird, wenn eine Zecke auf einen Wirt trifft, findet dann bereits auf dem ersten Tier statt. Wechselt die Zecke anschließend auf einen Hund, kann sie diesen umgehend mit dem ersten Stich infizieren.</p>
<p>Da Hundehalter Zecken auf ihrem Hund meist erst dann ausmachen können, wenn diese bereits festgebissen sind, ist es umso wichtiger, einen Zeckenschutz zu wählen, der einen Saugakt von vorn herein verhindert und die Parasiten gleichzeitig abtötet (repellierender Effekt). Dies ist derzeit der einzige Schutz, der einer Übertragung von Babesiose-Erregern best möglich vorbeugen kann.</p>
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		<title>Die Rettungskläffer aus dem Collieclan</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2006/09/die-rettungsklaffer-aus-dem-collieclan/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2006 13:01:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Do, 28.9.06, vormittags Folgende Mail über den bei mir geborenen, jetzt eineinhalb Jahre alten Amerikanischen Collie Clairence verpasste mir einen Riesenschreck: &#8220;Hallo Gudrun, gestern 27.09. ist uns Clairence zwischen Niedernwöhrn und Pollhagen bei Stadthagen in Schaumburg (NS) panisch entlaufen. Bitte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a></p>
<h2>Do, 28.9.06, vormittags</h2>
<h2><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26" title="img207101_2" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_2-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></h2>
<p>Folgende Mail über den bei mir geborenen, jetzt eineinhalb Jahre alten Amerikanischen Collie Clairence verpasste mir einen Riesenschreck:</p>
<p>&#8220;Hallo Gudrun,</p>
<p>gestern 27.09. ist uns Clairence zwischen Niedernwöhrn und Pollhagen bei Stadthagen in Schaumburg (NS) panisch entlaufen. Bitte sei so lieb und starte eine Suchaktion. Die Polizei, Tasso und das Tierheim in Stadthagen wissen bescheid. Ich melde mich jetzt schon bei dir, weil ich denke, um so eher um so größere Chancen haben wir ihn zu finden. Ich habe am Kanal in Niedernwöhrn eine Decke an den Platz gelegt, wo ich geparkt habe. Ich hoffe er findet dorthin zurück und riecht uns. Sollte jemand Clairence finden&#8230;&#8221;<span id="more-25"></span></p>
<p>Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Vor 10 Tagen hatte ich ihn noch beim Fox-Lions-Collie-Verwandtschaftstreffen dabei. Mein lieber Clairence, der über 4 Monate bei mir lebte und als letzter von 9 C-Wurf-Geschwistern ins neue Zuhause abgeholt wurde. Inzwischen ist er mehrmals erfolgreich ausgestellt worden &#8211; ein schöner, großer Collie-Rüde mit angenehm sanftem Charakter. Er hatte sich wie wir so über das Wiedersehen gefreut und jetzt das. Außerdem vermissen wir bereits im Raum Heidelberg seit dem 14. Juli 2006 eine Wurfschwester&#8230;</p>
<p>Ich rief Clairence Frauchen an, ließ mir den Ablauf genau schildern. Man war mit Kollegen und deren Hunden in einem Gebiet etliche km von Clairence Zuhause entfernt zum 1. Mal spazieren gegangen. Mitten aus dem Spiel mit den anderen Hunden heraus, galoppierte er plötzlich ohne irgendeinen ersichtlichen Grund panisch auf und davon. Wahrscheinlich war er in ein Erd-Wespen-Nest getreten. Solche Fälle häufen sich ja gerade um diese Jahreszeit.</p>
<h2>Do, 28.9.06, mittags</h2>
<p>Ich mailte alle 4 Familien an, die im Raum Hannover einen Collie aus meiner Zucht haben und bat um Hilfe. Sie könnten doch bitte mit ihrem Collie im angegebenen Gebiet einen Spaziergang machen und ihren Hund möglichst viel freudig bellen lassen, um das verloren gegangene Familienmitglied anzulocken.</p>
<h2>Do, 28.9.06, abends</h2>
<p>Leider bestand die bis zum Abend einzige Reaktion auf meine Mail-Aktion in einer telefonischen Absage mit Begründung. Ich beschloss, mich im nächsten Tageslicht selbst an der Suche zu beteiligen und zwar mit Unterstützung von 4 Rudelmitgliedern: Clairence Mama Belana und die Schwestern Arabelle, Ballota und Chandra wollte ich mitnehmen. Gegen Anjin sprach der dicke Bauch. Unser F-Wurf ist unterwegs und soll auf keinen Fall gefährdet werden. Papa Aron und Bruder Anders sollten zu Hause bleiben, um Anjin Gesellschaft zu leisten. Außerdem sind 4 Hunde in einem PKW schon eine ganze Menge.</p>
<p>Mein Mann kam von der Arbeit und war von meinem Plan gar nicht begeistert. Er verwies auf die schlechte Sicherung meiner Hunde auf der Fahrt, wie ich sie mir vorstellte. Nein, dann wolle er lieber fahren und ich könnte im Notfall auf die Hunde einwirken. Er nahm sich einen Tag Urlaub dafür, wollte dann aber auch möglichst bereits in der Frühdämmerung mit der Suche beginnen.</p>
<p>Ich besprach unseren Plan mit beiden Clairence-Frauchen. Nica konnte sich einen Tag frei nehmen und mitmachen, ab 6-7 Uhr früh, kein Problem, aber Tina müsse wohl arbeiten, könne höchstens kurz mitmachen. Eigentlich sei man ja auch mit Freunden und deren Hunden schon überall gewesen, hätte gerufen, bellen lassen &#8211; nichts. Da Clairence jedoch bereits mehrfach gesehen worden war, wussten wir ungefähr, in welchem Waldgebiet er sich noch befinden müsste.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 4:00 Uhr</h2>
<p>Aufstehen, Kaffee als Frühstück. Aron, Anders und Anjin eine Viertelstunde ausgeführt. Trockenfutter eingepackt, den 4 eingeplanten Helfern Halsbänder und Leinen angehakt und dann runter ins Tal zu den Autos. Getränkekästen in den Zweitwagen umgeladen, so dass die 4 Helfer genug Platz zum Liegen in unserem größeren Fahrzeug hatten. &#8220;Einsteigen, Autofahren!&#8221;.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 7:15 Uhr</h2>
<p>Ankunft bei Clairence zu Hause. Herzliche Begrüßung. Ausdruck von Lageplänen bzw. wenig detaillierten Karten des Suchgebietes. Besser als nichts.</p>
<p>Ganz doll loben muss ich an dieser Stelle die Bewohner der umliegenden Gemeinden, die direkt an den ersten beiden Tagen Tina anriefen, um Bellzeichen und Sichtkontakt zu melden, die helfen wollten und dies z. T. mit Taschenlampen im Dunkeln auch noch versucht haben. Dank ihrer Hilfe konnte ein recht überschaubares Suchgebiet definiert werden.</p>
<p>Austausch von Handy-Nummern und Vergleich von Uhrzeiten. Bunte A4-Zettel in die Fahrzeugscheiben geklebt, die andere Menschen an den geparkten Autos aufklären sollten über Clairence Verschwinden. Erste Strategie-Diskussion. Start mit 4 Personen, 4 Handys, 3 PKWs und 5 Hunden, weil die kleine Terrierhündin Ida auch mitkommen sollte. Mein Mann Thomas übernahm den Wohnbus von Clairence Frauchen, so dass ich ab jetzt doch mit meinen 4 Collies alleine in unserem Auto fuhr.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:00 Uhr</h2>
<p>Um sich mit möglichst vielen Autos im Suchgebiet verteilen zu können, Halt an Tinas Arbeitsplatz, wo sie ihren Kleinwagen stehen hatte. Sie durfte sich diesen Tag frei nehmen! Fortsetzung der Fahrt mit 4 Personen in 4 PKWs. Zwischenstopps zum Aushängen von bunten A4-Zetteln an Wanderkarten.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:25 Uhr</h2>
<p>2. Strategie-Diskussion an einem Parkplatz, der sich bereits im anvisierten Suchgebiet befand. Tina verließ uns als erste auf einem Forstweg weiter in den Wald hinein. Sie wollte ihren Kleinwagen offen stehen lassen, damit Clairence, falls er vorbei kommen sollte, einsteigen könnte. Der Wohnbus sollte am Parkplatz bleiben.</p>
<p>Wir fanden am Wegesrand unter Bäumen eine fast 4 cm lange Hornisse, die mit klammen Flügeln noch flugunfähig über den Boden krabbelte. Wenn sich ein solches Tier bedroht sieht, weil z. B. ein Hund auf sie tritt, kann ich mir vorstellen, dass ein Stich mit weit mehr Gift als bei einer Wespe folgt, der bei einem Hund Panik auslösen kann.</p>
<p>Niemand soll sagen, in eine solche Situation könne er mit seinem Hund nie kommen! Clairence Besitzerinnen hatten sich das bis dahin auch nicht vorstellen können.</p>
<p>Bei Clairence ist die Bindung zu seinen Frauchen eigentlich sehr gut, so dass er immer und überall abgeleint geführt werden kann. Allerdings hatte er wohl in dem Moment die Flucht ins Auto vor, war auf den Parkplatz zurück gefegt, wo ihn jemand gesehen hat. Die Lehm-Abdrücke seiner Pfoten waren noch am Freitag deutlich zu sehen, wo er versuchte, den Wagen zu öffnen. Er soll dann mehrfach um den Wagen geflizt sein, es immer wieder versucht haben und schließlich in heimatlicher Richtung den Kanal entlang gesaust sein. Nun ist ein Collie keine Brieftaube und &#8220;Lassie&#8221; eben doch ein Märchen. Sonst wäre er spätestens über Nacht zu Hause angekommen. Er muss also irgendwann umgedreht sein, um in diesem Waldgebiet nach seinen Frauchen zu suchen, wahrscheinlich ungefähr da, wo sie gemeinsam gelaufen sind.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:30 Uhr</h2>
<p>Tina rief an. Sie hatte ihren Wagen in einer matschigen Waldwiese festgefahren. Egal, zum dort lassen war er erst einmal weit genug weg.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:35 Uhr</h2>
<p>Tina rief an. Sie hatte ein jämmerlich weinendes Bellen aus der Entfernung vernommen. Selbst schon in Tränen aufgelöst und durch Empfangsstörungen schwer verständlich, gestaltete sich unsere Diskussion um die Änderung der Such-Strategie durchaus schwierig. Immerhin gab es jetzt eine Richtung und einen bestimmten Weg, zu dem wir mit den anderen 2 Fahrzeugen aufbrachen. Tina wollte sich zu Fuß rufend in die Richtung bewegen, aus der sie das Bellen zu hören meinte.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:00 Uhr</h2>
<p>Ankunft mit 3 Personen, 2 Fahrzeugen und 5 Hunden am verabredeten Weg an einem großen Acker neben dem Forst oberhalb des Mittelland-Kanals. Eine abgeschlossene Schranke versperrte uns die Durchfahrt. Wir beschlossen, ab hier zu laufen. Anruf bei Tina, um ihr die Absicht zu mitzuteilen.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:10 Uhr</h2>
<p>Wir steckten noch in der Diskussion darüber, wer genau welchen Weg mit welchen Hunden zu gehen hätte, als ich auf die Idee kam, mein Rudel schon einmal aus dem Auto zu lassen. Es war meine Absicht, die Tiere laut bellen zu lassen, um evtl. hier schon von Clairence gehört zu werden.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:15 Uhr</h2>
<p>Wir waren immer noch bei den Autos, gingen aber gerade los. Da sahen wir plötzlich aus dem Wald heraus über den großen Acker ein schmutzig braunes Tier galoppieren, direkt auf uns zu. &#8220;Da ist er ja!&#8221;, rief Nica und wir konnten es kaum fassen: Tatsächlich, es war ein schmutziger Collie. &#8220;Clairence, Clairence!&#8221; &#8211; das musste Clairence sein! Er begrüßte uns alle stürmisch, die Menschen wie die Hündinnen. Ich beeilte mich, ihm eine Leine anzuhaken. Jetzt, wo er nicht mehr galoppierte, fiel auf, dass er seine Pfoten ungleich belastete. Sie waren blutig wund gelaufen. Er fühlte sich extrem mager an, aber er war fit und wirkte weder verletzt, noch krank. Wir beeilten uns, Tina anzurufen. Ich ließ alle Hunde &#8220;Sitz&#8221; machen und verteilte händeweise Trockenfutter, dass besonders Clairence gierig verschlang.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, immer noch vormittags</h2>
<p>Tina brauchte eine ganze Weile, bis sie zu Fuß bei uns war. Sie sollte weiter rufen und es war wirklich interessant zu beobachten, dass sie schon fast bei uns war, bis wir und Clairence sie hörten. Wir fuhren mit 2 Fahrzeugen in die Nähe von Tinas Auto und versuchten vergeblich, es aus dem Lehm zu befreien. Wir fuhren zum nächsten Gehöft und fanden tatsächlich einen Trekker-Besitzer, der uns den Kleinwagen aus der Matsche schleppte. Selbst von oben bis unten Lehm-beschmiert, fuhren wir wenig später die Autos durch eine Waschstraße und kauften ein. Clairence Come Back musste gefeiert werden! Unser Sohn konnte per Handy dafür gewonnen werden, sich nach der Arbeit als Dogsitter für Anjin, Aron und Anders zur Verfügung zu stellen, so dass wir eine Übernachtung bei Tina und Nica einplanen konnten.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 15:00 Uhr</h2>
<p>Clairence wurde von seiner Tierärztin gründlich untersucht und bekam die Pfoten versorgt. Ihm fehlte weiter nichts. 4 kg hatte er durch die viele Bewegung abgenommen. Von Dienstag Abend bis Freitag früh hatte er nichts zu fressen bekommen. Bei ihm zu Hause legte er sich erst einmal schlafen. Für die anderen 5 Hunde bauten wir im Garten einen Agility-Parkours auf, den jeder der 5 mehrfach ablaufen durfte. Soweit wir nicht aktiv mit ihnen beschäftigt waren, konnten sie Jagdspiele miteinander spielen.</p>
<h2>Sa, 30.9.06 4:00 Uhr</h2>
<h2><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27" title="img207101_1" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></h2>
<p>Genug gefeiert und ungesunde Sachen konsumiert. Wir legten uns schlafen.</p>
<p>Mir beweist diese Erfahrung, wie wichtig es werden kann, wenn Hunde &#8220;gib Laut!&#8221; beherrschen &#8211; auch, wenn man sie sonst meist lieber leise hat. Hätte Clairence kleine Lebensgefährtin Ida dieses Kommando beherrscht, hätte man sicher bei den Suchaktionen in den 2 Tagen zuvor schon Erfolg gehabt. Fremde Hunde, wie der des Försters, der wohl zwischenzeitlich auch beim Suchen geholfen hat, interessieren einen gut sozialisierten Hund wie Clairence, der auf der Suche nach SEINER Familie war, überhaupt nicht.</p>
<p>Insofern wären außer direkten Verwandten sicher noch gute Freunde zum Heranbellen infrage gekommen, mehr aber auch nicht. Die menschliche Stimme ist einfach Mist, wenn es um akustische Reichweiten geht. So laut es geht gerufen, hatten die Suchenden natürlich auch immer.</p>
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