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	<title>Hunde.com Magazin &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Aktuelles rund um den Hund</description>
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		<title>Alter Hund mit Schlaganfall bzw. Vestibularsyndrom</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 14:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Ich veröffentliche diese Zeilen, um anderen Hundebesitzern Mut zu machen, ihren Hund nach einem Schlaganfall nicht gleich einschläfern zu lassen, sondern ihm die Chance zu geben, sich davon wieder zu erholen. Als unsere erste Colliehündin Gladess im Alter von 15-einhalb Jahren die Symptome aufwies, ließen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2017/07/bDSC_5371a.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-784" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2017/07/bDSC_5371a-300x224.jpg" alt="bDSC_5371a" width="300" height="224" /></a>Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Ich veröffentliche diese Zeilen, um anderen Hundebesitzern Mut zu machen, ihren Hund nach einem Schlaganfall nicht gleich einschläfern zu lassen, sondern ihm die Chance zu geben, sich davon wieder zu erholen.</p>
<p>Als unsere erste Colliehündin Gladess im Alter von 15-einhalb Jahren die Symptome aufwies, ließen wir sie gleich einschläfern. Als wir etliche Jahre später zum zweiten Mal die Symptome sahen, fuhren wir mit Tränen in den Augen, ihr Ende ahnend, unsere damals fast 14-jährige Arabelle in die nächste Tierklinik. Ihr wurde geholfen. Sie lebte noch über ein Jahr mit einem Medikament zur Verbesserung der Durchblutung von Gehirn und Innenohr. Binnen Tagen war sie wieder fast die Alte. Nun also, wieder Jahre später, traf es die 13-jährige Ballota:<br />
<span id="more-785"></span><br />
Samstag, 1.7.17: Schock am frühen Morgen. Ich kam nichts ahnend zu meinen Hunden runter ins Parterre und fand meine alte Ballota in einem Zustand vor, der das Einschläfern nahelegte. Sie schien panisch, versuchte aufzustehen, strauchelte völlig unkoordiniert, teilweise gelähmt, fiel hin, versuchte es wieder, fiel hin, immer wieder. Ihre Augen schauten hastig von rechts nach links, von rechts nach links, von rechts nach links, immer hin und her in der Frequenz der Scheibenwischer, wenn man mit einem Auto durch Starkregen fährt. Sie schien mich nicht zu hören und nicht zu sehen, alles schien sich vor ihr zu drehen, sie übergab sich vor Schwindel. &#8220;Aha, Schlaganfall bzw. Durchblutungsstörung im Innenohr&#8221;, diagnostizierte ich mit meinem Reichtum an Erfahrung und bugsierte sie vor die Tür, &#8220;Pipi machen!&#8221;, was erstaunlicherweise gut funktionierte, obwohl ansonsten ja eigentlich gar nichts mehr zu funktionieren schien.</p>
<p>Gestern Abend war sie noch ein fröhlicher Hund und jetzt das. Gestern Nachmittag zog sie mich fast hinter sich her, als sie auf unserem letzten gemeinsamen Spaziergang auf dem Rückweg einen bestimmten Geruch in die Nase bekam und die Verfolgung aufnahm. Bis dahin bummelte sie mehr hinter als vor mir her, wie es die Art alter Hunde ist. Welchem Tier die Jagd jetzt plötzlich galt, offenbarte sich kurz vor der Ankunft bei uns zuhause: Sie galt der uns gegenüber aggressiven Schäferhündin aus der Nachbarschaft, Lieblingsfeind meiner Hunde. Diese machte kehrt, kam im abgeleinten Zustand einige Meter auf uns zu, blieb dann aber stehen und bellte uns böse an, als ich &#8220;hinter mir!&#8221; durchsetzte und unsere Leinen kürzer griff. Fünf mal musste Frauchen energisch nach ihr rufen. Die Hündin überlegte offensichtlich, ob sie dem Ruf Folge leisten oder doch lieber uns aufmischen wollte. Sie entschied sich für ihr Frauchen, während Ballota noch einmal kurz böse kläffend an mir vorbei auf sie zu preschte, soweit die Leine reichte. Vielleicht war diese Aufregung der Auslöser für ihren Schlaganfall über Nacht. Vielleicht war es auch einfach dran nach so vielen Jahren mit schweinereichen Metzgereiresten als Nahrungsgrundlage. Zuviel Arachidonsäure, ungesunde Fettsäuren. Man kann sich denken, dass die Arterien sich schneller zusetzen als bei Seefisch-basierter oder zumindest schweinefreier Ernährung zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht lag es auch an den Vit. K1-haltigen Löwenzahn- und Brennnessel-Pürrees, die ich in den letzten Tagen großzügig in den Brei mischte. Vielleicht förderten sie die Blutgerinnung zu sehr. Vielleicht liegt auch eine genetische Disposition vor, vielleicht im Zusammenhang mit Degenerativer Myelopathie, von der Gladess, Arabelle und wahrscheinlich auch Ballota betroffen sind bzw. waren, wer weiß, vielleicht&#8230; Man kommt ins Grübeln. Andererseits ist ein Hund mit 13 auch schon ein ziemlich alter Hund.</p>
<p>In der Schublade hatte ich noch einen Rest von Arabelles Medikament &#8220;Vitofyllin 100 mg&#8221;, gerade erst vier Monate hinter dem Haltbarkeitsdatum. Immerhin, immer schön kühl gelagert, könnte es noch helfen. Da es nur mit erheblichem Aufwand und viel Stress für die ohnehin gequält wirkende Ballota möglich gewesen wäre, sie jetzt direkt den Berg hinunter zum Auto zu transportieren und in die nächste Tierklinik zu fahren, entschied ich, es erst einmal mit Arabelles Medikament zu versuchen. Schließlich hatte es ihr auch sehr gut geholfen. In wenigen Tagen war ihr damals fast nichts mehr anzumerken. Ich rechnete aus, dass zu 17,5 kg Ballota eine dreiviertel Tablette jeweils morgens und abends die richtige Dosis sein müsste. Da Ballota kein Futter annahm, öffnete ich ihren Fang und legte das Medikament soweit nach hinten auf ihre Zunge, dass sie es schlucken musste. Meine Beobachtung war, dass sie weder Futter noch Wasser aufnahm. Ich ließ sie erst einmal in Ruhe. Gassigehen funktioniert mit viel Hilfestellung, zumindest Urin ablassen. Sie bleibt stubenrein. Damit hatte Arabelle damals ein zusätzliches Problem. Beim Laufen korrigierte ich einen Drall zur Seite, indem ich genau neben ihr ging und ein Bein an der Seite hielt, nach der sie umfallen würde. Sie brauchte diese Stütze ziemlich oft, alle 2-3 Schritte. Wenn die anderen Hunde mit Gebell ins Freigehege hinaus stürmten, hob sie kurz den Kopf, blieb dann aber im Wohnzimmer liegen. Freigehege? Heute ohne Ballota.</p>
<p>Sonntag, 2.7.17: Ballota wirkte entspannter, schlief jetzt wieder länger am Stück, war nicht mehr so ängstlich, hatte aber noch diese Gleichgewichtsstörung, die sich an der Augenbewegung ablesen ließ. Allmählich wurde die Augenbewegung aber langsamer. Sie lief auch wieder ohne umzufallen mehrere Schritte am Stück ohne Anlehnmöglichkeit. Zur Sicherheit beeilte ich mich aber weiter, möglichst viel direkt neben ihr zu gehen. Urin wurde draußen abgesetzt, Kot gar nicht. Futter und Wasser wurden ignoriert und ausgespuckt, wenn man ihr etwas vorne ins Maul schob. Immerhin erbrach sie nicht mehr. Es ging ihr geringfügig besser als gestern. Wenn ich den Rudelgefährten die Tür zum Freigehege öffnete, so dass sie mit lautem Startgebell hinausstürmten, wollte Ballota mit, brauchte aber unbedingt meine Hilfe, da sie vor Aufregung wieder öfter umfiel. Die Metallgittertreppe hoch zu ihrem Lieblingsplatz unter den Fichten wollte sie auch unbedingt schaffen. Auf der Treppe musste ich sie abschnittsweise fast tragen, hinunter war ähnlich anstrengend. Immerhin schön, wie sie wieder Anteil nahm und geistig wiederkam.</p>
<p>Montag, 3.7.17: Sie war jetzt ganz klar auf dem Weg der Besserung. Ballota schaffte es wieder, die Augen zumindest kurzfristig anzuhalten um einen anzusehen. Die Augenbewegung ließ weiter nach, der Bewegungsablauf wurde flüssiger und sicherer. Sie torkelte etliche Schritte ohne umzufallen, sofern es nicht steil bergauf ging. Sie war ansprechbar.</p>
<p>Da sie vor die Nase gehaltenes Futter und Wasser weiter ignorierte, aber doch zumindest Flüssigkeit dringend brauchte, beschloss ich Zwangsernährung. Vier mal am Tag versuchte ich ihr mit einer stumpfen Spritze in winzigen Einheiten jeweils einen Achtelliter Wasser hinten auf die Zunge zu träufeln, so dass sie schlucken musste ohne sich zu verschlucken. Gar nicht so einfach und langwierig, aber doch wichtig! Ich weichte einen Becher voll Welpen-Trockenfutter, das unser T-Wurf übrig gelassen hatte, in soviel Wasser ein, dass es die Menge so gerade eben aufsaugen konnte. Diese matschigen Pallets legte ich ihr nun auch hinten auf die Zunge. Sie musste sie schlucken. Was zu weit vorne landete, spuckte sie aus. Sie mochte die Prozedur nicht, ließ mich aber machen. Danach Gassigehen wieder mit meiner Hilfe, Anlehnmöglichkeit und häufigem Korrigieren, aber doch schon flotter und etliche -zig Meter weiter als gestern. Sie setzte Kot ab, zum ersten Mal seit Freitag. Die Konsistenz war normal.</p>
<p>Dienstag, 4.7.17: Die Augenbewegung war fast weg. Ballota lief wieder viel sicherer. Auf dem Rückweg vom Gassigehen blieb sie am Wassereimer stehen und probierte, selbständig zu trinken. Ein Riesenfortschritt! Zwangsernährung und Verdauung wie gestern. Oben im Freigehege grub sie sich ihre Lieblings-Liegekuhle im Wurzelbereich einer mittelgroßen Fichte etwas tiefer. Man sah, wie sie gegen Verzögerungen in der Bewegung der Vorderläufe zu kämpfen hatte. Trotzdem schaffte sie es, einen schweren Stein beiseite zu räumen. Zufrieden legte sie sich hin und wirkte ganz entspannt.</p>
<p>Ich telefonierte mit der Tierklinik, erstattete Bericht und ließ mir zusichern, dass ich das zur Neige gehende Medikament am Freitag abholen lassen könnte.</p>
<p>Mittwoch, 5.7.17: Keine auffälligen Augenbewegungen mehr. Es ging ihr deutlich besser. Sie lief zwar noch ungeschickt, aber meist ohne meine Hilfe in normalem Schritttempo vor mir her. Durst und Wasseraufnahme funktionierten endlich wieder normal. Sie trank verteilt über den Tag mehrmals aus dem Eimer vor dem Haus. Ich füllte ihn immer wieder mit frischem Wasser fast voll, so dass sie ihren Kopf nicht tief senken musste.</p>
<p>Die Metallgittertreppe kraxelte sie jetzt auch ohne meine Hilfe wieder hoch. Hinunter bot ich ihr jedoch durchgehend Anlehnmöglichkeit. Wenn ich die Hunde herein rief und als Belohnung für braves Kommen Trockenfutter auf den Fußboden warf, jagte auch Ballota fleißig Bröckchen und schluckte sogar einige. Wieder ein deutlicher Fortschritt! Trotzdem füllte ich ihr wieder einen Becher aufgeweichten Trockenfutters zwangsweise ein. Zusätzlich zu ihrem Medikament bekam sie jetzt zum ersten Mal auch ein hochdosiertes Vit. B-Nahrungsergänzungsmittel.</p>
<p>Donnerstag, 6.7.17: Ballotas Zustand normalisierte sich weiter. Zum ersten Mal seit fast einer Woche fraß sie selbständig einen halben Becher eingeweichtes Trockenfutter aus dem ihr in bequemer Höhe angereichten Napf. Ich beschloss, ab jetzt auf die Zwangsernährung zu verzichten.</p>
<p>Freitag, 7.7.17: Wer Ballota heute beobachtete, kam nicht mehr darauf, dass sie vor sechs Tagen erst einen Schlaganfall hatte. Sie fraß wieder Brei aus ihrem Napf, zumindest ein wenig, wenn ich ihr den Napf wiederholt in bequemer Höhe vor die Nase hielt. Unser innerhalb von Wildemann verkaufter Colliewelpe &#8220;Fox Lions Tjorven&#8221; hatte heute seinen zweiten Impftermin. Tjorvens Frauchen brachte mir, wie Dienstag geplant, Ballotas Medikament &#8220;Vitofyllin 100 mg&#8221; aus der Tierklinik mit. Arabelles Arzneimittelrest hat genau bis heute gereicht. Ein glücklicher Zufall oder göttliche Fügung. Jedenfalls sehr bequem für uns. Ich half Ballota nur noch dadurch beim Fressen, dass ich ihren Napf in für sie angenehmer Höhe vor ihr festhielt.</p>
<p>Samstag, 8.7.17: Heute verblüffte mich Ballota, als sie an einer Bank am Wegrand eine Katze aufscheuchte. Der Jagd-Impuls reichte für drei kräftige Galoppsprünge durch die hohen Kräuter. Steil bergauf blieb sie dann hängen im dichten Aufwuchs und kehrte um. Ich beschloss, demnächst wieder eine Leine mitzunehmen.</p>
<p>Sonntag, 9.7.17: Auf unserer ersten heutigen Gassitour trabte Ballota in einem Tempo vor mir her, dass ich selbst joggen musste. Mir fiel der Vorsatz ein, eine Leine mitzunehmen. Hatte ich natürlich vergessen.</p>
<p>Montag, 10.7.17: Gegen Mittag machte ich mit Ballota einen 20-minütigen Spaziergang, diesmal mit Leine. Sie lief so schön, dass ich plante, sie ab morgen wieder mit den anderen alten Collies des Rudels gemeinsam auszuführen.</p>
<p>Dienstag, 11.7.17: Heute war Ballota wieder ganz normal mit auf unserer Senioren-Runde mit der 12-jährigen Chandra und dem 11-jährigen Drago. Etwas langsamer noch als vor dem Schlaganfall, aber auch an steilen Abschnitten selbständig und kaum noch unsicher. Wir waren über eine Stunde im Bergwald unterwegs. Mit dem Teil-Rudel der jüngeren Collies lief ich die gleiche Strecke wenig später in 35 Minuten. Trotzdem war ich sehr zufrieden.</p>
<p>Sie hat ohne meine Hilfe früh einen halben Becher Welpen-Trockenfutter aus dem Napf gefressen und abends eine volle Portion Brei mit Lachsöl. Ich brauchte den Napf nicht mehr hoch zu halten. Sie kam mir richtig gierig vor, ganz so wie früher.</p>
<p>Mittwoch, 12.7.17: Ballota war schon wieder fast ganz die Alte. Es ist einfacher, zu beschreiben, was nicht ging: Knochenfressen. Sowohl gestern als auch heute testete ich, ob sie so wie immer und wie die anderen auch einen Fleischknochen fressen oder zumindest abnagen wollen würde. Beide Male hat sie mehr Zeit auf den Versuch verwendet, ihn zu verstecken, idealerweise zu vergraben. Schön, wenn das ihr einziges Problem ist!</p>
<p>Donnerstag, 13.7.17: Knochenfressen ging auch wieder. Alles gut.</p>
<p>10. 01.19: Seit über anderthalb Jahren bekommt sie nun täglich Vitofyllin (Wirkstoff: Propentofyllin), längst nur noch eine halbe Tablette früh und eine halbe Tablette abends, also leicht unterdosiert. Anfangs bekam sie jeweils eine dreiviertel Tablette. Außerdem bekommt sie fast täglich ein hochdosiertes Vit. B-Präparat. So lebt sie ganz normal weiter.</p>
<p>03.07.2019: Zwei Jahre lang lebte Ballota mit ihrem Medikament weiter. Im Alter von 15 jahren mussten wir sie, wahrscheinlich wegen Nierenversagen, einschläfern.</p>
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		<title>Aujeszkysche Krankheit auf dem Vormarsch</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2016/12/aujeszkysche-krankheit-auf-dem-vormarsch/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2016 13:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Eine für die meisten Tierarten &#8211; bis auf Primaten und ältere Schweine &#8211; tödliche Seuche breitet sich in unseren Wildschweinbeständen aus: Die durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut. Während Schweine, die älter als vier Tage sind, die Krankheit häufig überleben und den Virus [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2016/12/DSC_4098.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-767" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2016/12/DSC_4098-300x191.jpg" alt="DSC_4098" width="300" height="191" /></a>Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Eine für die meisten Tierarten &#8211; bis auf Primaten und ältere Schweine &#8211; tödliche Seuche breitet sich in unseren Wildschweinbeständen aus: Die durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut. Während Schweine, die älter als vier Tage sind, die Krankheit häufig überleben und den Virus lebenslänglich vornehmlich über Speichel und Blut verbreiten, gehen Beutegreifer wie Hunde und Katzen qualvoll daran ein. <span id="more-764"></span></p>
<p>Zu Verhaltensstörungen, starkem Juckreiz und Speicheln kommen Krämpfe und schließlich der Tod. Tierärzte, die das Virus diagnostizieren, können und dürfen das betroffene Tier nur noch erlösen.</p>
<p>In Hausschweinbeständen kommt diese Seuche nur noch gelegentlich vor. Man kann sich aber beim Kauf von Schweineprodukten nie sicher sein, dass man das Virus nicht doch drin hat.</p>
<p>Um die Ansteckung zu vermeiden, gilt es also, Hunde und Katzen von Wildschweinen und rohen Teilen von Wildschweinen sowie rohen und geräucherten Schweinefleisch-Produkten wie Mett, Schinken oder Mettwurst komplett fernzuhalten.</p>
<p>Gerade jetzt im Winter ist Hauptjagdsaison. Wo die ausgeweideten Reste auf dem Waldboden liegen oder gelegen haben, wo das Blut eines infizierten Wildschweins versickert ist, also auch auf der &#8220;Schweißfährte&#8221;, der Blutspur eines angeschossenen Tieres, ist mindestens ein Vierteljahr lang mit infektiösem Waldboden zu rechnen. Folglich sind jagdlich geführte Hunde die häufigsten Opfer.</p>
<p>Man sollte zur Sicherheit mit Hunden nur an der Leine und auf den Wegen durch den Wald gehen und auch intensives Beschnuppern oder Belecken von für den Hund attraktiven Stellen neben dem Weg unterbinden.</p>
<p>In den Futternapf dürfen Schweinefleisch und v. a. Wildschwein erst nach mindestens 15 Min. Kochzeit, wenn alles durch und durch gar ist. Dies sollte sorgfältig überprüft werden!</p>
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		<title>Immuntherapie gegen Tumorkrankheiten</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2015/02/immuntherapie-gegen-tumorkrankheiten/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 14:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Dr. Thomas Grammel, Osterode am Harz &#160; Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/02/Dackel_DSC_7684.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-689" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/02/Dackel_DSC_7684-214x300.jpg" alt="Dackel_DSC_7684" width="214" height="300" /></a>Ein Bericht von Dr. Thomas Grammel, Osterode am Harz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie</strong></p>
<p>Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die Erfolgsaussichten nicht groß, der Aufwand und Stress für Mensch und Tier aber hoch sind.</p>
<p>Dank der modernen Medizin gibt es inzwischen aber auch die Möglichkeit, den Tumor mithilfe des eigenen Immunsystems des Tieres zu bekämpfen.<span id="more-683"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die dendritische Zelltherapie</strong></p>
<p>Für eine dendritische Zelltherapie wird dem Patienten Blut abgenommen. Dies kann beim Haustierarzt geschehen. Mit ihm wird die Behandlung besprochen. Aus den Abwehrzellen des Blutes (Monozyten) werden dann im Reinraumlabor sogenannte dendritische Zellen entwickelt. Diese Zellen haben im Blut die Aufgabe, fremdartige Strukturen im Körper zu erkennen und diese den spezifischen Abwehrzellen des Immunsystems zu präsentieren (T-Lymphozyten). Bei der Tumorbehandlung werden die dendritischen Zellen dazu angeregt, die Tumorzellen im Körper zu erkennen. Dafür werden sie nach einer Entwicklungszeit von 6 bis 7 Tagen im Labor in die Haut des Patienten gespritzt und wandern von dort über die Lymphgefäße und die Blutbahn in alle Regionen des Körpers. Sie erkennen veränderte Zellen und weisen das Immunsystem auf diese hin (sie präsentieren das Antigen des Tumors). Erst durch diese Antigenpräsentation wird die für das Tumorgeschehen wichtige Bildung von Antikörpern gestartet. So können dann für das Krankheitsgeschehen spezifische Abwehrzellen den Tumor gezielt bekämpfen.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Erst chirurgischer Eingriff, dann Immuntherapie</strong></p>
<p>Günstig ist es, wenn vor Beginn der Therapie möglichst viel Tumorgewebe chirurgisch entfernt worden ist. Denn den Zellen des Immunsystems fällt es umso leichter, den Tumor(rest) und eventuell vorhandene Metastasen zu bekämpfen, je weniger Tumorzellen im Körper vorhanden sind. Wenn der Tumor (zunächst) nicht operiert werden kann, ist eine Behandlung mit dendritischen Zellen trotzdem möglich. In diesem Fall könnenz.B. die dendritischen Zellen bei einem Haut- oder Unterhauttumor gezielt in das Tumorgewebe gespritzt werden, so dass der Tumor von innen heraus bekämpft wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Behandlungsablauf</strong></p>
<p>Eine komplette Behandlung besteht aus 3 Injektionen im Abstand von jeweils vier Wochen. Vor jeder Behandlung wird frisch Blut bei dem Patienten abgenommen und dann wieder im Reinraumlabor aufbereitet. Bei einigen Tumoren ist es nötig, weitere Nachbehandlungen zu machen. Dies vor allem dann, wenn der Tumor nicht operabel war oder bereits Metastasen vorhanden sind. Viele Besitzer merken auch, dass nach mehreren Monaten die durch die Behandlung gewonnene Lebensfreude und Energie wieder nachlässt. Auch dann sollte eine weitere Behandlung erfolgen.<br />
Auch nach Abschluss einer Tumortherapie sind Vorsorgebehandlungen auch zur Steigerung der Vitalität ein bis zwei Mal im Jahr möglich.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Nebenwirkungen</strong></p>
<p>Mögliche Nebenwirkungen werden durch das aktivierte Immunsystem verursacht. Es kann am Tag der Impfung in seltenen Fällen zu einem leichten Unwohlsein und Trägheit kommen. Dies ist eine normale Reaktion des Immunsystems und hält nur kurz an.</p>
<p>Nach Bildung der Immunzellen wandern diese in das noch vorhandene Tumorgewebe ein. Dadurch kann es für den Besitzer aussehen, als ob der Tumor anschwillt. Dies ist aber normalerweise ein Zeichen dafür, dass die körpereigene Abwehr des Patienten eingesetzt hat und die Immunzellen den Tumor erreicht haben. Der Abbau des Tumormaterials beginnt. Nach kurzer Zeit kann dann die erwartete Verkleinerung des verbliebenen Tumorgewebes durch die Wirkung der Immunzellen beobachtet werden. Bei Haut- oder Unterhauttumoren kann für kurze Zeit Flüssigkeit aus dem Tumor oder der operierten Wunde austreten. Dies sind ebenfalls Immunreaktionen, worüber sich der Körper der abgestorbenen Tumorzellen entledigt. Diese geringen möglichen Nebenwirkungen können vom Haustierarzt leicht behandelt werden, ohne dass die Wirkung der Behandlung nachlässt.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Solide Tumore behandeln</strong></p>
<p>Da dendritische Zellen alles „Fremde“ im Körper erkennen, können alle Arten von Tumoren behandelt werden. Gute Erfahrungen wurden beispielsweise bei Hämangiosarkomen, Mastzelltumoren, Plattenepithelkarzinomen und Melanomen gesammelt. Auch Patienten mit Lymphosarkomen konnten schon geholfen werden.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Individuell denken</strong></p>
<p>Da jedes Lebewesen sein eigenes Tumorgeschehen bildet, sollte auch die Behandlung genau auf den einzelnen vierbeinigen Patienten zugeschnitten sein. Bitte sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne. Natürlich in Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt.<br />
&nbsp;</p>
<p>Dr. Thomas Grammel</p>
<p>Schillerstr. 17</p>
<p>37520 Osterode am Harz</p>
<p>Deutschland</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Tel: 05522-918258</span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Web: <a href="http://www.petbiocell.de/">www.immune-therapy.vet</a></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">E-Mail: <a href="mailto:info@petbiocell.de">info@immune-therapy.vet</a></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Twitter: <a href="https://twitter.com/PetBioCell_DE">https://twitter.com/PetBioCell_DE</a></b></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/PetBioCell">https://www.facebook.com/PetBioCell</a></b></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Homöopathie für Welpen und Junghunde</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2015/01/homoeopathie-fuer-welpen-und-junghunde/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2015 08:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies &#8220;Mörderisch! Absolut mörderisch! Wo kommt das denn her?!&#8221;, war die entsetzte Reaktion, als ich dieses hübsche, kleine Büchlein von der Tierheilpraktikerin Simone Specht dem Leiter der Osteroder Tierklinik, Dr. Thomas Grammel und seiner langjährigen Mitarbeiterin Frau Dr. Kniepen zeigte. Dabei hat Dr. Grammel eine Zusatzqualifikation [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/01/DSC_0704b.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-671" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/01/DSC_0704b-168x300.jpg" alt="DSC_0704b" width="168" height="300" /></a>Eine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>&#8220;Mörderisch! Absolut mörderisch! Wo kommt das denn her?!&#8221;, war die entsetzte Reaktion, als ich dieses hübsche, kleine Büchlein von der Tierheilpraktikerin Simone Specht dem Leiter der Osteroder Tierklinik, Dr. Thomas Grammel und seiner langjährigen Mitarbeiterin Frau Dr. Kniepen zeigte. Dabei hat Dr. Grammel eine Zusatzqualifikation in Richtung Homöopathie und ich weiß aus Erfahrung, dass er gerne homöopathische Mittel einsetzt, wo es tiermedizinisch sinnvoll erscheint.</p>
<p>Aufgeschlagen hatte ich S. 52, wo die zweite Symptombeschreibung folgende ist: &#8220;Starke Krampfkolik mit qualvollen Schmerzen. Der Welpe krümmt sich vor Schmerzen zusammen. <span id="more-672"></span>Wärme auf dem Bäuchlein bessert. Abgang von Winden bessert. Gallertartiger Kot nach dem Fressen.&#8221; Die Empfehlung der Autorin: Colocynthis D6, stündliche Gaben. Diese Beschreibung passt zur Darminvagination, die tödlich ist, wenn nicht binnen weniger Stunden in einer Not-Operation geholfen wird!</p>
<p>Leider sind viele Symptombeschreibung in diesem Buch aus der Reihe &#8220;NATURHEILPRAXIS KOMPAKT&#8221; des Ulmer Verlags derart lebensbedrohlich, dass sie ein &#8220;Ab zum Tierarzt! Sofort!&#8221; als Empfehlung haben müssten. Auf der Rückseite des Covers heißt es zum Ziel dieses Buches: &#8220;So wird Ihr Welpe gesund groß: Erfahren Sie, wie Sie seine Entwicklung mit Hilfe von Homöopathie und Bachblüten gezielt unterstützen und kleinere gesundheitliche oder psychische Probleme selbst behandeln können.&#8221; In krassem Widerspruch hierzu handelt es sich bei den Symptombeschreibungen mehrheitlich um ganz gravierende gesundheitliche Störungen und psychische Probleme, an denen bitte niemals selbst herumgedoktert wird!</p>
<p>Ein Welpe ist ein empfindliches Wesen, dessen Immunsystem noch im Aufbau ist. Meistens sind Welpen so voller Lebensenergie und Tätigkeitsdrang, dass sie sich &#8220;kleinere gesundheitliche oder psychische Probleme&#8221; kaum anmerken lassen, vor allem nicht von jemandem, der zum ersten Mal einen Welpen hat. Sollten Bakterien an einer Krankheit beteiligt sein, ist das Zeitfenster für eine vielversprechende Behandlung mit Antibiotika bereits klein, wenn sie auffällt. Wird dann noch mit Versuchen, das Problem selbst homöopathisch in den Griff zu bekommen, weitere Zeit vergeudet, ist es kein Wunder, wenn die schlussendlich doch hinzugezogenen Tierärzte dem dann schon todkranken Welpen auch nicht mehr helfen können. Die Versuche, ihn in der Tierklinik mit Infusionen am Leben zu erhalten, können dafür um ein Vielfaches teurer werden, als wenn der Welpenbesitzer sich gleich ein paar Tabletten abgeholt hätte, die die Bakterien getötet hätten, bevor sie eine Blutvergiftung (Sepsis) ausgelöst hätten.</p>
<p>Fazit: Dieses Buch hält nicht, was es verspricht. Es ist sogar als gefährlich einzustufen.</p>
<p>Als jemand, der in den letzten 30 Jahren 115 Colliewelpen großgezogen hat, empfehle ich Ihnen, lieber Leser, zur Sicherheit mit jedem festgestellten gesundheitlichen Problem bei einem Welpen den Rat eines Tierarztes einzuholen. Wenn er gut ist, wird er Ihren Hund so sanft wie möglich behandeln. Ein risikobewusster Tierheilpraktiker würde Sie in den meisten Fällen auch dorthin weiterschicken. Die Welpenzeit geht so schnell vorbei, dass man vor wiederholtem Einsatz von Antibiotika kaum Angst zu haben braucht.</p>
<p>Homöopathie für Welpen und Junghunde<br />
Simone Specht<br />
Eugen Ulmer KG<br />
Stuttgart, 2013<br />
96 S., Paperback<br />
ISBN 978-3-8001-7890-2<br />
12,90 € (D), 13,30 € (A)</p>
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		<title>Hunde natürlich heilen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2015 19:08:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Dieses kleine Büchlein enthält im Hauptteil ein übersichtliches Nachschlagewerk alphabetisch sortierter Hundekrankheiten und nennt Naturheil-Verfahren gegen sie. Dabei sind Methoden der Klassischen Homöopathie, Komplexmittel, Bachblüten, Schüßler-Salze, pflanzenheilkundliche Möglichkeiten, der Einfluss von Wickeln und Umschlägen sowie Magnetfeldtherapie einbezogen, also alles, was einem Tierheilpraktiker zur Verfügung steht, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/01/DSC_0702b.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-663" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/01/DSC_0702b-184x300.jpg" alt="DSC_0702b" width="184" height="300" /></a>Eine Rezension von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Dieses kleine Büchlein enthält im Hauptteil ein übersichtliches Nachschlagewerk alphabetisch sortierter Hundekrankheiten und nennt Naturheil-Verfahren gegen sie. Dabei sind Methoden der Klassischen Homöopathie, Komplexmittel, Bachblüten, Schüßler-Salze, pflanzenheilkundliche Möglichkeiten, der Einfluss von Wickeln und Umschlägen sowie Magnetfeldtherapie einbezogen, also alles, was einem Tierheilpraktiker zur Verfügung steht, um zu heilen oder eine Heilung zu unterstützen. Dabei weist die Autorin zurecht mehrfach darauf hin, dass dieses Buch bei ernsten Beschwerden nicht den Gang zum Tierarzt ersetzen kann. <span id="more-660"></span>Folgerichtig fehlen auch im Inhaltsverzeichnis so lebensgefährliche Krankheiten wie &#8220;Gebärmutterentzündung&#8221; oder &#8220;Magendreher&#8221;. Solche gehören in die Hand eines Tierarztes &#8211; sofort! Es ist aber gut zu wissen, dass es über die Schulmedizin hinaus auch für unsere Hunde sanfte Hilfen gibt, um gesund zu werden oder zu bleiben. Um sie optimal zu nutzen, sollte immer ein erfahrener Tierheilpraktiker mit einbezogen werden. Sehr gut ist die Auflistung möglicher Ursachen wie z. B. Fehler in der Ernährung oder Unterbringung. So kann das Problem Reisekrankheit in manchen Fällen durch eine genügend enge Transportbox gelöst werden. &#8220;Ich kenne dies aus eigener Erfahrung:,&#8221; schreibt die Autorin, &#8220;Seit unser Hund in eine kleinere Transportbox umgezogen ist, erübrigt sich die Mittelgabe.&#8221;. Wo sie sinnvoll sind, werden Nahrungsergänzungsmittel empfohlen.</p>
<p>Auf den ersten 38 Seiten werden Grundsätze erläutert und Naturheilverfahren erklärt. Zum Schluss wird die Homöopathische Hausapotheke vorgestellt, wie man sie sich für alle Fälle zulegen sollte. Insgesamt ein sehr informatives Büchlein, das nicht nur als Nachschlagewerk dienen kann. Hat man erst einmal gelesen, was es alles gibt, erkennt man bei seinem eigenen Hund auch schneller, wenn er Symptome zeigt und Hilfe braucht. Nimmt man die Beschreibung der Ursachen ernst, kann man im Vorfeld vieles vermeiden.</p>
<p>Hunde natürlich heilen<br />
Christine Steinke-Beck<br />
Eugen Ulmer KG<br />
Stuttgart, 2012<br />
110 S., Paperback<br />
ISBN 978-3-8001-5757-0<br />
12,90 € (D), 13,30 € (A)</p>
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		<title>Hat der Deutsche Schäferhund noch eine Zukunft?</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2012/12/hat-der-deutsche-schaferhund-noch-eine-zukunft/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 14:10:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-493" style="margin: 10px; border: 0px none;" title="Deutscher_Schaeferhund_3526" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a>Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen für seine Freunde, was Günther Bonke, der Experte beim nordrheinwestfälischen Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei (LAFP), Ende Sommer 2011 verriet: Der Deutsche Schäferhund ist ausgemustert. Er war zu teuer geworden, zu häufig krank und zu wenig belastbar. Neben 281 Malinois seien in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde als Diensthunde im Einsatz. Wegen ihrer hohen &#8220;Spiel- und Beutemotivation&#8221; seien die Belgier häufiger nicht nur als Schutzhunde, sondern auch als Spürhunde besser einsetzbar. Damit wird dem kurzhaarigen Belgischen Schäferhund (Malinois) die besondere Ehre zu teil, als Gebrauchshund im internationalen Vergleich der Beste zu sein.<span id="more-490"></span></p>
<p><strong>Geschichte des Deutschen Schäferhunds</strong></p>
<p>Kenner der Hundeszene wundert die Entwicklung nicht. Vergleicht man Schäferhund-Fotos vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts mit aktuellen, um die 100 Jahre danach, fällt vor allem die stark überwinkelte Hinterhand auf, die dem Deutschen Schäferhund den stark abfallenden Rücken beschert hat. Eine Mode, die anderen Schäferhundrassen erspart blieb.</p>
<p>1899 gründete sich der SV (Schäferhunde-Verein) und eröffnete sein eigenes Zuchtbuch. Als Begründer der Hoch- und Reinzucht Deutscher Schäferhunde gilt Max von Stephanitz. Sein &#8220;Hektor von Linksrhein&#8221;, den er in &#8220;Horand von Grafrath&#8221; umbenannte, ist der erste in diesem Zuchtbuch eingetragene Deutsche Schäferhund. Er soll nur 60-61 cm Schulterhöhe gemessen haben, aber ein unverbesserlicher Raufer gewesen sein, der seinem Herrn viel Ärger einbrachte (Hans Räber, &#8220;Enzyklopädie der Rassehunde&#8221;, Bd.1, S. 211). Dieser Hund und sein Bruder &#8220;Luchs von Sparwasser&#8221; sind die Stammväter der Hunderasse. Als Stammmutter gilt die Hündin &#8220;Mari von Grafrath&#8221;. Alle drei hatten mehr Ähnlichkeit mit dem heutigen Malinois, als mit dem heutigen Deutschen Schäferhund. Er war kleiner und leichter und hatte einen geraden Rücken. Mit intensiver Inzucht formte man einen in Form und Größe immer zuverlässiger den noch jungen &#8220;Standard&#8221; erfüllenden stehohrigen Gebrauchshund. Der &#8220;Standard&#8221; ist die Beschreibung, die festlegt, wie ein Hund einer bestimmten Hunderasse auszusehen hat und welche Charaktereigenschaften er haben soll. Im Standard des Deutschen Schäferhund lesen wir auch heute noch:</p>
<p>&#8220;&#8230;Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelt. Die Kruppe soll lang und leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen&#8230;Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelt.&#8221; (FCI-St. Nr. 166 v. 23.12.2010).</p>
<p><strong>&#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; als Modeerscheinung mit Rückenleiden und Lahmheiten</strong></p>
<p>Der gerade Rücken wird also eigentlich immer noch gefordert. Leider sind heute nicht einmal die Schäferhunde aus Leistungslinien im Rücken wirklich gerade geblieben, obwohl sie die Mode nie so ganz mitgemacht haben. Neue Untersuchungen des Gangwerks zeigen, dass auch die 120°-Forderung weder bei den Ausstellungs- noch bei den Leistungslinien eingehalten werden (&#8220;Hunde in Bewegung&#8221;, Prof. Dr. Martin S. Fischer und Dr. Karin E. Lilje). Auch die für die Vorderläufe geforderten 90° zwischen Schulterblatt und Oberarm werden in beiden Linien nicht eingehalten. Die Schrittlänge ist im Schritt besonders kurz, im Trab und Galopp dagegen besonders lang, was zwar elegant aussieht, aber wenig effektiv ist und Einbußen in Bezug auf die Wendigkeit zur Folge hat. In &#8220;Hunde in Bewegung&#8221; wird auf die anatomische Besonderheit hingewiesen, dass nur der Deutsche Schäferhund, der Berner Sennenhund und der Rottweiler ein konkaves Iliosakralgelenk haben. Das ist die Stelle, an der der von der Hinterhand erzeugte Vorschub auf die Wirbelsäule übersetzt wird und damit den ganzen Körper vorwärts bringt. Degenerationserscheinungen der Lendenwirbelsäule sind für verschiedene Arten der Lahmheit verantwortlich.</p>
<p>Das Skelett der meisten 4-füßigen Säugetiere ist als Brücken-Bogen-Skelett angelegt.Die Statik ist ganz ähnlich, wie bei einer Brückenkonstuktion. Die Pfeiler werden durch Vorder- und Hinterhand gebildet, der Bogen durch die Brust- bis Lendenwirbel. Die gleichmäßigste Kräfteverteilung ist gegeben, wenn die Hinterpfoten unter der Hüfte und die Vorderpfoten unter der Schulter stehen, so, wie es die Belgischen Schäferhunde heute noch vormachen. Steht ein Hund dagegen mit weit hinter der Hüfte aufgestellten Hinterpfoten, so muss bereits in diesem Stand eine Mehrbelastung der Lendenwirbelsäule und Gelenke der Hinterhand ausgehalten werden.</p>
<p>Was Ende des vergangenen Jahrhunters in Beschreibungen wie &#8220;vorne Hund, hinten Frosch&#8221; und &#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; gipfelte, ist dem Ausstellungswesen und einer mir völlig unverständlichen Mode und Höher-Bewertung eben solcher, sich falsch belastender Tiere zu verdanken. Dabei ist diese Entwicklung durchaus nicht neu. Otto Rahm, damaliger Kenner der Szene, sprach schon 1922 vom &#8220;Hinterhandwahn&#8221; und meinte damit die überwinkelte Stellung der Hinterbeine und den dadurch stark abfallenden Rücken. 1920 soll er davor gewarnt haben, dass der Deutsche Schäferhund zum Modehund wird: &#8220;&#8230;Das ist ein äußerst gefährlicher Posten, da die Mode jederzeit nur nach äußerem Glanz, nicht nach innerem Gehalt strebt.&#8221; Es soll in den 20er Jahren viele ängstliche, &#8220;scheue&#8221; Deutsche Schäferhunde gegeben haben. Es kursierte die Beobachtung, dass wohl auf Ausstellungen ängstliche Hunde eine &#8220;gute&#8221; Hinterhandwinkelung vortäuschten und somit verstärkt in die Zucht kamen. Ein Zuchtbuchführer der Zeit sprach von 50% wesensschwachen Tieren. Mit der Einführung von Zuchttauglichkeitsprüfungen mit Wesenstests und Leistungsprüfungen verbesserte sich die Situation (Räber, Bd. 1, S.212f).</p>
<p><strong>Karriere im Schutzhundesport<br />
</strong></p>
<p>Polizei und Militär wollten einen starken, Angst einflößenden Hund. Dafür wurde der Deutsche Schäferhund größer und schwerer gezüchtet. Er schaffte es in kurzer Zeit, den Airedale Terrier als Diensthund zu verdrängen und wurde zum beliebtesten Hund der Welt. Einen bedeutenden Anteil an dieser Entwicklung hat der Schutzhundesport, wie er seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts auf SV-Plätzen praktiziert wurde (SV = Schäferhunde-Verein). Die Methoden sollten sich geändert haben. Statt der z. T. tierschutzwidrigen Starkzwangmaßnahmen mit Stachelhalsband und Stromreizgerät sollte man sich auf das durch positive Motivation Erreichbare beschränken. Der früher übliche Kasernenhofton, kombiniert mit tierquälerischen Ausbildungsmethoden hat vielen Hundefreunden den Spaß an diesem Sport verdorben. In der Gesellschaft litt die Akzeptanz zunehmend unter der führenden Rolle des Schäferhunds in den Beißstatistik. Dabei muss jedoch klar gestellt werden, dass die Unfälle immer absolut betrachtet in die Statistik eingingen. Relativ, bezogen auf jeweils 100 Individuen einer Hunderasse, sieht es gar nicht mal so anders aus als bei anderen Hunderassen: Etwa ein Prozent pro Jahr verursacht einen Beißunfall. Allein die Schwere ist oft erheblicher als bei kleineren, weniger beißkräftigen Hunden. Die Angehörigen des SV weisen mit Recht darauf hin, dass die im Schutzhundesport ausgebildeten Hunde meist nicht diejenigen sind, von denen Gefahr ausgeht, da heute nur noch gut sozialisierte und auf Begleithund-Niveau geprüfte Schäferhunde überhaupt in diese Ausbildung dürfen. Die Gefahr geht vielmehr von schlecht sozialisieren, zu wenig oder falsch erzogenen und unverantwortlich gehaltenen Schäferhunden aus. Und doch ist dieses Image des beißkräftigen Polizeihundes mit daran schuld, dass bestimmte Kreise sich verstärkt Schäferhunde als Status-Symbol anschafften: &#8220;Grimmig soll er aussehen! Eindruck soll er machen!&#8221; Eine besondere Gefahr geht von dilettantisch über den Wehrtrieb scharf gemachte und dann wegen Versagens oft über den Tierschutz in dritte Hand abgegebene Schäferhunde aus. Das Tier als Sportgerät. Auch eine traurige Seite des Schutzhundesports. Weite Teile der Bevölkerung lehnen das Hetzen auf Menschen grundsätzlich ab, auch, wenn immer beteuert wird, der modern abgerichtete Sporthund sei ja nur seiner Spielbeute, dem Schutzärmel hinterher. Eine Verwechselung von Situationen ist später vielleicht doch mal möglich und schon beißt der Hund in einen ungeschützten Arm. Bestrebungen, den Schutzhundesport zu verbieten, hat es schon gegeben. Das Argument, man müsse den Schutzhundesport erhalten, um die Basis für die Polizeihundezucht breit zu halten, zählt im Moment weniger &#8211; zumindest in Bezug auf den Deutschen Schäferhund.</p>
<p><strong>Erbkrankheiten als Folge von </strong><strong>Inzucht und Championatszucht<br />
</strong></p>
<p>Die erste Erbkrankheit, die sein Image zu trüben begann, war die Hüftdysplasie (HD). Obwohl inzwischen andere großwüchsige Hunderassen stärker von HD betroffen sind, verbinden viele Menschen den Deutschen Schäferhund mit dieser Krankheit, weil sie bei ihm zuerst diagnostiziert wurde. Leider fielen weitere Erbkrankheiten auf, die seine aktuelle Lebenserwartung auf 10-12 Jahre senkten. Wikipedia nennt in dem Zusammenhang degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS, eine Verengung der hinteren Wirbelsäule, die zu Lahmheit führt), Ellbogendysplasie (ED), Allergien, Pankreasinsuffizienz (Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse), degenerative Myelopathie (ein schleichender Nerven- und Muskelabbau), Schäferhundpyodermie (brennende, eitrige Entzündung der Haut), Schäferhundkeratitis (Augenkrankheit) und Herzvergrößerungen, kongenitales Vestibularsyndrom (Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit), Interessant ist, dass Hündinnen offenbar etwas älter werden als Rüden, was wahrscheinlich auf den kleineren, leichteren Körperbau zurückzuführen ist. 64 % der Hündinnen werden noch über 10 Jahre alt, aber nur 47 % der Rüden &#8211; eine traurige Statistik für eine mittelgroße Hunderasse (Räber, Bd. 1, S.214).</p>
<p>Wieso werden nun gerade Deutsche Schäferhunde so oft von derartigen Erbkrankheiten gequält? Mit der anfänglich intensiven Inzucht und der später fortgesetzten &#8220;Linienzucht&#8221; (moderate Inzucht) verstärkten sich nicht nur die gewünschten Merkmale, sondern auch Defektgene. Solange nur ein Elternteil den Defekt vererbt, kann dieser oft vom gesunden Gen des anderen Elternteils in seiner Wirkung kompensiert werden. So bleibt der Defekt oft lange unbemerkt. Werden gleiche Defektgene aber von beiden Elternteilen vererbt, tritt ein Fehler auf, eine Erbkrankheit. Inzucht als Mittel zur Vereinheitlichung des Typs wurde zur Schaffung der meisten anderen Hunderassen auch eingesetzt. Nach der gründerzeitlichen Inzucht und Massenvermehrung &#8211; 48.000 Tiere wurden in den ersten 25 Jahren des SV ins Zuchtbuch eingetragen (Räber, Bd. 1, S.210) &#8211; kam es beim Deutschen Schäferhund zu einer weiteren extremen Verkleinerung des genetischen Pools. Hochdotierte Champions zeugten Tausende von Nachkommen. Deren Defektgene sind heute kaum noch zu kompensieren, weil sie so stark verbreitet wurden.</p>
<p><strong>Die Zuchtvereine müssen gegensteuern</strong></p>
<p>Trotz dieser Erkenntnisse der modernen Genetik änderte der SV an den Regeln zur Zucht bis jetzt wenig. Kritiker behaupten, es geht um Geld. Viel Geld. Für einen Schäferhundwelpen aus einer &#8220;Spitzenverbindung&#8221; wurden bis zu 100.000 DM gezahlt. So erfolgreichen Züchtern Einschränkungen auferlegen würde erhebliche materielle Verluste bewirken. Dabei sind doch alle Züchter im SV &#8220;Hobbyzüchter&#8221;, oder nicht? (Mehr dazu in &#8220;Der Bergabschäferhund&#8221; von EHU Präsident Walter Winkler, 24.02.1997, s. http://www.hund.ch/insider/owsv.htm).</p>
<p>Jemand, der dieses Problem auch schon vor etlichen Jahren thematisiert hat, sich innerhalb des SV aber nicht durchsetzen konnte, ist Dr. Helmut Raiser. Er gründete gemeinsam mit anderen unzufriedenen Hundesportlern und Züchtern aus SV-Kreisen einen alternativen Schäferhund-Verein für Zucht und Ausbildung, den RSV2000 (s. www.rsv2000.de), der inzwischen auch in den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und die Dachorganisation FCI (Fédération cynologique internationale) aufgenommen wurde.</p>
<p>In einem Artikel über diesen neuen Verein nannte er folgende Ziele und Maßnahmen:</p>
<p>&#8220;&#8230;Wir streben eine verbesserte Zucht Deutscher Schäferhunde an durch Rückbesinnung auf die Eigenschaften eines gesunden, nervenstarken, belastbaren Gebrauchshundes. Unsere Maßnahmen zielen auf:<br />
- Erhalt eines breiten Genpools (möglichst viele wenig oder nicht miteinander verwandte Zuchttiere)<br />
- Konsequente Nachkommenerfassung, deren Ergebnisse allen Mitgliedern des Vereins zugänglich gemacht werden sollen.<br />
- Umfassende Erfassung aller gesundheitlichen Daten der Hunde, um eine breite Grundlage für wissenschaftliche Forschung zu schaffen.<br />
- Begrenzung der Deckeinsätze, damit hochfrequentierte Rüden keinen Schaden in der Zucht anrichten können.<br />
- Konsequenter Einsatz von künstlichen Besamungen nach nachweislich erfolgten Natursprüngen, um bewährte Zuchtrüden lange für die Zucht zu erhalten.&#8221; (http://www.hunde.com/blog/2009/06/schaferhundverein-rsv2000-ev-kompetenz-in-leistung-und-zucht/).</p>
<p>Im gleichen Artikel hebt er hervor, dass es als Folge der neuen Konkurrenz erste kleine Änderungen in den SV-Bestimmungen gebe, dass der SV &#8220;&#8230;wenigstens in winzigen Teilbereichen einige der fortschrittlichen Ideen aus der Zuchtstrategie des RSV2000 übernimmt&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Vielleicht tut das Ausscheiden des Deutschen Schäferhundes aus dem Polizei- und Militärdienst dieser Hunderasse schlussendlich sogar gut. So kann man die Probleme nicht mehr dadurch cachieren, dass er der beste Diensthund der Welt sei &#8211; zur Zeit ist er es eben nicht.</p>
<p>Blicken wir abschließend nochmal zurück: Warum ließ sich der Airedale Terrier eigentlich so problemlos als DER Diensthund und Alleskönner vom Deutschen Schäferhund ablösen und was folgte daraus für diese Hunderasse? Eine interessante Antwort fand ich in Hans Räbers Enzyklopädie der Rassehunde, Bd. 2, S. 24: &#8220;Im Ursprungsland wurde auf die Gebrauchstüchtigkeit immer weniger Wert gelegt. Anlässlich eines &#8216;Forumgesprächs&#8217;, das 1968 unter den bekanntesten Airedale-Spezialisten in England stattfand, wurde gefragt, warum der Airedale Terrier ausgerechnet in seiner Heimat keine Verwendung als Gebrauchshund finde. Darauf antwortete Mrs. Hodgkinson, man habe sich eben daran gewöhnt, im Airedale einen freundlichen Hund zu sehen, und würde ihn nie so fürchten und respektieren wie einen Deutschen Schäferhund, und das solle so bleiben. Doch es fehlte auch nicht an warnenden Stimmen, die den Airedale Terrier nicht zum &#8216;Schoßhund für ältere Damen&#8217; degenerieren lassen wollten.&#8221; Die kontinentalen Terrier-Klubs schreiben im Rahmen der Zuchttauglichkeitsprüfung neben der Überprüfung der äußerlichen Erscheinung auch Wesenstests vor, so dass ängstliche und überaggressive Hunde nicht in die Zucht kommen und der Airedale Terrier als Gebrauchshund erhalten bleibt. Seine Bekanntheit, Beliebtheit und Häufigkeit ging mit der Ablösung durch den Deutschen Schäferhund als häufigstem Diensthund der Welt sicher zurück. Eine schöne Hunderasse mit meist gutem Charakter ist er geblieben. Vielleicht wird sich auch der Deutsche Schäferhund so wie der Airedale Terrier einreihen in die vielen mittelgroßen Gebrauchshunderassen und davon profitieren, dass ihm nur die wahren Freunde treu bleiben. Wie sich dagegen der Malinois mit seinem neuen Image entwickelt, werden wir kritisch beobachten. Vielleicht feiert der Deutsche Schäferhund mit einer genetisch aufgemischten Population eines Tages sein Comeback. Auch das ist möglich.</p>
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		<title>Collie-Standards: Englischer und Amerikanischer Typ</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2009/06/collie-standards-englischer-und-amerikanischer-typ/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 23:40:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck, Fox Lions Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck, </em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank"><em> </em></a><em><a href="http://www.fox-lions.de/" target="_blank">Fox Lions </a></em><em><a href="http://www.fox-lions.de" target="_blank">Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies</a><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignleft" title="Englischer Typ" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/2009_05_24_Aron_DSC_1262.jpg" alt="" width="185" height="249" />In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der &#8220;Amerikanische Collie&#8221; nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale Augen hin auslesen mussten, wenngleich sie sich etwas mehr Größe weiter geleistet haben. So sind heute auch &#8220;Amerikanische Collies&#8221; auf dem Markt, die sich tatsächlich nur in der Größe vom Englischen (FCI-)Collie unterscheiden. Andererseits gibt es unter dem, was auf dem Deutschen Welpenmarkt als &#8220;Amerikanische Collies&#8221; angeboten wird, riesige Unterschiede, weil der Begriff &#8220;Amerikanischer Collie&#8221; zum Sammelbegriff für alle großen, wenig hochgezüchteten, nicht FCI-reinen Collies mißbraucht wird. Vorsicht: Auch die &#8220;Produkte&#8221; der Massenzuchten und Billig-Importe nennen sich so!</p>
<p style="text-align: left;">Schauen wir uns also die Standards vom American Kennel Club (nicht in der FCI) im Vergleich zum FCI-Standard (aus dem Ursprungsland der Hunderasse, also England) genauer an:<span id="more-35"></span></p>
<p style="text-align: left;">Größe und Gewicht: Männliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 60-66 cm und ein Gewicht von 27-34 kg. Englische Collierüden haben eine Schulterhöhe von 57-61 cm bei etwa 26 kg. Weibliche Amerikanische Collies haben eine Schulterhöhe von 55-61 cm und ein Gewicht von 23-30 kg. Für Englische Collie-Hündinnen gelten die Maße 51-56 cm bei etwa 22 kg. Aber die Größe ist nicht das einzige Merkmal, dass den Amerikanischen Collie vom Englischen unterscheidet.</p>
<p style="text-align: left;">Felltyp: Das Fell des Amerikanischen Collies soll den Körperlinien angepasst sein und den Körperbau gut erkennbar halten. Das Deckhaar soll harsch und kräftig sein, die Unterwolle dicht, weich und wesentlich kürzer, so dass eine wasserabweisende, gut wärme-isolierende Struktur gewährleistet ist. Englische Collies haben sehr viel längeres, dicht-plüschiges, weiches Fell, dass die Figur oft kaum noch erahnen lässt und sehr viel pflegeaufwendiger ist. Der geringere Pflegeaufwand ist wohl der wichtigste Grund für viele Colliefreunde, sich immer öfter für einen Amerikanischen Collie zu entscheiden.</p>
<p style="text-align: left;">Während sich die typischen Amerikanischen Collies aus Brombeerranken noch selbständig befreien können, hilft bei Englischen oft nur ein Freischneiden. Entsprechend unterschiedlich ist die Verwendbarkeit dieser beiden Typen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert.jpg"><img class="size-medium wp-image-187 alignleft" title="2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/2011_06_07_Drago_DSC_1527_verkleinert-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" /></a>Farben: Leider gibt es in Amerika noch die Erlaubnis, Merle-Collies mit Zobel-Farbenen zu verpaaren, so dass außer der äußerlich gut erkennbaren Farbe Blue Merle auch die u. U. kaum oder im erwachsenen Alter nicht mehr erkennbare Farbe Sable Merle bzw. Red Merle in Umlauf gebracht wird. Innerhalb der FCI-Vereine ist diese Farbe aus gutem Grund verboten. In der nächsten Generation treten statistisch gesehen ein Viertel meist schwer kranke sogenannte &#8220;Weißtiger&#8221; auf, wenn versehentlich zwei Zuchtpartner mit Merle-Faktor ausgewählt wurden. Das Merle-Gen, das die gewünschte Aufhellung liefert, ist ein Defektgen, das immer durch ein gesundes Gen vom anderen Elternteil kompensiert werden muss! Besonders teuer gehandelt werden die Amerikanischen Weißen Collies mit farbigem Kopf. Deren Zucht ist auch nicht unproblematisch. Im Zusammenhang mit den Weißen treten immer mehr Schecken auf, die als &#8220;weißfaktoriert&#8221; gelten, da sie in der nächsten Generation wieder Weiße hervorbringen können.</p>
<p style="text-align: left;">Form und Größe der Augen: Die Augen der Amerikanischen Collies sind mandelförmig und von mittlerer Größe. Sie lassen sich trotz der schrägen Stellung noch weit öffnen. Sie geben dem Collie ein freundliches Gesicht. Bei vielen Englischen Collies wirken die Augen schmal, schlitzig und sehr klein. Ein asiatisches Lächeln scheint angezüchtet.</p>
<p style="text-align: left;">Kopfform: Der Kopf des Amerikanischen Collies ist etwas weniger schmal und flach gezüchtet, was ihn bzgl. Epilepsie unempfindlicher hält. Er hat noch einen deutlichen &#8220;Stop&#8221; zwischen Nasenlinie und Stirnlinie. Je nach Zuchtlinie, kann der Stopp aber auch fehlen und der Kopf klobig wirken im Vergleich zu den zierlichen, sehr schmalen Köpfen und Schnauzen der Englischen Collies, bei denen der &#8220;Stop&#8221; zwar vorhanden sein sollte, es aber auch nicht immer ist.</p>
<p style="text-align: left;">Wesensmerkmale: Das Wesen des Amerikanischen Collies ist sanft, angstfrei und ausgeglichen, gleichzeitig aber auch gut motivierbar und leicht erziehbar. Der Hütetrieb kann ausgeprägt sein, besonders bei den altmodischen Europäern. Hütetrieb ist nichts anderes, als Jagdtrieb ohne Töten. Das Hetzen ist noch voll mit drin! Insofern sollte an der Abrufbarkeit ordentlich gearbeitet werden, auch in der Erziehung eines Amerikanischen Collies. Das Positive an triebstarken Hunden ist, dass man sie für Spiel, Sport und Arbeit besonders gut brauchen kann. Die Englisch gezüchteten stehen in Hundesportlerkreisen im Ruf, rechte Mimosen zu sein, die sich zwar aus Angst nicht weiter als 10 m von ihren Menschen weg trauen, mit denen man aber längst nicht überall hingehen, geschweige denn zuverlässig arbeiten kann. Auch fehlt den Englischen Collies oft der Hütetrieb, so dass sie schon deshalb an der Herde nicht mehr eingesetzt werden können. Bei fehlender Schussfestigkeit besteht die Gefahr des unkontrollierten Weglaufens, z. B. bei Gewitter oder zu Sylvester. Solche Probleme gibt es bei Amerikanischen Collies meiner Beobachtung nach zumindest weit seltener.</p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>MDR1-Defekt bei Collies und verwandten Rassen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 23:52:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Autorin: Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies in Süd-Niedersachsen (Harz) Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen. Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Autorin: Gudrun Beck, Züchterin der <a href="http://fox-lions.de">Fox Lions Collies</a> in Süd-Niedersachsen (Harz)<br />
</em></p>
<p><a title="MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby" href="http://www.fox-lions.de/" target="_blank"><img class="alignleft alignnone" style="float: left;" src="http://www.fox-lions.de/cache/2008_03_15_herby_dsc_0991_560x420.jpg" alt="MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby" width="256" height="192" /></a></p>
<p>Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen.</p>
<p>Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen MDR1-Genotyp bescheid wissen. Wer einen Hund vom Genotyp MDR1 -/- hat, muss unbedingt darauf achten, dass dieser keine Pferdeäpfel oder andere Hinterlassenschaften von Nutztieren aufnimmt oder aus Fischteichen säuft. Pferde, Vieh und Fische werden mit Ivermectin entwurmt. Ausscheidungen und vermutlich auch Teichwasser können lange noch schädliche Konzentrationen von Ivermectin enthalten. Tierärzte sind vor jeder Behandlung zu informieren. Mitunter muss man sie selbst erst einmal aufklären über das Problem! <span id="more-28"></span></p>
<p>Eine <a title="Liste Arzneistoffe" href="http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt/genotyp_mi_mi.html" target="_blank">Liste der Arzneistoffe</a>, die MDR1-defekten (MDR1 -/-) Hunden auf keinen Fall verabreicht werden dürfen, wird bei den Toxikologen der Universität Gießen gepflegt.</p>
<p>Der Gentest wird inzwischen von verschiedenen Labors angeboten und ist bezahlbar. Ein Backenabstrich mit einer Art Wattestäbchen oder eine kleine Blutprobe sind dafür einzusenden. Man kann sich selbst direkt an ein entsprechendes Labor wenden oder die Probennahme und deren Versandt seinem Tierarzt überlassen. Aktuelle Adressen sind über die Suche im Internet schnell zu finden.</p>
<p>Da das Vererbungsschema als autosonal rezessiv erkannt wurde, ist es einfach, vom Defekt nicht betroffene Welpen zu erzielen. Man benötigt lediglich einen Zuchtpartner, der den Genotyp MDR1 +/+ besitzt. Seine Nachkommen sind entweder MDR1 +/+ oder MDR1 +/-, keinesfalls aber MDR1 -/-. Leider nehmen selbst beim Langhaar-Collie längst noch nicht alle Züchter das Problem ernst.</p>
<p>Welpeninteressenten sollten sich über den MDR1-Genotyp des angebotenen Welpen oder zumindest den der Mutterhündin und des verwendeten Deckrüden informieren, um selbst Schlüsse ziehen zu können. Wer sich einen Welpen des Genotyps MDR1 -/- kauft, muss mit Mehrkosten bei tierärztlichen Behandlungen z. B. gegen Parasiten rechnen.</p>
<p>Das Tierschutzgesetz verbietet, Tiere mit absehbaren Organfunktions-Fehlern bewusst in Kauf zu nehmen. Wer heute einen Welpen mit MDR1 -/- verkauft, riskiert Schadensersatzansprüche in unkalkulierbarer Höhe, weil das Fressen von Pferdeäpfeln bereits teure Behandlungen und Rettungsversuche nach sich ziehen kann, die der Welpenkäufer vom Züchter zurückfordern kann.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Es geht um einen Defekt an der Blut-Hirn-Schranke, wahrscheinlich sogar allgemeiner an Blut-Organ-Schranken. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Organfunktion des gesunden Körpers, die für das Gehirn eventuell schädliche Stoffe aus dem Blut nicht in das Gehirn eindringen lässt. Beim MDR1-defekten Hund (MDR1 -/-) funktioniert diese Schranke zwar noch in Bezug auf natürliche Stoffe, nicht aber gegenüber bestimmten synthetischen Arzneistoffen. MDR steht für &#8220;multi drug resistence&#8221;, also die Wiederstandskraft gegenüber bestimmten (Arznei-)Stoffen.</p>
<p>Als eine Knockout-Maus generiert wurde, bei der gezielt das sog. mdr1a-Gen ausgeschaltet wurde, kam es im Verlauf einer Milbenbehandlung des Mausbestandes mit Ivermectin bei den reinerbigen mdr1a-/- Knockout-Mäusen, nicht jedoch bei den mischerbigen (mdr1a+/-) und den Wildtyp-Tieren (reinerbig mdr1a+/+), zu zahlreichen Todesfällen. Im Gehirn der mdr1a-/- Knockout-Mäuse wurde dabei eine 87-fach höhere Ivermectin-Konzentration im Vergleich zu den mdr1a+/+ Mäusen gefunden. Da auch bei einem an einer Ivermectin-Vergiftung verstorbenen Collie eine starke Anreicherung von Ivermectin im Gehirn nachgewiesen wurde, lag die Vermutung nahe, dass Collies (entsprechend der mdr1a-Knockout Maus) eine Mutation im MDR1-Gen haben müssten. So begann die Suche nach einem Defekt im MDR1-Gen des Collies und verwandter Rassen.</p>
<p>Die größte Häufigkeit des reinerbig betroffenen MDR1-/- Genotyps fand sich bei Collie (33%), Shetland Sheepdog (5,7%), Australian Shepherd (6,9%), Weißer Schweizer Schäferhund (2,3%) und Border Collie (0,3%). Nur mischerbig von diesem Defekt betroffen sind Wäller und Old English Sheepdog. In beiden Rassen muss jedoch auch mit dem Auftreten einer reinerbigen MDR1-/- Mutation gerechnet werden. Zum Bearded Collie liegen noch nicht genug Proben vor, um eine statistisch valide Aussage zu treffen. In einer Studie aus den USA wurde der MDR1-Defekt zusätzlich bei folgenden Hunderassen gefunden: English Shepherd, Longhaired Whippet, McNab und Silken Windhound.</p>
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		<title>Leishmaniose &#8211; wie groß ist das Risiko in Deutschland?</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2007/11/leishmaniose-risiko-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 13:56:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10° C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/leishmaniose.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-19" title="Gefahr im Gebiet Deutschland" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/leishmaniose-219x300.jpg" alt="Gefahr im Gebiet Deutschland" width="219" height="300" /></a><em>Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin</em></p>
<p>Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10° C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken nur im mediterranen Ausland verbreitet sind und Hunde daher auch nur dort gefährdet sind, sich mit der Leishmaniose anzustecken.<span id="more-18"></span></p>
<p>Dr. Torsten Naucke vom Institut für Zoologie der Universität Stuttgart Hohenheim konnte in den letzten Jahren nun auch in Deutschland Sandmücken nachweisen. Und zwar in größerer Anzahl sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. „Trotzdem ist das Risiko, dass sich ein Hund hierzulande mit Leishmaniose infiziert, derzeit noch sehr gering“, sagt Dr. Naucke. Bis heute sind überhaupt erst 11 in Deutschland übertragene Leishmaniose-Fälle vermutet bzw. nachgewiesen: ein Kleinkind, ein Pferd, eine Katze und acht Hunde (siehe Karte)</p>
<p>Gleichzeitig schätzt Dr. Naucke die Anzahl Leishmaniose-infizierter Hunde, die aus dem Ausland importiert wurden und nun in Deutschland leben, auf rund 10 &#8211; 20 Tausend. „Damit haben wir also nicht nur den Überträger, sondern auch den Erreger der Leishmaniose in Deutschland, so dass wir die Möglichkeit einer Übertragung nicht ganz ausschließen dürfen“, erklärt Dr. Naucke. Beruhigend sind Studien, die zeigen, dass moderne Medikamente vor einer Übertragung der Leishmaniose schützen. So konnte in Süditalien, wo die Leishmaniose bereits ein konkretes Problem darstellt, die Ansteckungsrate bei Hunden durch eine monatliche Anwendung des Floh- und Zeckenschutzpräparates Advantix (Bayer) von 10 % auf 1 % gesenkt werden. Das heißt, auch wenn das Risiko einer Ansteckung mit der Leishmaniose hierzulande in Zukunft steigen sollte, steht mit Advantix ein nachgewiesenermaßen effektives Mittel zum Schutz des Hundes zur Verfügung.</p>
<p>Zur Abbildung: Klimakarte Deutschland (2001-2005). Das Klima in Regionen mit Temperaturen &gt; 10° C ist als mediterran einzustufen. Markiert sind Fundorte von Sandmücken (Phlebotomus perniciosus und Phlebotomus mascittii) sowie vermutete und nachgewiesene Leismaniose-Fälle bei Patienten, die niemals im Ausland waren.</p>
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		<title>Babesiose: Übertragungszeit bei männlichen Zecken unter 12 Stunden</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2007/10/babesiose-uebertragungszeit-zecken/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 13:48:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin Viele Tierhalter entdecken Zecken auf ihrem Hund erst, wenn diese sich bereits festgebissen haben. Dann aber kann es schon zu spät sein und der Erreger der „Hundemalaria“ wurde bereits übertragen. Derzeit einziger Schutz sind repellierende Anti-Zecken-Mittel (z. B. Advantix von Bayer) die Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten und/oder einen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207564.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24" title="Auwald Zecke" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2008/04/img207564-300x243.jpg" alt="" width="167" height="135" /></a><em>Von Thekla Vennebusch, Tierärztin und Redakteurin</em></p>
<p>Viele Tierhalter entdecken Zecken auf ihrem Hund erst, wenn diese sich bereits festgebissen haben. Dann aber kann es schon zu spät sein und der Erreger der „Hundemalaria“ wurde bereits übertragen. Derzeit einziger Schutz sind repellierende Anti-Zecken-Mittel (z. B. Advantix von Bayer) die Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten und/oder einen Saugakt von vorn herein verhindern.<span id="more-23"></span></p>
<p>Normalerweise werden die Erreger der Babesiose, der so genannten „Hundemalaria“, von infizierten Auwald-Zecken erst nach 72 Stunden übertragen. Wird ein Hund von einer männlichen Auwald-Zecke befallen, kann er unter Umständen aber bereits innerhalb von nur 12 Stunden infiziert werden. So das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Prof. Dr. Eberhard Schein vom Institut für Parasitologie der FU Berlin kürzlich im Rahmen eines parasitologischen Fachgespräches vorgestellt hat. Ziel der Studie war es, zu ermitteln, wie schnell Zecken die Erreger der Babesiose auf Hunde übertragen können, um Tierhaltern konkrete Empfehlungen für einen sinnvollen Zeckenschutz zu geben.</p>
<p>Die mögliche Übertragungszeit von unter 12 Stunden erklärt sich folgendermaßen: Auf der Suche nach Weibchen suchen männliche Auwald-Zecken nach einem ersten Wirtstier oft noch ein zweites Tier auf. Die Entwicklung infektiöser Babesien-Stadien, die aktiviert wird, wenn eine Zecke auf einen Wirt trifft, findet dann bereits auf dem ersten Tier statt. Wechselt die Zecke anschließend auf einen Hund, kann sie diesen umgehend mit dem ersten Stich infizieren.</p>
<p>Da Hundehalter Zecken auf ihrem Hund meist erst dann ausmachen können, wenn diese bereits festgebissen sind, ist es umso wichtiger, einen Zeckenschutz zu wählen, der einen Saugakt von vorn herein verhindert und die Parasiten gleichzeitig abtötet (repellierender Effekt). Dies ist derzeit der einzige Schutz, der einer Übertragung von Babesiose-Erregern best möglich vorbeugen kann.</p>
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