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	<title>Hunde.com Magazin &#187; Collie</title>
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	<description>Aktuelles rund um den Hund</description>
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		<title>Degenerative Myelopathie (DM) als Argument für die Hundezucht</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 04:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;unter Berücksichtigung der Genetik: Gentests helfen bei der Partnerwahl Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies &#8220;Er kommt hinten nicht mehr hoch!&#8221; Unter Tränen verabschiedet Claudia M. ihren geliebten Benny in den Hundehimmel. &#8220;Er ist doch noch gar nicht alt! Er hatte doch sonst nie was!&#8221; Ab ungefähr dem 8. Lebensjahr wird [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230;unter Berücksichtigung der Genetik: Gentests helfen bei der Partnerwahl</strong></p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/05/2013_04_29_DSC_0155.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-548" style="margin: 10px;" title="2013_04_29_DSC_0155" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/05/2013_04_29_DSC_0155-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>&#8220;Er kommt hinten nicht mehr hoch!&#8221; Unter Tränen verabschiedet Claudia M. ihren geliebten Benny in den Hundehimmel. &#8220;Er ist doch noch gar nicht alt! Er hatte doch sonst nie was!&#8221;</p>
<p>Ab ungefähr dem 8. Lebensjahr wird ein Ungeschickterwerden der Hinterläufe, Fehlhaltungen, ein schlurfender Gang und allgemeines Schwächerwerden der Hinterläufe beobachtet. Schließlich kann der Hund ohne Hüftunterstützung nicht mehr aufstehen. <span id="more-546"></span>Eine Zeit lang kann ein Rolli helfen, einen Hund mit zunehmend gelähmten Hinterläufen mobil zu halten. Der Besitzer lernt vielleicht noch, die Blase seines Hundes auszudrücken. Es gibt immer nur ein Schlechter, nie ein Besser. Sterben auf Raten, von hinten nach vorne. Schmerzlos, aber mit zunehmendem Pflegeaufwand und abnehmender Lebensqualität, da der Hund immer weniger tun kann. Dann versagen auch die Vorderbeine. Man kommt um das Einschläfern nicht herum. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Krankheit in vielen Hunderassen und dementsprechend auch bei Mischlingen stark verbreitet ist. Bekannt ist sie von Deutschen Schäferhunden, Pembroke Welsh Corgies, Hovawarten, Berner Sennenhunden, Collies, Siberian Huskys, Boxern, Rhodesian Ridgebacks und Chesapeake Bay Retrievern. Das Leben vieler Hunde könnte deutlich länger sein, wenn es diese Krankheit nicht gäb. Dabei wird diese Krankheit oft nicht einmal diagnostiziert, da das Krankheitsbild u. a. Spondylose ähnlich ist und nur als aufwändige Ausschlussdiagnose sicher zu stellen ist.</p>
<p>Das späte Auftreten der Degenerativen Myelopathie machte es Züchtern bisher unmöglich, ihre Zuchttiere danach zu selektieren. Anders als z. B. die Zuchttauglichkeits-Untersuchung auf Hüftdysplasie unter Narkose im Röntgenbild, ist eine klinische Untersuchung auf spätere Degenerative Myelopathie am gesund wirkenden Hund bislang nicht möglich.</p>
<p>Seit 2009 gibt es einen Gentest auf die Disposition, mit ca. 60%-iger Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an Degenerativer Myelopathie zu erkranken. Hunde, die diese Disposition nur von einem Elternteil erben, bekommen diese Krankheit wahrscheinlich nicht, vererben sie jedoch an statistisch gesehen die Hälfte ihrer Nachkommen. Diese sogenannten Merkmals-Träger gilt es also in der Zukunft nur noch mit reinerbig DM-freien Hunden zu verpaaren. Dann gibt es in der nächsten Generation zwar wieder zur Hälfte Merkmals-Träger, aber zur anderen Hälfte reinerbig DM-freie Hunde, also keine von DM betroffenen Hunde mehr. Klingt einfach, ist es aber nicht. Leider haben wir, je nach Hunderasse, bereits mehrere Defektgene und Krankheiten zu berücksichtigen. Für eine Zuchthündin einen geeigneten Zuchtpartner zu finden, wird immer schwieriger, die Wege zum passenden Deckrüden immer weiter. Was auf gar keinen Fall vor Schreck passieren sollte, ist das Ausschließen sämtlicher Merkmals-Träger aus der Zucht. Dann wäre die Zuchtbasis für viele Hunderassen schnell zu eng, Inzuchtdepression und andere Erbkrankheiten die Folge.</p>
<p>Die meisten Hundezuchtvereine haben noch keine festen Regeln definiert, wie dieser Gentest nun in der Zucht zu berücksichtigen ist. Ein ausreichend gebildeter Züchter weiß aber, wie er DM-betroffene Hunde in der nächsten Generation vermeidet. Jetzt kommt es also auf die Ernsthaftigkeit des einzelnen Züchters an, ob er dem Wegzüchten dieser Krankheit die Priorität einräumt, die wir Hundefreunde uns wünschen. Die Versuchung, die neuen Erkenntnisse zu ignorieren, ist groß:</p>
<p>- die Gentests kosten Geld<br />
- die Ergebnisse lassen erkennen, dass noch weniger Zuchtpartner, als bisher angenommen, zu den eigenen Zuchttieren passen<br />
- das Auftreten der Degenerativen Myelopathie kommt so spät und wird so selten sicher diagnostiziert, dass der Züchter weder eine Gewährleistungspflicht noch die Anwendung des Qualzucht-Paragrafen des aktuellen deutschen Tierschutzgesetzes zu fürchten braucht<br />
- Züchter, die ihre &#8220;ausgedienten&#8221; Zuchthündinnen mit spätestens 7 Jahren weggeben, leiden nicht einmal persönlich darunter, wenn eine solche ehemalige Zuchthündin Degenerative Myelopathie bekommt.</p>
<p>Schön wäre es, wenn es nur noch genügend aufgeklärte Welpenkäufer gäb, die die Berücksichtigung des Gentsts auf Degenerative Myelopathie zum Kriterium für ihre Kaufentscheidung machen. Dann könnte der Markt dazu zwingen, dass demnächst alle Züchter dieses Thema ernst nehmen. Eine sehr schöne Homepage zur Aufklärung von Hundefreunden über die Degenerative Myelopathie und eine Hilfe für Colliezüchter, die eine Übersicht über getestete Zuchttiere bei Züchterkollegen suchen, finden Sie hier: <a href="http://colliejule.jimdo.com/">http://colliejule.jimdo.com/</a><cite></cite><a title="colliejule.jimdo.com" href="http://colliejule.jimdo.com/"><cite></cite></a></p>
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		<title>Collie-Standards: Englischer und Amerikanischer Typ</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2009/06/collie-standards-englischer-und-amerikanischer-typ/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 23:40:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck, Fox Lions Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck, </em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank"><em> </em></a><em><a href="http://www.fox-lions.de/" target="_blank">Fox Lions </a></em><em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank">Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies</a><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignleft" title="Englischer Typ" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/2009_05_24_Aron_DSC_1262.jpg" alt="" width="185" height="249" />In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale Augen hin auslesen mussten, wenngleich sie sich etwas mehr Größe weiter geleistet haben. So sind heute auch &#8220;Amerikanische Collies&#8221; auf dem Markt, die sich tatsächlich nur in der Größe vom Englischen (FCI-)Collie unterscheiden. Andererseits gibt es unter dem, was auf dem Deutschen Welpenmarkt als &#8220;Amerikanische Collies&#8221; angeboten wird, riesige Unterschiede, weil der Begriff &#8220;Amerikanischer Collie&#8221; zum Sammelbegriff für alle großen, wenig hochgezüchteten, nicht FCI-reinen Collies mißbraucht wird. Vorsicht: Auch die &#8220;Produkte&#8221; der Massenzuchten und Billig-Importe nennen sich so!</p>
<p style="text-align: left;">Schauen wir uns also die Standards vom American Kennel Club (nicht in der FCI) im Vergleich zum FCI-Standard (aus dem Ursprungsland der Hunderasse, also England) genauer an:<span id="more-35"></span></p>
<p style="text-align: left;">Größe und Gewicht: Männliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 60-66 cm und ein Gewicht von 27-34 kg. Englische Collierüden haben eine Schulterhöhe von 57-61 cm bei etwa 26 kg. Weibliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 55-61 cm und ein Gewicht von 23-30 kg. Für Englische Collie-Hündinnen gelten die Maße 51-56 cm bei etwa 22 kg. Aber die Größe ist nicht das einzige Merkmal, dass den Amerikanischen Collie vom Englischen unterscheidet.</p>
<p style="text-align: left;">Felltyp: Das Fell des Amerikanischen Collies soll den Körperlinien angepasst sein und den Körperbau gut erkennbar halten. Das Deckhaar soll harsch und kräftig sein, die Unterwolle dicht, weich und wesentlich kürzer, so dass eine wasserabweisende, gut wärme-isolierende Struktur gewährleistet ist. Englische Collies haben sehr viel längeres, dicht-plüschiges, weiches Fell, dass die Figur oft kaum noch erahnen lässt und sehr viel pflegeaufwendiger ist. Der geringere Pflegeaufwand ist wohl der wichtigste Grund für viele Colliefreunde, sich immer öfter für einen Amerikanischen Collie zu entscheiden.</p>
<p style="text-align: left;">Während sich die typischen Amerikanischen Collies aus Brombeerranken noch selbständig befreien können, hilft bei Englischen oft nur ein Freischneiden. Entsprechend unterschiedlich ist die Verwendbarkeit dieser beiden Typen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert.jpg"><img class="size-medium wp-image-187 alignleft" title="2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" /></a>Farben: Leider gibt es in Amerika noch die Erlaubnis, Merle-Collies mit Zobel-Farbenen zu verpaaren, so dass außer der äußerlich gut erkennbaren Farbe Blue Merle auch die u. U. kaum oder im erwachsenen Alter nicht mehr erkennbare Farbe Sable Merle bzw. Red Merle in Umlauf gebracht wird. Innerhalb der FCI-Vereine ist diese Farbe aus gutem Grund verboten. In der nächsten Generation treten statistisch gesehen ein Viertel meist schwer kranke sogenannte &#8220;Weißtiger&#8221; auf, wenn versehentlich zwei Zuchtpartner mit Merle-Faktor ausgewählt wurden. Das Merle-Gen, das die gewünschte Aufhellung liefert, ist ein Defektgen, das immer durch ein gesundes Gen vom anderen Elternteil kompensiert werden muss! Besonders teuer gehandelt werden die Amerikanischen Weißen Collies mit farbigem Kopf. Deren Zucht ist auch nicht unproblematisch. Im Zusammenhang mit den Weißen treten immer mehr Schecken auf, die als &#8220;weißfaktoriert&#8221; gelten, da sie in der nächsten Generation wieder Weiße hervorbringen können.</p>
<p style="text-align: left;">Form und Größe der Augen: Die Augen der Amerikanischen Collies sind mandelförmig und von mittlerer Größe. Sie lassen sich trotz der schrägen Stellung noch weit öffnen. Sie geben dem Collie ein freundliches Gesicht. Bei vielen Englischen Collies wirken die Augen schmal, schlitzig und sehr klein. Ein asiatisches Lächeln scheint angezüchtet.</p>
<p style="text-align: left;">Kopfform: Der Kopf des Amerikanischen Collies ist etwas weniger schmal und flach gezüchtet, was ihn bzgl. Epilepsie unempfindlicher hält. Er hat noch einen deutlichen &#8220;Stop&#8221; zwischen Nasenlinie und Stirnlinie. Je nach Zuchtlinie, kann der Stopp aber auch fehlen und der Kopf klobig wirken im Vergleich zu den zierlichen, sehr schmalen Köpfen und Schnauzen der Englischen Collies, bei denen der &#8220;Stop&#8221; zwar vorhanden sein sollte, es aber auch nicht immer ist.</p>
<p style="text-align: left;">Wesensmerkmale: Das Wesen des Amerikanischen Collies ist sanft, angstfrei und ausgeglichen, gleichzeitig aber auch gut motivierbar und leicht erziehbar. Der Hütetrieb kann ausgeprägt sein, besonders bei den altmodischen Europäern. Hütetrieb ist nichts anderes, als Jagdtrieb ohne Töten. Das Hetzen ist noch voll mit drin! Insofern sollte an der Abrufbarkeit ordentlich gearbeitet werden, auch in der Erziehung eines Amerikanischen Collies. Das Positive an triebstarken Hunden ist, dass man sie für Spiel, Sport und Arbeit besonders gut brauchen kann. Die Englisch gezüchteten stehen in Hundesportlerkreisen im Ruf, rechte Mimosen zu sein, die sich zwar aus Angst nicht weiter als 10 m von ihren Menschen weg trauen, mit denen man aber längst nicht überall hingehen, geschweige denn zuverlässig arbeiten kann. Auch fehlt den Englischen Collies oft der Hütetrieb, so dass sie schon deshalb an der Herde nicht mehr eingesetzt werden können. Bei fehlender Schussfestigkeit besteht die Gefahr des unkontrollierten Weglaufens, z. B. bei Gewitter oder zu Sylvester. Solche Probleme gibt es bei Amerikanischen Collies meiner Beobachtung nach zumindest weit seltener.</p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Durch die Röhre voran!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 16:52:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Viele kennen den Lauf des Hundes durch den Stofftunnel als Agility-Aufgabe oder die Arbeit durch Betonröhrensysteme zu einem versteckten &#8220;Opfer&#8221; in der Rettungshundeausbildung mit Schwerpunkt Trümmerarbeit. Aber auch ohne konkreten Anlass ist eine solche Aufgabe sinnvoll. Viele Hunde, besonders die, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a><br />
<a href="http://www.fox-lions.hunde.com/aron.php" target="_blank"><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_aron_dsc_4066_klein_560x420.jpg" alt="Aron" width="190" height="225" /></a>Viele kennen den Lauf des Hundes durch den Stofftunnel als Agility-Aufgabe oder die Arbeit durch Betonröhrensysteme zu einem versteckten &#8220;Opfer&#8221; in der Rettungshundeausbildung mit Schwerpunkt Trümmerarbeit. Aber auch ohne konkreten Anlass ist eine solche Aufgabe sinnvoll. Viele Hunde, besonders die, die den Stofftunnel bereits früh kennenlernten, werden mit keiner Röhre je ein Problem haben und auf das Kommando &#8220;Tunnel&#8221; oder &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; fröhlich überall durchlaufen. Manche Hunde zeigen jedoch zunächst Ängste und Widerstand. Sie sollten diese Übung vorsichtig beigebracht bekommen. &#8220;Wieso denn?&#8221;, mag ein interessierter Leser fragen. Und hier ist die Antwort:<span id="more-30"></span></p>
<p>1. Er wird mutiger. Der Hund lernt einerseits, claustrophobe Ängste zu überwinden. Er muss während der Ausführung ohne Herrchen/Frauchen auskommen und sogar von diesem weg arbeiten.</p>
<p>2. Das Vertrauen und die Bindung zu Herrchen/Frauchen wird gestärkt, weil der Hund  anfängliche Ängste überwindet und einsieht, dass das, was man sich von ihm wünscht, gar nicht gefährlich ist, sondern ein lustiges Spiel darstellt, was toll belohnt wird. Er wird sich auch in anderen Situationen, die ihm Angst machen, besser führen lassen.</p>
<p>3. Man hat eine Abwechselung mehr auf Spaziergängen, auf denen man geeignete Röhren findet. Viele Hunde beginnen aus Langeweile zu jagen oder andere Unarten zu entwickeln, weil sie viel zu wenig Aufgaben definiert bekommen. Damit es ihnen bei Herrchen/Frauchen nicht langweilig wird und man etwas hat, worüber man sich gemeinsam freuen kann.</p>
<p>4. Es stärkt Herrchens/Frauchens Dominanz, weil der Hund etwas tun muss, was er ursprünglich nicht wollte.</p>
<h2>Beispiel: Unser Amerikanischer Collie-Deckrüde Fox Lions Drago</h2>
<p>Das obere Foto zeigt den bereits 15-jährigen &#8220;Aron vom Staatsforst&#8221;, unseren ersten Amerikanischen Collie-Deckrüden. Fox Lions Drago, ein Enkel (untere Fotos), kam mit fast 3 Jahren umständehalber zu uns zurück. Inzwischen ist er als Amerikanischer Collie-Deckrüde bei uns im Zuchtverein anerkannt. Er war als kleiner Colliewelpe verkauft worden, hat über 2-einhalb Jahre in einer Familie gelebt und war jetzt eben wieder Teil meiner Zuchtgruppe. Ein sehr gut erzogener Hund, der nur in ganz bestimmen Situationen ängstlich zögerte oder sogar verweigerte.</p>
<p>Als er im Herbst gerade 3 war, lernte ich eine solche Situation kennen. Auf einem Spaziergang durch den Wald machten wir an einer Betonröhre halt, die einen kleinen Bach unter einem Forstweg durch ableitet. Ich ließ die Rudelgefährten fröhlich durch diese Röhre laufen und belohnte sie für jeden Durchgang mit einem Leckerli. Alle machten mit, bis auf Drago. Ich versuchte kurz, ihm Hilfestellung zu geben, indem ich ihn am Halsband zum Röhreneingang führte. Beim Versuch, ihn in die Röhre zu lenken, sträubte er sich, sprang mit seinen 30 kg wild beiseite, riss sich los. Die Bedingungen für weiteres Üben waren an dem Tag denkbar ungünstig: Der Boden war matschig, so dass ich mich auch ohne widerspenstigen Hund an der Hand kaum auf den Füßen halten konnte. Es regnete und der Bach war relativ breit. Ich beschloss, an einem geeigneteren Tag hier systematisch mit ihm zu üben und ignorierte ihn erst einmal. 1:0 für Drago. Solche Siege sollten die absolute Ausnahme sein im Hunde-Alltag!</p>
<p>Ende Januar 2009 waren die Bedingungen ideal: Lang anhaltender Frost hatte die Röhre und ihr Umfeld trocken gelegt, so dass Scheu vor Wasser als zusätzliche Hemmung schon mal wegfiel. Der Schnee lag einen halben Meter hoch um die Röhre herum, ließ Ein- und Ausgang aber offen. Wie im Herbst, ließ ich die Rudelgefährten fröhlich &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; ausführen und gab jedem, sowie er bei mir wieder ankam, ein Leckerli. Alle bis auf Drago beeilten sich, möglichst schnell und oft durch die Röhre zu kommen. Drago sprang ausgeregt kläffend auf dem Forstweg und neben der Röhre herum. Ich schaffte es in Momenten, wo wir alleine waren, für ihn Leckerlis im Eingangsbereich vor der Röhre fallen zu lassen, so dass er sich dem Eingang stärker nähern musste, um diese einzusammeln. Da er dabei aber immer schnell Konkurrenz hatte, leinte ich die Rudelgefährten an und machte sie ein paar Meter weiter an einem Baum fest. Jetzt konnte ich gezielt für Drago sogar Leckerlis bis 1 m in die Röhre hinein werfen und er traute sich, sie zu holen, war aber immer schnell im Rückwärtsgang wieder draußen. Er begann, seine Ängste zu überwinden. Genug für diesen Tag.</p>
<p><a href="http://www.fox-lions.hunde.com/drago.php" target="_blank"><img class="alignleft" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_drago_dsc_4085_560x420.jpg" alt="Drago 4" /></a>Tags drauf nahm ich außer den Leckerlis auch eine zusätzliche Leine mit. Diesmal befestigte ich die Sammelleine mit den Rudelgefährten gleich an einem Baum und holte die Hunde einzeln ab, um sie durch die Röhre laufen zu lassen. Erst einmal nahm ich die dran, von denen klar war, dass sie es gut machen würden. Drago sollte in aller Ruhe zusehen. Das Rudel kläffte vor Aufregung. Zuletzt war also Drago dran. Ich wiederholte die Leckerli-Übung des vergangenen Tages, ließ Drago dabei aber angeleint. Schließlich versuchte ich, ihm den Rückweg zu versperren und so mein &#8220;Durch die Röhre voran!&#8221; durchzusetzen. Dieser Versuch löste seinen Widerstand aus. Er drängelte mich aus dem Eingangsbereich und begann, wild herumzuspringen, um sich loszureißen wie an seinem 1:0-Tag. Ich war darauf gefasst und verhinderte mit beiden Händen an der Leine, dass er es schaffte. Derweil lag ich im Schnee. Ich war weich gefallen. Es machte mir also nichts aus. Ich konzentrierte mich auf das Festhalten der Leine und wartete kommentarlos ab, bis Drago sich beruhigt hatte. Dann ging ich mit ihm zum anderen Ende der Röhre. Kaum erkannte er, was ich vorhatte, begann die Hüpferei wieder. Auch hier konnte ich mich nicht auf den Füßen halten und lag im Schnee. Seine 30 kg hatten gegen meine 50 kg auf unregelmäßigem Untergrund am steilen Hang im Schnee erst einmal wieder gewonnen. Ich richtete mich halb auf, konzentrierte mich wieder allein darauf, die Leine festzuhalten, schaute in den blauen Himmel, die Bäume, was auch immer, nur nicht zu Drago. Er beruhigte sich und ich setzte erneut an, ihn an den diesseitigen Eingang der Röhre zu bringen. Das gleiche Spiel begann. Ich hatte die anderen Hunde ordentlich jenseits des Weges festgemacht, so dass sie außer Gefahr waren, selbst wenn ein Fahrzeug vorbeigekommen wäre. Wir waren allein. Ich hatte Zeit. Drago sollte erleben, dass die Nummer mit dem Losreißen bei mir nicht funktioniert. Schließlich sah Drago ein, dass wir so nicht weiterkamen. In seiner nächsten ruhigen Phase hüpfte er zu meiner großen Freude in die Röhre hinein! Spielstand: 1:1. Mit beiden Händen verhinderte ich, dass er mir im nächsten Moment vor die Füße sprang und tatsächlich &#8211; mein &#8220;Voran!&#8221; wurde befolgt. Ich ließ die Leine los. Er schlich in ängstlich geduckter Haltung Schritt für Schritt durch die Röhre. Das andere Ende kannte er ja schon. Ich sagte gar nichts mehr, um ihn auf keinen Fall abzulenken. Als ich durch die Röhre sah, wie er die Röhre verließ, kam mein bestätigendes &#8220;Fein! Drago, fein!&#8221;. Drago sprang aufgeregt kläffend auf dem Forstweg und knapp daneben herum. Diesmel zeigte ich Freude, so deutlich ich konnte, sprang selbst auf den Fortweg hoch, winkte, hüpfte mit ihm gemeinsam übermütig herum und belohnte ihn mit händeweise Leckerlis. Genug für heute. Ein toller Erfolg! Schließlich brauchte ich das &#8220;Platz!&#8221;-Kommando, um ihn wieder anleinen zu können. Wir gingen alle zusammen in aller Ruhe nach Hause. Drago erzählte mir noch den halben Weg über von seiner mutigen Tat und baute übermütig Spielaufforderungen ein, auf die ich jedoch nicht eingehen konnte.</p>
<p><a href="http://www.fox-lions.hunde.com/drago.php" target="_blank"><img class="alignleft" src="http://www.fox-lions.hunde.com/cache/2009_02_03_drago_dsc_4074_560x420.jpg" alt="Drago 5" /></a>Einen Tag später stellte ich mein Rudel erneut am Baum ab, ließ die &#8220;Experten&#8221; einzeln ihre Übung zeigen und hatte schließlich Drago an der Leine. Den ersten Versuch, ihn von dem Ende der Röhre zu schicken, wo ich die anderen gestartet hatte, gab ich schnell auf, noch bevor er richtig ins Meideverhalten gehen konnte. Nein, die Seite, von der er es gestern gemacht hatte, war natürlich die bessere. Ohne großes Theater sprang er dann auch brav hinein und schlich los, ohne sich umzudrehen. Von Schritt zu Schritt ging er aufrechter und schneller. Große Freude und Aufregung beiderseits, als er am anderen Ende die Röhre verlassen hatte. Reichliche Belohnung. Jetzt stellte ich mich an den anderen Eingang der Röhre, der eben noch sein Ausgang war und siehe da, ganz von selbst kam Drago auf die Idee, an mir vorbei in sie hineinen und durch sie hindurch zu laufen! Wieder große Begeisterung und gleich nochmal! Jetzt wollte Drago &#8220;druch die Röhre voran&#8221;. Nach sinem 3. fröhlichen Durchgang von dieser Seite beschloss ich, es sei genug für diesen Tag. Auch an diesem Tag benötigte ich das &#8220;Platz!&#8221;-Kommando, um ihn wieder anleinen zu können. So aufgeregt sprang er herum. Auch zu Beginn des Heimwegs war er noch recht aufgedreht.</p>
<p>Noch einen Tag später brauchte ich die angehängte Einzel-Leine kein einziges mal in die Hand zu nehmen. Drago flitzte von Anfang an von beiden Seiten begeistert durch die Röhre, nahm freudig seine Leckerchen entgegen und verzichtete auf die ganz große Aufregung. Ich brauchte kein Kommando, um ihn schließlich wieder anzuleinen. An diesem Tag entstanden die beigefügten Fotos. Drago hat seither kein Problem mehr mit dunklen Röhren und ähnlichen Durchgängen. Er ist jetzt genauso cool wie die anderen Rudelgefährten. Ich bin froh, dass ich denen diese Übung bereits im Welpenalter beibringen konnte, bei weit weniger als 30 kg!</p>
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		<title>MDR1-Defekt bei Collies und verwandten Rassen</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2008/04/mdr1-defekt-bei-collies/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 23:52:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Autorin: Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies in Süd-Niedersachsen (Harz) Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen. Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Autorin: Gudrun Beck, Züchterin der <a href="http://fox-lions.de">Fox Lions Collies</a> in Süd-Niedersachsen (Harz)<br />
</em></p>
<p><a title="MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby" href="http://www.fox-lions.de/" target="_blank"><img class="alignleft alignnone" style="float: left;" src="http://www.fox-lions.de/cache/2008_03_15_herby_dsc_0991_560x420.jpg" alt="MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby" width="256" height="192" /></a></p>
<p>Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen.</p>
<p>Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen MDR1-Genotyp bescheid wissen. Wer einen Hund vom Genotyp MDR1 -/- hat, muss unbedingt darauf achten, dass dieser keine Pferdeäpfel oder andere Hinterlassenschaften von Nutztieren aufnimmt oder aus Fischteichen säuft. Pferde, Vieh und Fische werden mit Ivermectin entwurmt. Ausscheidungen und vermutlich auch Teichwasser können lange noch schädliche Konzentrationen von Ivermectin enthalten. Tierärzte sind vor jeder Behandlung zu informieren. Mitunter muss man sie selbst erst einmal aufklären über das Problem! <span id="more-28"></span></p>
<p>Eine <a title="Liste Arzneistoffe" href="http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt/genotyp_mi_mi.html" target="_blank">Liste der Arzneistoffe</a>, die MDR1-defekten (MDR1 -/-) Hunden auf keinen Fall verabreicht werden dürfen, wird bei den Toxikologen der Universität Gießen gepflegt.</p>
<p>Der Gentest wird inzwischen von verschiedenen Labors angeboten und ist bezahlbar. Ein Backenabstrich mit einer Art Wattestäbchen oder eine kleine Blutprobe sind dafür einzusenden. Man kann sich selbst direkt an ein entsprechendes Labor wenden oder die Probennahme und deren Versandt seinem Tierarzt überlassen. Aktuelle Adressen sind über die Suche im Internet schnell zu finden.</p>
<p>Da das Vererbungsschema als autosonal rezessiv erkannt wurde, ist es einfach, vom Defekt nicht betroffene Welpen zu erzielen. Man benötigt lediglich einen Zuchtpartner, der den Genotyp MDR1 +/+ besitzt. Seine Nachkommen sind entweder MDR1 +/+ oder MDR1 +/-, keinesfalls aber MDR1 -/-. Leider nehmen selbst beim Langhaar-Collie längst noch nicht alle Züchter das Problem ernst.</p>
<p>Welpeninteressenten sollten sich über den MDR1-Genotyp des angebotenen Welpen oder zumindest den der Mutterhündin und des verwendeten Deckrüden informieren, um selbst Schlüsse ziehen zu können. Wer sich einen Welpen des Genotyps MDR1 -/- kauft, muss mit Mehrkosten bei tierärztlichen Behandlungen z. B. gegen Parasiten rechnen.</p>
<p>Das Tierschutzgesetz verbietet, Tiere mit absehbaren Organfunktions-Fehlern bewusst in Kauf zu nehmen. Wer heute einen Welpen mit MDR1 -/- verkauft, riskiert Schadensersatzansprüche in unkalkulierbarer Höhe, weil das Fressen von Pferdeäpfeln bereits teure Behandlungen und Rettungsversuche nach sich ziehen kann, die der Welpenkäufer vom Züchter zurückfordern kann.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Es geht um einen Defekt an der Blut-Hirn-Schranke, wahrscheinlich sogar allgemeiner an Blut-Organ-Schranken. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Organfunktion des gesunden Körpers, die für das Gehirn eventuell schädliche Stoffe aus dem Blut nicht in das Gehirn eindringen lässt. Beim MDR1-defekten Hund (MDR1 -/-) funktioniert diese Schranke zwar noch in Bezug auf natürliche Stoffe, nicht aber gegenüber bestimmten synthetischen Arzneistoffen. MDR steht für &#8220;multi drug resistence&#8221;, also die Wiederstandskraft gegenüber bestimmten (Arznei-)Stoffen.</p>
<p>Als eine Knockout-Maus generiert wurde, bei der gezielt das sog. mdr1a-Gen ausgeschaltet wurde, kam es im Verlauf einer Milbenbehandlung des Mausbestandes mit Ivermectin bei den reinerbigen mdr1a-/- Knockout-Mäusen, nicht jedoch bei den mischerbigen (mdr1a+/-) und den Wildtyp-Tieren (reinerbig mdr1a+/+), zu zahlreichen Todesfällen. Im Gehirn der mdr1a-/- Knockout-Mäuse wurde dabei eine 87-fach höhere Ivermectin-Konzentration im Vergleich zu den mdr1a+/+ Mäusen gefunden. Da auch bei einem an einer Ivermectin-Vergiftung verstorbenen Collie eine starke Anreicherung von Ivermectin im Gehirn nachgewiesen wurde, lag die Vermutung nahe, dass Collies (entsprechend der mdr1a-Knockout Maus) eine Mutation im MDR1-Gen haben müssten. So begann die Suche nach einem Defekt im MDR1-Gen des Collies und verwandter Rassen.</p>
<p>Die größte Häufigkeit des reinerbig betroffenen MDR1-/- Genotyps fand sich bei Collie (33%), Shetland Sheepdog (5,7%), Australian Shepherd (6,9%), Weißer Schweizer Schäferhund (2,3%) und Border Collie (0,3%). Nur mischerbig von diesem Defekt betroffen sind Wäller und Old English Sheepdog. In beiden Rassen muss jedoch auch mit dem Auftreten einer reinerbigen MDR1-/- Mutation gerechnet werden. Zum Bearded Collie liegen noch nicht genug Proben vor, um eine statistisch valide Aussage zu treffen. In einer Studie aus den USA wurde der MDR1-Defekt zusätzlich bei folgenden Hunderassen gefunden: English Shepherd, Longhaired Whippet, McNab und Silken Windhound.</p>
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		<title>Die Rettungskläffer aus dem Collieclan</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2006 13:01:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz Do, 28.9.06, vormittags Folgende Mail über den bei mir geborenen, jetzt eineinhalb Jahre alten Amerikanischen Collie Clairence verpasste mir einen Riesenschreck: &#8220;Hallo Gudrun, gestern 27.09. ist uns Clairence zwischen Niedernwöhrn und Pollhagen bei Stadthagen in Schaumburg (NS) panisch entlaufen. Bitte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a></p>
<h2>Do, 28.9.06, vormittags</h2>
<h2><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26" title="img207101_2" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_2-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></h2>
<p>Folgende Mail über den bei mir geborenen, jetzt eineinhalb Jahre alten Amerikanischen Collie Clairence verpasste mir einen Riesenschreck:</p>
<p>&#8220;Hallo Gudrun,</p>
<p>gestern 27.09. ist uns Clairence zwischen Niedernwöhrn und Pollhagen bei Stadthagen in Schaumburg (NS) panisch entlaufen. Bitte sei so lieb und starte eine Suchaktion. Die Polizei, Tasso und das Tierheim in Stadthagen wissen bescheid. Ich melde mich jetzt schon bei dir, weil ich denke, um so eher um so größere Chancen haben wir ihn zu finden. Ich habe am Kanal in Niedernwöhrn eine Decke an den Platz gelegt, wo ich geparkt habe. Ich hoffe er findet dorthin zurück und riecht uns. Sollte jemand Clairence finden&#8230;&#8221;<span id="more-25"></span></p>
<p>Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Vor 10 Tagen hatte ich ihn noch beim Fox-Lions-Collie-Verwandtschaftstreffen dabei. Mein lieber Clairence, der über 4 Monate bei mir lebte und als letzter von 9 C-Wurf-Geschwistern ins neue Zuhause abgeholt wurde. Inzwischen ist er mehrmals erfolgreich ausgestellt worden &#8211; ein schöner, großer Collie-Rüde mit angenehm sanftem Charakter. Er hatte sich wie wir so über das Wiedersehen gefreut und jetzt das. Außerdem vermissen wir bereits im Raum Heidelberg seit dem 14. Juli 2006 eine Wurfschwester&#8230;</p>
<p>Ich rief Clairence Frauchen an, ließ mir den Ablauf genau schildern. Man war mit Kollegen und deren Hunden in einem Gebiet etliche km von Clairence Zuhause entfernt zum 1. Mal spazieren gegangen. Mitten aus dem Spiel mit den anderen Hunden heraus, galoppierte er plötzlich ohne irgendeinen ersichtlichen Grund panisch auf und davon. Wahrscheinlich war er in ein Erd-Wespen-Nest getreten. Solche Fälle häufen sich ja gerade um diese Jahreszeit.</p>
<h2>Do, 28.9.06, mittags</h2>
<p>Ich mailte alle 4 Familien an, die im Raum Hannover einen Collie aus meiner Zucht haben und bat um Hilfe. Sie könnten doch bitte mit ihrem Collie im angegebenen Gebiet einen Spaziergang machen und ihren Hund möglichst viel freudig bellen lassen, um das verloren gegangene Familienmitglied anzulocken.</p>
<h2>Do, 28.9.06, abends</h2>
<p>Leider bestand die bis zum Abend einzige Reaktion auf meine Mail-Aktion in einer telefonischen Absage mit Begründung. Ich beschloss, mich im nächsten Tageslicht selbst an der Suche zu beteiligen und zwar mit Unterstützung von 4 Rudelmitgliedern: Clairence Mama Belana und die Schwestern Arabelle, Ballota und Chandra wollte ich mitnehmen. Gegen Anjin sprach der dicke Bauch. Unser F-Wurf ist unterwegs und soll auf keinen Fall gefährdet werden. Papa Aron und Bruder Anders sollten zu Hause bleiben, um Anjin Gesellschaft zu leisten. Außerdem sind 4 Hunde in einem PKW schon eine ganze Menge.</p>
<p>Mein Mann kam von der Arbeit und war von meinem Plan gar nicht begeistert. Er verwies auf die schlechte Sicherung meiner Hunde auf der Fahrt, wie ich sie mir vorstellte. Nein, dann wolle er lieber fahren und ich könnte im Notfall auf die Hunde einwirken. Er nahm sich einen Tag Urlaub dafür, wollte dann aber auch möglichst bereits in der Frühdämmerung mit der Suche beginnen.</p>
<p>Ich besprach unseren Plan mit beiden Clairence-Frauchen. Nica konnte sich einen Tag frei nehmen und mitmachen, ab 6-7 Uhr früh, kein Problem, aber Tina müsse wohl arbeiten, könne höchstens kurz mitmachen. Eigentlich sei man ja auch mit Freunden und deren Hunden schon überall gewesen, hätte gerufen, bellen lassen &#8211; nichts. Da Clairence jedoch bereits mehrfach gesehen worden war, wussten wir ungefähr, in welchem Waldgebiet er sich noch befinden müsste.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 4:00 Uhr</h2>
<p>Aufstehen, Kaffee als Frühstück. Aron, Anders und Anjin eine Viertelstunde ausgeführt. Trockenfutter eingepackt, den 4 eingeplanten Helfern Halsbänder und Leinen angehakt und dann runter ins Tal zu den Autos. Getränkekästen in den Zweitwagen umgeladen, so dass die 4 Helfer genug Platz zum Liegen in unserem größeren Fahrzeug hatten. &#8220;Einsteigen, Autofahren!&#8221;.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 7:15 Uhr</h2>
<p>Ankunft bei Clairence zu Hause. Herzliche Begrüßung. Ausdruck von Lageplänen bzw. wenig detaillierten Karten des Suchgebietes. Besser als nichts.</p>
<p>Ganz doll loben muss ich an dieser Stelle die Bewohner der umliegenden Gemeinden, die direkt an den ersten beiden Tagen Tina anriefen, um Bellzeichen und Sichtkontakt zu melden, die helfen wollten und dies z. T. mit Taschenlampen im Dunkeln auch noch versucht haben. Dank ihrer Hilfe konnte ein recht überschaubares Suchgebiet definiert werden.</p>
<p>Austausch von Handy-Nummern und Vergleich von Uhrzeiten. Bunte A4-Zettel in die Fahrzeugscheiben geklebt, die andere Menschen an den geparkten Autos aufklären sollten über Clairence Verschwinden. Erste Strategie-Diskussion. Start mit 4 Personen, 4 Handys, 3 PKWs und 5 Hunden, weil die kleine Terrierhündin Ida auch mitkommen sollte. Mein Mann Thomas übernahm den Wohnbus von Clairence Frauchen, so dass ich ab jetzt doch mit meinen 4 Collies alleine in unserem Auto fuhr.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:00 Uhr</h2>
<p>Um sich mit möglichst vielen Autos im Suchgebiet verteilen zu können, Halt an Tinas Arbeitsplatz, wo sie ihren Kleinwagen stehen hatte. Sie durfte sich diesen Tag frei nehmen! Fortsetzung der Fahrt mit 4 Personen in 4 PKWs. Zwischenstopps zum Aushängen von bunten A4-Zetteln an Wanderkarten.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:25 Uhr</h2>
<p>2. Strategie-Diskussion an einem Parkplatz, der sich bereits im anvisierten Suchgebiet befand. Tina verließ uns als erste auf einem Forstweg weiter in den Wald hinein. Sie wollte ihren Kleinwagen offen stehen lassen, damit Clairence, falls er vorbei kommen sollte, einsteigen könnte. Der Wohnbus sollte am Parkplatz bleiben.</p>
<p>Wir fanden am Wegesrand unter Bäumen eine fast 4 cm lange Hornisse, die mit klammen Flügeln noch flugunfähig über den Boden krabbelte. Wenn sich ein solches Tier bedroht sieht, weil z. B. ein Hund auf sie tritt, kann ich mir vorstellen, dass ein Stich mit weit mehr Gift als bei einer Wespe folgt, der bei einem Hund Panik auslösen kann.</p>
<p>Niemand soll sagen, in eine solche Situation könne er mit seinem Hund nie kommen! Clairence Besitzerinnen hatten sich das bis dahin auch nicht vorstellen können.</p>
<p>Bei Clairence ist die Bindung zu seinen Frauchen eigentlich sehr gut, so dass er immer und überall abgeleint geführt werden kann. Allerdings hatte er wohl in dem Moment die Flucht ins Auto vor, war auf den Parkplatz zurück gefegt, wo ihn jemand gesehen hat. Die Lehm-Abdrücke seiner Pfoten waren noch am Freitag deutlich zu sehen, wo er versuchte, den Wagen zu öffnen. Er soll dann mehrfach um den Wagen geflizt sein, es immer wieder versucht haben und schließlich in heimatlicher Richtung den Kanal entlang gesaust sein. Nun ist ein Collie keine Brieftaube und &#8220;Lassie&#8221; eben doch ein Märchen. Sonst wäre er spätestens über Nacht zu Hause angekommen. Er muss also irgendwann umgedreht sein, um in diesem Waldgebiet nach seinen Frauchen zu suchen, wahrscheinlich ungefähr da, wo sie gemeinsam gelaufen sind.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:30 Uhr</h2>
<p>Tina rief an. Sie hatte ihren Wagen in einer matschigen Waldwiese festgefahren. Egal, zum dort lassen war er erst einmal weit genug weg.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 8:35 Uhr</h2>
<p>Tina rief an. Sie hatte ein jämmerlich weinendes Bellen aus der Entfernung vernommen. Selbst schon in Tränen aufgelöst und durch Empfangsstörungen schwer verständlich, gestaltete sich unsere Diskussion um die Änderung der Such-Strategie durchaus schwierig. Immerhin gab es jetzt eine Richtung und einen bestimmten Weg, zu dem wir mit den anderen 2 Fahrzeugen aufbrachen. Tina wollte sich zu Fuß rufend in die Richtung bewegen, aus der sie das Bellen zu hören meinte.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:00 Uhr</h2>
<p>Ankunft mit 3 Personen, 2 Fahrzeugen und 5 Hunden am verabredeten Weg an einem großen Acker neben dem Forst oberhalb des Mittelland-Kanals. Eine abgeschlossene Schranke versperrte uns die Durchfahrt. Wir beschlossen, ab hier zu laufen. Anruf bei Tina, um ihr die Absicht zu mitzuteilen.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:10 Uhr</h2>
<p>Wir steckten noch in der Diskussion darüber, wer genau welchen Weg mit welchen Hunden zu gehen hätte, als ich auf die Idee kam, mein Rudel schon einmal aus dem Auto zu lassen. Es war meine Absicht, die Tiere laut bellen zu lassen, um evtl. hier schon von Clairence gehört zu werden.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 9:15 Uhr</h2>
<p>Wir waren immer noch bei den Autos, gingen aber gerade los. Da sahen wir plötzlich aus dem Wald heraus über den großen Acker ein schmutzig braunes Tier galoppieren, direkt auf uns zu. &#8220;Da ist er ja!&#8221;, rief Nica und wir konnten es kaum fassen: Tatsächlich, es war ein schmutziger Collie. &#8220;Clairence, Clairence!&#8221; &#8211; das musste Clairence sein! Er begrüßte uns alle stürmisch, die Menschen wie die Hündinnen. Ich beeilte mich, ihm eine Leine anzuhaken. Jetzt, wo er nicht mehr galoppierte, fiel auf, dass er seine Pfoten ungleich belastete. Sie waren blutig wund gelaufen. Er fühlte sich extrem mager an, aber er war fit und wirkte weder verletzt, noch krank. Wir beeilten uns, Tina anzurufen. Ich ließ alle Hunde &#8220;Sitz&#8221; machen und verteilte händeweise Trockenfutter, dass besonders Clairence gierig verschlang.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, immer noch vormittags</h2>
<p>Tina brauchte eine ganze Weile, bis sie zu Fuß bei uns war. Sie sollte weiter rufen und es war wirklich interessant zu beobachten, dass sie schon fast bei uns war, bis wir und Clairence sie hörten. Wir fuhren mit 2 Fahrzeugen in die Nähe von Tinas Auto und versuchten vergeblich, es aus dem Lehm zu befreien. Wir fuhren zum nächsten Gehöft und fanden tatsächlich einen Trekker-Besitzer, der uns den Kleinwagen aus der Matsche schleppte. Selbst von oben bis unten Lehm-beschmiert, fuhren wir wenig später die Autos durch eine Waschstraße und kauften ein. Clairence Come Back musste gefeiert werden! Unser Sohn konnte per Handy dafür gewonnen werden, sich nach der Arbeit als Dogsitter für Anjin, Aron und Anders zur Verfügung zu stellen, so dass wir eine Übernachtung bei Tina und Nica einplanen konnten.</p>
<h2>Fr, 29.9.06, 15:00 Uhr</h2>
<p>Clairence wurde von seiner Tierärztin gründlich untersucht und bekam die Pfoten versorgt. Ihm fehlte weiter nichts. 4 kg hatte er durch die viele Bewegung abgenommen. Von Dienstag Abend bis Freitag früh hatte er nichts zu fressen bekommen. Bei ihm zu Hause legte er sich erst einmal schlafen. Für die anderen 5 Hunde bauten wir im Garten einen Agility-Parkours auf, den jeder der 5 mehrfach ablaufen durfte. Soweit wir nicht aktiv mit ihnen beschäftigt waren, konnten sie Jagdspiele miteinander spielen.</p>
<h2>Sa, 30.9.06 4:00 Uhr</h2>
<h2><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27" title="img207101_1" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207101_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></h2>
<p>Genug gefeiert und ungesunde Sachen konsumiert. Wir legten uns schlafen.</p>
<p>Mir beweist diese Erfahrung, wie wichtig es werden kann, wenn Hunde &#8220;gib Laut!&#8221; beherrschen &#8211; auch, wenn man sie sonst meist lieber leise hat. Hätte Clairence kleine Lebensgefährtin Ida dieses Kommando beherrscht, hätte man sicher bei den Suchaktionen in den 2 Tagen zuvor schon Erfolg gehabt. Fremde Hunde, wie der des Försters, der wohl zwischenzeitlich auch beim Suchen geholfen hat, interessieren einen gut sozialisierten Hund wie Clairence, der auf der Suche nach SEINER Familie war, überhaupt nicht.</p>
<p>Insofern wären außer direkten Verwandten sicher noch gute Freunde zum Heranbellen infrage gekommen, mehr aber auch nicht. Die menschliche Stimme ist einfach Mist, wenn es um akustische Reichweiten geht. So laut es geht gerufen, hatten die Suchenden natürlich auch immer.</p>
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