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	<title>Hunde.com Magazin &#187; Bericht</title>
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	<description>Aktuelles rund um den Hund</description>
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		<title>Alter Hund mit Schlaganfall bzw. Vestibularsyndrom</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 14:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[gbeck]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Ich veröffentliche diese Zeilen, um anderen Hundebesitzern Mut zu machen, ihren Hund nach einem Schlaganfall nicht gleich einschläfern zu lassen, sondern ihm die Chance zu geben, sich davon wieder zu erholen. Als unsere erste Colliehündin Gladess im Alter von 15-einhalb Jahren die Symptome aufwies, ließen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2017/07/bDSC_5371a.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-784" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2017/07/bDSC_5371a-300x224.jpg" alt="bDSC_5371a" width="300" height="224" /></a>Ein Beitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Ich veröffentliche diese Zeilen, um anderen Hundebesitzern Mut zu machen, ihren Hund nach einem Schlaganfall nicht gleich einschläfern zu lassen, sondern ihm die Chance zu geben, sich davon wieder zu erholen.</p>
<p>Als unsere erste Colliehündin Gladess im Alter von 15-einhalb Jahren die Symptome aufwies, ließen wir sie gleich einschläfern. Als wir etliche Jahre später zum zweiten Mal die Symptome sahen, fuhren wir mit Tränen in den Augen, ihr Ende ahnend, unsere damals fast 14-jährige Arabelle in die nächste Tierklinik. Ihr wurde geholfen. Sie lebte noch über ein Jahr mit einem Medikament zur Verbesserung der Durchblutung von Gehirn und Innenohr. Binnen Tagen war sie wieder fast die Alte. Nun also, wieder Jahre später, traf es die 13-jährige Ballota:<br />
<span id="more-785"></span><br />
Samstag, 1.7.17: Schock am frühen Morgen. Ich kam nichts ahnend zu meinen Hunden runter ins Parterre und fand meine alte Ballota in einem Zustand vor, der das Einschläfern nahelegte. Sie schien panisch, versuchte aufzustehen, strauchelte völlig unkoordiniert, teilweise gelähmt, fiel hin, versuchte es wieder, fiel hin, immer wieder. Ihre Augen schauten hastig von rechts nach links, von rechts nach links, von rechts nach links, immer hin und her in der Frequenz der Scheibenwischer, wenn man mit einem Auto durch Starkregen fährt. Sie schien mich nicht zu hören und nicht zu sehen, alles schien sich vor ihr zu drehen, sie übergab sich vor Schwindel. &#8220;Aha, Schlaganfall bzw. Durchblutungsstörung im Innenohr&#8221;, diagnostizierte ich mit meinem Reichtum an Erfahrung und bugsierte sie vor die Tür, &#8220;Pipi machen!&#8221;, was erstaunlicherweise gut funktionierte, obwohl ansonsten ja eigentlich gar nichts mehr zu funktionieren schien.</p>
<p>Gestern Abend war sie noch ein fröhlicher Hund und jetzt das. Gestern Nachmittag zog sie mich fast hinter sich her, als sie auf unserem letzten gemeinsamen Spaziergang auf dem Rückweg einen bestimmten Geruch in die Nase bekam und die Verfolgung aufnahm. Bis dahin bummelte sie mehr hinter als vor mir her, wie es die Art alter Hunde ist. Welchem Tier die Jagd jetzt plötzlich galt, offenbarte sich kurz vor der Ankunft bei uns zuhause: Sie galt der uns gegenüber aggressiven Schäferhündin aus der Nachbarschaft, Lieblingsfeind meiner Hunde. Diese machte kehrt, kam im abgeleinten Zustand einige Meter auf uns zu, blieb dann aber stehen und bellte uns böse an, als ich &#8220;hinter mir!&#8221; durchsetzte und unsere Leinen kürzer griff. Fünf mal musste Frauchen energisch nach ihr rufen. Die Hündin überlegte offensichtlich, ob sie dem Ruf Folge leisten oder doch lieber uns aufmischen wollte. Sie entschied sich für ihr Frauchen, während Ballota noch einmal kurz böse kläffend an mir vorbei auf sie zu preschte, soweit die Leine reichte. Vielleicht war diese Aufregung der Auslöser für ihren Schlaganfall über Nacht. Vielleicht war es auch einfach dran nach so vielen Jahren mit schweinereichen Metzgereiresten als Nahrungsgrundlage. Zuviel Arachidonsäure, ungesunde Fettsäuren. Man kann sich denken, dass die Arterien sich schneller zusetzen als bei Seefisch-basierter oder zumindest schweinefreier Ernährung zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht lag es auch an den Vit. K1-haltigen Löwenzahn- und Brennnessel-Pürrees, die ich in den letzten Tagen großzügig in den Brei mischte. Vielleicht förderten sie die Blutgerinnung zu sehr. Vielleicht liegt auch eine genetische Disposition vor, vielleicht im Zusammenhang mit Degenerativer Myelopathie, von der Gladess, Arabelle und wahrscheinlich auch Ballota betroffen sind bzw. waren, wer weiß, vielleicht&#8230; Man kommt ins Grübeln. Andererseits ist ein Hund mit 13 auch schon ein ziemlich alter Hund.</p>
<p>In der Schublade hatte ich noch einen Rest von Arabelles Medikament &#8220;Vitofyllin 100 mg&#8221;, gerade erst vier Monate hinter dem Haltbarkeitsdatum. Immerhin, immer schön kühl gelagert, könnte es noch helfen. Da es nur mit erheblichem Aufwand und viel Stress für die ohnehin gequält wirkende Ballota möglich gewesen wäre, sie jetzt direkt den Berg hinunter zum Auto zu transportieren und in die nächste Tierklinik zu fahren, entschied ich, es erst einmal mit Arabelles Medikament zu versuchen. Schließlich hatte es ihr auch sehr gut geholfen. In wenigen Tagen war ihr damals fast nichts mehr anzumerken. Ich rechnete aus, dass zu 17,5 kg Ballota eine dreiviertel Tablette jeweils morgens und abends die richtige Dosis sein müsste. Da Ballota kein Futter annahm, öffnete ich ihren Fang und legte das Medikament soweit nach hinten auf ihre Zunge, dass sie es schlucken musste. Meine Beobachtung war, dass sie weder Futter noch Wasser aufnahm. Ich ließ sie erst einmal in Ruhe. Gassigehen funktioniert mit viel Hilfestellung, zumindest Urin ablassen. Sie bleibt stubenrein. Damit hatte Arabelle damals ein zusätzliches Problem. Beim Laufen korrigierte ich einen Drall zur Seite, indem ich genau neben ihr ging und ein Bein an der Seite hielt, nach der sie umfallen würde. Sie brauchte diese Stütze ziemlich oft, alle 2-3 Schritte. Wenn die anderen Hunde mit Gebell ins Freigehege hinaus stürmten, hob sie kurz den Kopf, blieb dann aber im Wohnzimmer liegen. Freigehege? Heute ohne Ballota.</p>
<p>Sonntag, 2.7.17: Ballota wirkte entspannter, schlief jetzt wieder länger am Stück, war nicht mehr so ängstlich, hatte aber noch diese Gleichgewichtsstörung, die sich an der Augenbewegung ablesen ließ. Allmählich wurde die Augenbewegung aber langsamer. Sie lief auch wieder ohne umzufallen mehrere Schritte am Stück ohne Anlehnmöglichkeit. Zur Sicherheit beeilte ich mich aber weiter, möglichst viel direkt neben ihr zu gehen. Urin wurde draußen abgesetzt, Kot gar nicht. Futter und Wasser wurden ignoriert und ausgespuckt, wenn man ihr etwas vorne ins Maul schob. Immerhin erbrach sie nicht mehr. Es ging ihr geringfügig besser als gestern. Wenn ich den Rudelgefährten die Tür zum Freigehege öffnete, so dass sie mit lautem Startgebell hinausstürmten, wollte Ballota mit, brauchte aber unbedingt meine Hilfe, da sie vor Aufregung wieder öfter umfiel. Die Metallgittertreppe hoch zu ihrem Lieblingsplatz unter den Fichten wollte sie auch unbedingt schaffen. Auf der Treppe musste ich sie abschnittsweise fast tragen, hinunter war ähnlich anstrengend. Immerhin schön, wie sie wieder Anteil nahm und geistig wiederkam.</p>
<p>Montag, 3.7.17: Sie war jetzt ganz klar auf dem Weg der Besserung. Ballota schaffte es wieder, die Augen zumindest kurzfristig anzuhalten um einen anzusehen. Die Augenbewegung ließ weiter nach, der Bewegungsablauf wurde flüssiger und sicherer. Sie torkelte etliche Schritte ohne umzufallen, sofern es nicht steil bergauf ging. Sie war ansprechbar.</p>
<p>Da sie vor die Nase gehaltenes Futter und Wasser weiter ignorierte, aber doch zumindest Flüssigkeit dringend brauchte, beschloss ich Zwangsernährung. Vier mal am Tag versuchte ich ihr mit einer stumpfen Spritze in winzigen Einheiten jeweils einen Achtelliter Wasser hinten auf die Zunge zu träufeln, so dass sie schlucken musste ohne sich zu verschlucken. Gar nicht so einfach und langwierig, aber doch wichtig! Ich weichte einen Becher voll Welpen-Trockenfutter, das unser T-Wurf übrig gelassen hatte, in soviel Wasser ein, dass es die Menge so gerade eben aufsaugen konnte. Diese matschigen Pallets legte ich ihr nun auch hinten auf die Zunge. Sie musste sie schlucken. Was zu weit vorne landete, spuckte sie aus. Sie mochte die Prozedur nicht, ließ mich aber machen. Danach Gassigehen wieder mit meiner Hilfe, Anlehnmöglichkeit und häufigem Korrigieren, aber doch schon flotter und etliche -zig Meter weiter als gestern. Sie setzte Kot ab, zum ersten Mal seit Freitag. Die Konsistenz war normal.</p>
<p>Dienstag, 4.7.17: Die Augenbewegung war fast weg. Ballota lief wieder viel sicherer. Auf dem Rückweg vom Gassigehen blieb sie am Wassereimer stehen und probierte, selbständig zu trinken. Ein Riesenfortschritt! Zwangsernährung und Verdauung wie gestern. Oben im Freigehege grub sie sich ihre Lieblings-Liegekuhle im Wurzelbereich einer mittelgroßen Fichte etwas tiefer. Man sah, wie sie gegen Verzögerungen in der Bewegung der Vorderläufe zu kämpfen hatte. Trotzdem schaffte sie es, einen schweren Stein beiseite zu räumen. Zufrieden legte sie sich hin und wirkte ganz entspannt.</p>
<p>Ich telefonierte mit der Tierklinik, erstattete Bericht und ließ mir zusichern, dass ich das zur Neige gehende Medikament am Freitag abholen lassen könnte.</p>
<p>Mittwoch, 5.7.17: Keine auffälligen Augenbewegungen mehr. Es ging ihr deutlich besser. Sie lief zwar noch ungeschickt, aber meist ohne meine Hilfe in normalem Schritttempo vor mir her. Durst und Wasseraufnahme funktionierten endlich wieder normal. Sie trank verteilt über den Tag mehrmals aus dem Eimer vor dem Haus. Ich füllte ihn immer wieder mit frischem Wasser fast voll, so dass sie ihren Kopf nicht tief senken musste.</p>
<p>Die Metallgittertreppe kraxelte sie jetzt auch ohne meine Hilfe wieder hoch. Hinunter bot ich ihr jedoch durchgehend Anlehnmöglichkeit. Wenn ich die Hunde herein rief und als Belohnung für braves Kommen Trockenfutter auf den Fußboden warf, jagte auch Ballota fleißig Bröckchen und schluckte sogar einige. Wieder ein deutlicher Fortschritt! Trotzdem füllte ich ihr wieder einen Becher aufgeweichten Trockenfutters zwangsweise ein. Zusätzlich zu ihrem Medikament bekam sie jetzt zum ersten Mal auch ein hochdosiertes Vit. B-Nahrungsergänzungsmittel.</p>
<p>Donnerstag, 6.7.17: Ballotas Zustand normalisierte sich weiter. Zum ersten Mal seit fast einer Woche fraß sie selbständig einen halben Becher eingeweichtes Trockenfutter aus dem ihr in bequemer Höhe angereichten Napf. Ich beschloss, ab jetzt auf die Zwangsernährung zu verzichten.</p>
<p>Freitag, 7.7.17: Wer Ballota heute beobachtete, kam nicht mehr darauf, dass sie vor sechs Tagen erst einen Schlaganfall hatte. Sie fraß wieder Brei aus ihrem Napf, zumindest ein wenig, wenn ich ihr den Napf wiederholt in bequemer Höhe vor die Nase hielt. Unser innerhalb von Wildemann verkaufter Colliewelpe &#8220;Fox Lions Tjorven&#8221; hatte heute seinen zweiten Impftermin. Tjorvens Frauchen brachte mir, wie Dienstag geplant, Ballotas Medikament &#8220;Vitofyllin 100 mg&#8221; aus der Tierklinik mit. Arabelles Arzneimittelrest hat genau bis heute gereicht. Ein glücklicher Zufall oder göttliche Fügung. Jedenfalls sehr bequem für uns. Ich half Ballota nur noch dadurch beim Fressen, dass ich ihren Napf in für sie angenehmer Höhe vor ihr festhielt.</p>
<p>Samstag, 8.7.17: Heute verblüffte mich Ballota, als sie an einer Bank am Wegrand eine Katze aufscheuchte. Der Jagd-Impuls reichte für drei kräftige Galoppsprünge durch die hohen Kräuter. Steil bergauf blieb sie dann hängen im dichten Aufwuchs und kehrte um. Ich beschloss, demnächst wieder eine Leine mitzunehmen.</p>
<p>Sonntag, 9.7.17: Auf unserer ersten heutigen Gassitour trabte Ballota in einem Tempo vor mir her, dass ich selbst joggen musste. Mir fiel der Vorsatz ein, eine Leine mitzunehmen. Hatte ich natürlich vergessen.</p>
<p>Montag, 10.7.17: Gegen Mittag machte ich mit Ballota einen 20-minütigen Spaziergang, diesmal mit Leine. Sie lief so schön, dass ich plante, sie ab morgen wieder mit den anderen alten Collies des Rudels gemeinsam auszuführen.</p>
<p>Dienstag, 11.7.17: Heute war Ballota wieder ganz normal mit auf unserer Senioren-Runde mit der 12-jährigen Chandra und dem 11-jährigen Drago. Etwas langsamer noch als vor dem Schlaganfall, aber auch an steilen Abschnitten selbständig und kaum noch unsicher. Wir waren über eine Stunde im Bergwald unterwegs. Mit dem Teil-Rudel der jüngeren Collies lief ich die gleiche Strecke wenig später in 35 Minuten. Trotzdem war ich sehr zufrieden.</p>
<p>Sie hat ohne meine Hilfe früh einen halben Becher Welpen-Trockenfutter aus dem Napf gefressen und abends eine volle Portion Brei mit Lachsöl. Ich brauchte den Napf nicht mehr hoch zu halten. Sie kam mir richtig gierig vor, ganz so wie früher.</p>
<p>Mittwoch, 12.7.17: Ballota war schon wieder fast ganz die Alte. Es ist einfacher, zu beschreiben, was nicht ging: Knochenfressen. Sowohl gestern als auch heute testete ich, ob sie so wie immer und wie die anderen auch einen Fleischknochen fressen oder zumindest abnagen wollen würde. Beide Male hat sie mehr Zeit auf den Versuch verwendet, ihn zu verstecken, idealerweise zu vergraben. Schön, wenn das ihr einziges Problem ist!</p>
<p>Donnerstag, 13.7.17: Knochenfressen ging auch wieder. Alles gut.</p>
<p>10. 01.19: Seit über anderthalb Jahren bekommt sie nun täglich Vitofyllin (Wirkstoff: Propentofyllin), längst nur noch eine halbe Tablette früh und eine halbe Tablette abends, also leicht unterdosiert. Anfangs bekam sie jeweils eine dreiviertel Tablette. Außerdem bekommt sie fast täglich ein hochdosiertes Vit. B-Präparat. So lebt sie ganz normal weiter.</p>
<p>03.07.2019: Zwei Jahre lang lebte Ballota mit ihrem Medikament weiter. Im Alter von 15 jahren mussten wir sie, wahrscheinlich wegen Nierenversagen, einschläfern.</p>
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		<title>Kompostierbare Hundekotbeutel!</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2015/04/kompostierbare-hundekotbeutel/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 10:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Aufruf von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Unter Hundlern ist das Problembewusstsein für die Sauberkeit von Städten und Gemeinden, z. T. auch Naturschutzgebieten, immerhin soweit gewachsen, dass der Einsatz von Hundekotbeuteln (fast) selbstverständlich geworden ist. Vielerorts werden Hundekotbeutel in Grünanlagen gratis zur Verfügung gestellt. Zumindest, um unseren Mitmenschen Tretminen zu ersparen, werden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/04/Hundekotbeutel_DSC_1543a.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-714" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/04/Hundekotbeutel_DSC_1543a-201x300.jpg" alt="Hundekotbeutel_DSC_1543a" width="201" height="300" /></a>Ein Aufruf von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Unter Hundlern ist das Problembewusstsein für die Sauberkeit von Städten und Gemeinden, z. T. auch Naturschutzgebieten, immerhin soweit gewachsen, dass der Einsatz von Hundekotbeuteln (fast) selbstverständlich geworden ist.</p>
<p>Vielerorts werden Hundekotbeutel in Grünanlagen gratis zur Verfügung gestellt. Zumindest, um unseren Mitmenschen Tretminen zu ersparen, werden Hinterlassenschaften von Bürgersteigen und Straßen, Rasenflächen und Beeten in Hundkotbeutel eingesammelt und entfernt.</p>
<p class="wp-more-tag mce-wp-more" title="Read More..." data-wp-more="" data-mce-resize="false" data-mce-placeholder="1">Entfernt? Ist ein öffentlicher Abfalleimer in der Nähe, macht ein ordnungsbewusster Hundeführer gerne einen Umweg dorthin und führt den eingetüteten Hundekot der kommunalen Restmüllentsorgung zu.</p>
<p class="wp-more-tag mce-wp-more" title="Read More..." data-wp-more="" data-mce-resize="false" data-mce-placeholder="1">Und wenn nicht? <span id="more-715"></span>Mal ehrlich: Wer trägt den dünn und verletzlich verpackten Hundekot in seiner Jackentasche bis zum eigenen Mülleimer? Kaum einer, der nicht zufällig gerade schon fast wieder daheim ist. Die Mehrheit der gefüllten Tütchen landet unter Büschen in Parkanlagen und Gärten, heimlich versteckt. Der Hundekot alleine würde da, ohne weiter aufzufallen, biologisch abgebaut. Was vielerorts akkumuliert, sind die Plastiktüten, die eben nicht unbedingt einfach so in die Bodenbildung eingehen. Wir wissen inzwischen, dass herkömmliche Plastiktütchen sogar gefährlich für die Natur sind. Nano-Plastikpartikel werden überall nachgewiesen, selbst im Regenwasser. Von Muscheln weiß man, dass diese Nanopartikel entzündliche Prozesse im Körper hervorrufen können. Inzwischen fordert die EU die Reduzierung unseres Plastiktütenkonsums aus Umweltschutzgründen.</p>
<p>Zwei Forderungen verbinden sich mit diesem Problem auf kommunaler Ebene:</p>
<p>1. Wir brauchen mehr öffentliche Abfallbehälter in Wohn- und Grünanlagen<br />
2. Hundekotbeutel sollten kompostierbar sein. Es gibt sie! Beim Einkauf ist darauf zu achten.</p>
<p>Auf 1. wird die Verwaltung mancher Gemeinde ablehnend reagieren mit dem Argument, die regelmäßige Leerung sei mit einem zu hohen Kostenaufwand verbunden. Aber vielleicht geht sie auf 2. ein und stellt zumindest in Tütchenspendern kompostierbare Hundekotbeutel zur Verfügung. Immerhin würde das die Gartenarbeiter entlasten, die sonst oft mit dem Einsammeln gefüllt weggeworfener Hundekotbeutel beschäftigt werden, wenn sie die Schönheit und Sauberkeit der Grünanlagen als Ziel ernsthaft anstreben.</p>
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		</item>
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		<title>Immuntherapie gegen Tumorkrankheiten</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2015/02/immuntherapie-gegen-tumorkrankheiten/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 14:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Dr. Thomas Grammel, Osterode am Harz &#160; Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/02/Dackel_DSC_7684.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-689" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2015/02/Dackel_DSC_7684-214x300.jpg" alt="Dackel_DSC_7684" width="214" height="300" /></a>Ein Bericht von Dr. Thomas Grammel, Osterode am Harz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Immuntherapie als weitere Möglichkeit der Tumortherapie</strong></p>
<p>Mein Hund hat einen Tumor! Diese Diagnose sorgt meistens für Schrecken und Ratlosigkeit beim Besitzer. Häufig ist auch der Tierarzt ratlos und kann wenige Therapiemöglichkeiten anbieten. Vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung schrecken die meisten Besitzer zurück, weil die Erfolgsaussichten nicht groß, der Aufwand und Stress für Mensch und Tier aber hoch sind.</p>
<p>Dank der modernen Medizin gibt es inzwischen aber auch die Möglichkeit, den Tumor mithilfe des eigenen Immunsystems des Tieres zu bekämpfen.<span id="more-683"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die dendritische Zelltherapie</strong></p>
<p>Für eine dendritische Zelltherapie wird dem Patienten Blut abgenommen. Dies kann beim Haustierarzt geschehen. Mit ihm wird die Behandlung besprochen. Aus den Abwehrzellen des Blutes (Monozyten) werden dann im Reinraumlabor sogenannte dendritische Zellen entwickelt. Diese Zellen haben im Blut die Aufgabe, fremdartige Strukturen im Körper zu erkennen und diese den spezifischen Abwehrzellen des Immunsystems zu präsentieren (T-Lymphozyten). Bei der Tumorbehandlung werden die dendritischen Zellen dazu angeregt, die Tumorzellen im Körper zu erkennen. Dafür werden sie nach einer Entwicklungszeit von 6 bis 7 Tagen im Labor in die Haut des Patienten gespritzt und wandern von dort über die Lymphgefäße und die Blutbahn in alle Regionen des Körpers. Sie erkennen veränderte Zellen und weisen das Immunsystem auf diese hin (sie präsentieren das Antigen des Tumors). Erst durch diese Antigenpräsentation wird die für das Tumorgeschehen wichtige Bildung von Antikörpern gestartet. So können dann für das Krankheitsgeschehen spezifische Abwehrzellen den Tumor gezielt bekämpfen.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Erst chirurgischer Eingriff, dann Immuntherapie</strong></p>
<p>Günstig ist es, wenn vor Beginn der Therapie möglichst viel Tumorgewebe chirurgisch entfernt worden ist. Denn den Zellen des Immunsystems fällt es umso leichter, den Tumor(rest) und eventuell vorhandene Metastasen zu bekämpfen, je weniger Tumorzellen im Körper vorhanden sind. Wenn der Tumor (zunächst) nicht operiert werden kann, ist eine Behandlung mit dendritischen Zellen trotzdem möglich. In diesem Fall könnenz.B. die dendritischen Zellen bei einem Haut- oder Unterhauttumor gezielt in das Tumorgewebe gespritzt werden, so dass der Tumor von innen heraus bekämpft wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Behandlungsablauf</strong></p>
<p>Eine komplette Behandlung besteht aus 3 Injektionen im Abstand von jeweils vier Wochen. Vor jeder Behandlung wird frisch Blut bei dem Patienten abgenommen und dann wieder im Reinraumlabor aufbereitet. Bei einigen Tumoren ist es nötig, weitere Nachbehandlungen zu machen. Dies vor allem dann, wenn der Tumor nicht operabel war oder bereits Metastasen vorhanden sind. Viele Besitzer merken auch, dass nach mehreren Monaten die durch die Behandlung gewonnene Lebensfreude und Energie wieder nachlässt. Auch dann sollte eine weitere Behandlung erfolgen.<br />
Auch nach Abschluss einer Tumortherapie sind Vorsorgebehandlungen auch zur Steigerung der Vitalität ein bis zwei Mal im Jahr möglich.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Nebenwirkungen</strong></p>
<p>Mögliche Nebenwirkungen werden durch das aktivierte Immunsystem verursacht. Es kann am Tag der Impfung in seltenen Fällen zu einem leichten Unwohlsein und Trägheit kommen. Dies ist eine normale Reaktion des Immunsystems und hält nur kurz an.</p>
<p>Nach Bildung der Immunzellen wandern diese in das noch vorhandene Tumorgewebe ein. Dadurch kann es für den Besitzer aussehen, als ob der Tumor anschwillt. Dies ist aber normalerweise ein Zeichen dafür, dass die körpereigene Abwehr des Patienten eingesetzt hat und die Immunzellen den Tumor erreicht haben. Der Abbau des Tumormaterials beginnt. Nach kurzer Zeit kann dann die erwartete Verkleinerung des verbliebenen Tumorgewebes durch die Wirkung der Immunzellen beobachtet werden. Bei Haut- oder Unterhauttumoren kann für kurze Zeit Flüssigkeit aus dem Tumor oder der operierten Wunde austreten. Dies sind ebenfalls Immunreaktionen, worüber sich der Körper der abgestorbenen Tumorzellen entledigt. Diese geringen möglichen Nebenwirkungen können vom Haustierarzt leicht behandelt werden, ohne dass die Wirkung der Behandlung nachlässt.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Solide Tumore behandeln</strong></p>
<p>Da dendritische Zellen alles „Fremde“ im Körper erkennen, können alle Arten von Tumoren behandelt werden. Gute Erfahrungen wurden beispielsweise bei Hämangiosarkomen, Mastzelltumoren, Plattenepithelkarzinomen und Melanomen gesammelt. Auch Patienten mit Lymphosarkomen konnten schon geholfen werden.<br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Individuell denken</strong></p>
<p>Da jedes Lebewesen sein eigenes Tumorgeschehen bildet, sollte auch die Behandlung genau auf den einzelnen vierbeinigen Patienten zugeschnitten sein. Bitte sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne. Natürlich in Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt.<br />
&nbsp;</p>
<p>Dr. Thomas Grammel</p>
<p>Schillerstr. 17</p>
<p>37520 Osterode am Harz</p>
<p>Deutschland</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Tel: 05522-918258</span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Web: <a href="http://www.petbiocell.de/">www.immune-therapy.vet</a></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">E-Mail: <a href="mailto:info@petbiocell.de">info@immune-therapy.vet</a></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Twitter: <a href="https://twitter.com/PetBioCell_DE">https://twitter.com/PetBioCell_DE</a></b></span></span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 100%;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/PetBioCell">https://www.facebook.com/PetBioCell</a></b></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geschenkidee Dog Butler ~ eine Hunde-Garderobe</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2014/12/geschenkidee-dog-butler-eine-hunde-garderobe/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2014 17:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geprüft von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Liebe Hundefreunde, dieses Geschenk finde ich so schön, dass ich es Euch auf jeden Fall schnell noch so kurz vor Weihnachten zum selbst an andere Hundefreunde verschenken empfehlen möchte: Eine edele kleine Garderobe, die einfach zu installieren ist und speziell zum Hundausführen alles trägt, was man [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2014/12/Dog_Butler_DSC_0471.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-637" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2014/12/Dog_Butler_DSC_0471-200x300.jpg" alt="Dog_Butler_DSC_0471" width="200" height="300" /></a>Geprüft von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Liebe Hundefreunde,</p>
<p>dieses Geschenk finde ich so schön, dass ich es Euch auf jeden Fall schnell noch so kurz vor Weihnachten zum selbst an andere Hundefreunde verschenken empfehlen möchte:</p>
<p>Eine edele kleine Garderobe, die einfach zu installieren ist und speziell zum Hundausführen alles trägt, was man so braucht. Endlich mal ein nützliches Geschenk!</p>
<p>Die eingefräste Pfote ist schwarz oder orangerot lackiert.<span id="more-634"></span></p>
<p>Mehr dazu auf</p>
<p><cite><img class="alignleft wp-image-638 " src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2014/12/Garderobe-hund.jpg" alt="Garderobe-hund" width="586" height="293" /></cite><cite></cite><cite></cite></p>
<p><a href="http://hund.info/hundeartikel/hundeschluesselbrett-hundegarderobe-der-dog-butler.html">http://hund.info/hundeartikel/hundeschluesselbrett-hundegarderobe-der-dog-butler.html</a></p>
<p>Dort könnt Ihr es auch schnell noch bestellen, damit es rechtzeitig ankommt.</p>
<p>Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tiergestützte Pädagogik: Das Schulhund-Projekt</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2013/03/tiergestutzte-padagogik-das-schulhund-projekt/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 11:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Einsatz von Hunden in der Schule -  Erfahrunbgsbericht einer Lehrerin mit einer Amerikanischen Collie-Hündin. Seit über 1,5 Jahren nehme ich meine Hündin Mieke mit zur Schule. Ein schlau klingendes Konzept habe ich im Vorfeld geschrieben, Fachliteratur gesucht und gewälzt, Studien gelesen, Zeitun gsartikel ausgeschnitten, Fernsehberichte aufgezeichnet. Klingt alles toll, tiergestützte Pädagogik. Aber was hat es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_539" class="wp-caption alignleft" style="width: 229px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/03/Schulhund_Mieke_IMG_0170a.jpg"><img class="size-medium wp-image-539" title="Schulhund_Mieke_IMG_0170a" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2013/03/Schulhund_Mieke_IMG_0170a-277x300.jpg" alt="" width="219" height="237" /></a></dt>
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</div>
<p>Einsatz von Hunden in der Schule - <em> </em><em>Erfahrunbgsbericht einer Lehrerin mit einer <a title="Amerikanische Collies der Hobbyzucht Fox Lions" href="http://www.fox-lions.de" target="_self">Amerikanischen Collie-Hündin</a>.</em></p>
<p>Seit über 1,5 Jahren nehme ich meine Hündin Mieke mit zur Schule. Ein schlau klingendes Konzept habe ich im Vorfeld geschrieben, Fachliteratur gesucht und gewälzt, Studien gelesen, Zeitun</p>
<p>gsartikel ausgeschnitten, Fernsehberichte aufgezeichnet. Klingt alles toll, tiergestützte Pädagogik. Aber was hat es gebracht?</p>
<p>Meine Klasse ist eine besondere Klasse, denn hier werden Kinder mit einem festgestellten Förderbedarf Lernen zusammen mit Hauptschülern unterrichtet. Zur Zeit besuchen 4 Förderschüler die Klasse, ein Kind hat es bereits geschafft seine Lernschwierigkeiten aufzuholen und bekommt nun auch ein normales Hauptschulzeugnis.<span id="more-533"></span></p>
<p>Die knapp 20 Kinder wurden zusammen mit einem flauschigen kleinen Welpen eingeschult. Miteinander sind Kinder und Hund gewachsen, haben viel gelernt. Auch voneinander. Die Hündin ist inzwischen erwachsen, bei den Menschenkindern dauert dies naturgemäß noch an. Mieke ist in der Schule groß geworden, ist an die Unruhe und das Chaos, das entsteht, wenn 250 Menschen zusammen arbeiten, gewöhnt. Sie hält das Lehrerzimmer für eine Spielwiese und die Eingangshalle für ihr zweites Wohnzimmer. Im Klassenraum haut sie sich meist in ihr Körbchen, oder sie schläft unter einem der Tische. Erst einmal wirkt das nicht besonders aufregend. Besonders wird ein solches Projekt dann, wenn man sich die Kinder genau ansieht, um ihre Schwierigkeiten und Hintergründe weiß und die Interaktionen mit dem Schulhund beobachtet. Ich möchte hier von einigen Kindern aus meiner Klasse berichten.</p>
<p>Da wäre zum Beispiel Schüler 1. Dieser hat eine Wahrnehmungsstörung und eine leichte Entwicklungsverzögerung. Obwohl schon 12 Jahre alt, spielte S1 in der 5. Klasse in den Pausen noch mit Stöcken, verlor sich in Phantasiewelten über Ritter und Raumschiffe und war nach Pausenende manchmal so aufgeregt und hibbelig, dass an Unterricht nicht zu denken war. Selbstberuhigung ist bei Mensch und Tier eine Fähigkeit, die nicht von allein vorhanden ist, sondern gelernt und geübt werden muss. Der Junge durfte sich nach den Pausen oft mit dem Hund zusammen auf den Teppich legen, dort ein bisschen herumkugeln, kuscheln und beim Streicheln herunterkommen. Nach einigen Minuten habe ich ihn gefragt: „Na, XY, kannst du jetzt wieder mitmachen?“ und er antwortete meist: „Ja, jetzt geht es wieder“, setzte sich auf seinen Platz und konnte wieder arbeiten.</p>
<p>Ein weiches Hundefell zu streicheln hat auf viele Kinder eine sehr beruhigende Wirkung. Überhaupt wird der Berührungssinn in der Schule ja viel zu wenig benutzt. Wie auch? Schulkinder verlassen sich vor allem auf Augen und Ohren. Moderner Unterricht soll zwar alle Sinne mal ansprechen, Bewegungen zulassen und Material auch zum Anfassen bereithalten, aber sein wir mal ehrlich: das hat im Alltagsunterricht viel zu wenig Platz. So ein Hundefell anzufassen ist eine sinnliche Erfahrung, die nicht viel Zeit kostet, oft verfügbar ist und auch mal schnell im Vorbeigehen funktioniert. Hundehalter wissen aus eigener Erfahrung: ein bisschen streicheln lädt den Akku wieder auf, macht zufrieden, lässt einen wieder ins Gleichgewicht kommen.</p>
<p>Schüler 1 kann sich heute viel besser regulieren. Er muss nicht mehr zum Hund auf den Teppich, aber nach wie vor liebt er Mieke heiß und innig. Streicheln gehört nach wie vor dazu.</p>
<p>Dann ist da Schülerin 2. Das Mädchen hat es nicht leicht. Es litt im Grundschulalter an einem Hirntumor, erduldete Krankenhausaufenthalte, Chemotherapien, Bestrahlungen, Operationen und dutzende von quälenden Untersuchungen. Schülerin 2 erträgt dies mit erstaunlicher Fassung, die man einer 13Jährigen gar nicht zutraut. Das Mädchen hat eine Lernbehinderung, dies ist zum Teil ein Werk des Tumors. Bestimmte Hirnareale funktionieren nicht so, wie sie es sollten. S 2 bringt Mieke immer Hundekekse mit. Mieke liegt gern unter ihrem Tisch, da es gut sein kann, dass während des Unterrichts mal ein Keks herunter wandert. Das Mädchen lässt Mieke Tricks machen und freut sich wie ein Schneekönig, wenn es klappt. Sie kümmert sich besonders gründlich, wenn sie den „Hundedienst“ übernimmt. Sie füllt immer gewissenhaft den Wassernapf nach. Diese Verantwortung zu tragen und der Aufgabe gerecht zu werden ist ein Erfolgserlebnis, das zwar in der Schule passiert, aber nichts mit schulrelevanten Leistungen zu tun hat. Dies ist für alle Kinder eine wichtige Erfahrung, und für ein Kind mit Lernbehinderung natürlich besonders. Erfahrungen dieser Art tun dem Selbstbewusstsein gut und machen stark.</p>
<p>Schüler 3 ist ein weiterer Sonderfall. Er hat ein enormes Problem mit seinem Selbstbewusstsein. Dazu trägt auch bei, dass er eine leichte Hörschädigung hat. Er mag nicht äußern, wenn er etwas nicht verstanden hat, denn er will nicht auffallen. Aus dem selben Grund weigert er sich, seine Hörgeräte zu tragen. Logischerweise ist das nicht sehr förderlich für seine schulischen Leistungen, und schlechte Noten schmälern wieder erneut das ohnehin angekratzte Selbstbewusstsein. Dieser Junge kann die Schule nicht leiden, er ist frustriert und benimmt sich oft daneben, weil er seinen Frust irgendwo lassen muss. Da kommt die blöde Klassenlehrerin sehr gelegen, die schon wieder etwas von ihm will, ihn schon wieder nervt, weil er nicht anfängt zu arbeiten, schon wieder verlangt, dass er aufpasst etc. S 3 hat bereits den sehr frustrierenden Abstieg von der Real- zur Hauptschule hinter sich, er kennt Misserfolge und gibt zumeist den Lehrern die Schuld daran. Wir haben ein kompliziertes Verhältnis zueinander. Es gibt Momente, in denen ich nicht mehr an ihn herankomme. Dann schicke ich Mieke. Sie darf immer zu ihm, sie wird immer gestreichelt, obwohl doch gerade alles so schrecklich ist. Bei diesem Jungen achte ich darauf, dass ich auch während des Unterrichts, quasi im Vorbeigehen, regelmäßig eine Interaktion zwischen ihm und dem Hund herstelle. Es ist sichtbar, wie gut ihm das tut. Mieke interessiert es ja auch nicht, dass er sich ein wenig seltsam verhält, nicht gut hören kann, nuschelt und mit dem sinnentnehmenden Lesen ein Problem hat. Durch sie findet er leichter wieder zurück, beruhigt sich wieder. Oft reicht das aus, dass er wieder den Stift in die Hand nimmt und es wenigstens versucht.</p>
<p>Schülerin 4 ist in der Schule weitestgehend unauffällig und recht leistungsstark. Das Mädchen kommt aus einer kinderreichen Familie, in der ein strenger Vater das Regiment führt. Mieke und dieses Mädchen lieben einander sehr. Mieke begrüßt S 4 immer sehr ausgiebig und liebevoll, oft geht das Mädchen dabei in die Hocke. Mieke stellt ihre Vorderpfoten auf die Schultern der Schülerin, es sieht ein bisschen wie Umarmen aus. Mieke beknabbert hingebungsvoll den Pulloverkragen des Mädchens und wedelt ausladend mit dem Schwanz. Eine Begrüßung wie im Märchen, für ein Kind, dem sonst nichts allein gehört.</p>
<p>Schüler 5 kam Anfang des Schuljahres aus Osteuropa nach Deutschland und geht seitdem in unsere Klasse. Er hat nach wie vor große Schwierigkeiten mit der Sprache, will am liebsten gar kein Deutsch sprechen. Er kann wegen seiner Verständnisschwierigkeiten an vielen Dingen im normalen Unterricht nicht mitarbeiten, bekommt immer anderes Arbeitsmaterial, was er dann doof findet. Er verweigert sich häufig komplett, will nicht einmal etwas Einfaches machen wie ausmalen oder ähnliche bei anderen Kindern häufig beliebte Tätigkeiten. Man merkt ihm seinen Unmut oft an, obwohl er sich nicht sprachlich äußert. Mieke schafft es allerdings, ihm ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Sie findet ihn sympathisch, egal welche Sprache er spricht und welche nicht. Nun kann Mieke ja aber nur Deutsch. Wenn man möchte, dass sie einen Trick macht, muss man das Kommando auf Deutsch geben und das Ergebnis wird auch direkt geprüft, denn Mieke kann ja nur ausführen, was sie verstanden hat. Der Junge muss sich also anstrengen, die Wörter zu behalten und richtig auszusprechen. In diesen Situationen findet er Deutsch dann doch nicht so furchtbar.</p>
<p>Ich habe drei Kinder (zwei Mädchen und einen Jungen), die sehr schüchtern und verschlossen sind. Die drei erzählen von allein nicht so viel, sind still, erzählen auch nicht von allein, wenn sie Streit hatten oder jemand sie geärgert hat. So etwas zu erzählen fällt schwer, wenn man ohnehin nicht so mutig ist und man als „Petze“ schlecht dasteht. Aber manchmal müssen Dinge besprochen und zugegeben werden, auch Sachen, die peinlich sind. Bei solchen Gelegenheiten ist immer der Hund dabei, denn der lenkt von der eigentlichen, unangenehmen Gesprächssituation ab, so dass man sie etwas besser aushalten kann. Die Kinder können den Hund ansehen, ihn streicheln und dabei erzählen. Wenn mal ein Kind ein paar Tränen vergießt, nimmt Mieke das durchaus wahr. Sie spürt, wenn jemand sehr traurig ist und versucht auf ihre Art, etwas dagegen zu tun. Oft springt sie die Kinder an oder klettert auf ihren Schoß. Meist leckt sie die Gesichter ab, man sieht ihr an, dass ihr dieses menschliche Verhalten gar nicht behagt und sie es gern ändern möchte.</p>
<p>Schüler 6 ist stark verhaltensauffällig, lebt in einem Heim und hat in seinem Leben oft die Erfahrung gemacht, dass Erwachsene ihn ablehnen. Schließlich tun dies sogar seine eigenen Eltern. Wegen seines bollerigen Auftretens, seiner Unfähigkeit still zu sitzen und seiner Unangepasstheit eckt er in der Schule oft an. Er verhält sich häufig rücksichtslos und stört oft den Unterricht, vor allem bei Fachlehrern, die er nicht gut kennt. Mieke stört sich nicht an seinem schwierigen Verhalten. Sie findet ihn witzig, er ist in ihren Augen nicht unbedingt fürs Streicheln da, aber fürs Spielen. Als Mieke noch klein war, kugelten Kind und Hund regelmäßig im Klassenzimmer umher. Der kleine Hund hopste auf dem Kind herum, und erstaunlicherweise fiel es dem sonst eher groben Jungen nicht schwer, mit dem Welpen vorsichtig und rücksichtsvoll umzugehen. Auch heute springt Mieke ihm manchmal noch auf den Schoß, wenn sie gute Laune hat. Die beiden albern nach wie vor noch herum, allerdings nicht mehr so häufig, was wohl auf Miekes Alter zurückzuführen ist. Ich denke, dass dieser Junge sehr vom Schulhundprojekt profitiert, da ihm der Hund völlig unvoreingenommen Zuneigung entgegenbringt, und er der Schule so wenigstens eine gute Sache abgewinnen kann.</p>
<p>Ganz allgemein lässt sich sagen: Ein Hund in der Klasse wirkt wie ein Blitzableiter. Besonders dann, wenn „negative“ Gefühle wie Frust, Ärger, Traurigkeit und Enttäuschung bei Kindern spürbar sind, wirkt Miekes bloße Anwesenheit ausgleichend. Sie schafft es, die allgemeine Stimmung im Rahmen zu halten, nimmt einer Situation die Anspannung. Einfach so. Kein Kind kann einem weichen Hundefell widerstehen, einem wedelnden Hund böse sein. Mieke hat, wie auch viele normale Familienhunde, das Bedürfnis nach Harmonie im Rudel. Wenn es Stress gibt, versucht sie ihr Bestes, um die Situation zu entschärfen. Wenn es ihr zu bunt wird, stellt sie sich an die Tür und bellt. Für die Kinder das Signal: Wir sind zu weit gegangen, Mieke hat keine Lust mehr.</p>
<p>Insgesamt profitiert die gesamte Klasse von der tiergestützten Pädagogik. Alle Kinder müssen sich rücksichtsvoller verhalten, wenn ein Hund mit ihnen das Klassenzimmer teilt. Der vielbeschriebene Effekt, durch den Hund sei die Klasse leiser, ist zwar zu beobachten, nutzt sich jedoch mit der Zeit ab. Mir persönlich geht es allerdings gar nicht so sehr um die Lautstärke, das Ganze hat auch viele langfristige Erfolge. So ein Hund liegt oder steht ja häufig einfach im Weg herum, da er dabei sein möchte und nichts verpassen will. Wenn Kinder durch den Raum laufen, müssen sie alles im Blick haben, eben auch das, was sich auf Kniehöhe durch den Raum bewegt oder auf dem Boden liegt. Eine Schülerin habe ich, die sehr ungeschickt ist, sich auch selbst oft wehtut, häufig fällt, weil sie unaufmerksam ist etc. Der Volksmund würde sagen: das Mädchen ist trampelig. Zweimal ist es vorgekommen, dass sie nicht geschaut hat, wo sie hinging, und den Hund umrannte, der sich laut quiekend beschwerte. Das Mädchen mag Mieke sehr gern, es tat ihm unheimlich Leid, dass es Mieke wehgetan hatte. Die Schülerin achtet viel besser auf sich, wenn Mieke da ist, behält ihre Umgebung im Blick und schaut hin, wo sie geht. Ein solcher Zwischenfall ist schon lange nicht mehr vorgekommen.</p>
<p>Was bei Kritikern häufig als Gegenargument genannt wird ist die Vermutung, ein Hund in der Klasse würde die Schüler zu sehr ablenken und den Unterricht störend unterbrechen. Dazu kann ich aus der Erfahrung nun Folgendes berichten: Klar gibt es Unterbrechungen. Aber weder ich noch die Kinder empfinden dies als störend. Es sind überwiegend kurze Augenblicke, dann widmen sich die Kinder wieder ihrer Arbeit. Zum Teil sind die Unterbrechungen sehr lustig, und wir lachen einfach mal herzlich miteinander über den Hund, der mit seinem Teddy im Maul in der Klasse steht und spielen will oder sich geräuschvoll seufzend im Korb niederlässt. Es ist sogar wichtig, dass die Kinder den Hund beachten, seine Bedürfnisse wahrnehmen und deuten können. „Guck mal, was Mieke macht! Die will bestimmt …“ sind Aussagen meiner Schüler, über die ich mich freue. Sie zeigen, dass der oberste Zweck des Projekts, nämlich die Schüler zu mehr Empathie und Einfühlungsvermögen zu erziehen, gelingt. Außerdem sorgt ein Hund ganz nebenbei für gute Laune. Und welcher Lehrer würde denn verhindern wollen, dass die Schüler mit guter Laune im Klassenzimmer sitzen? Eine positive Lernumgebung und eine positive Grundeinstellung wirken immens motivierend auf ein Kind und verbessern die Leistungsbereitschaft.</p>
<p>Viele Eltern, sowohl aus meiner Klasse als auch aus der Parallelklasse, sind mittlerweile echte Fans des Schulhundprojektes. Ich erhalte ausschließlich positive Rückmeldungen der Eltern, insbesondere von Eltern der „speziellen“ Kinder. Die Eltern sehen, wie gern ihre Kinder in diese Klasse gehen, wie sehr sie sich mit ihr identifizieren, was sie zu Hause erzählen. Von Eltern der Parallelklasse, in der ich ebenfalls unterrichte, habe ich Bitten erhalten, Mieke dort ebenfalls im Unterricht einzusetzen. Leider lässt sich das aus zeitlichen bzw. unterrichtsorganisatorischen Gründen nicht oft realisieren. Aber natürlich treffen die Schüler der Parallelklasse Mieke auch auf dem Flur und in der Pause. Klar hat sie dort, wie auch in allen anderen Klassen, jede Menge Freunde.</p>
<p>Nach wie vor bin ich vom Schulhundprojekt überzeugt. Die Erfolge, die wir verzeichnen können, sprechen für sich. Natürlich darf man nicht vergessen, dass diese Erfolge nicht von allein eintreten. Sowohl mit dem Hund als auch mit der Klasse muss intensiv gearbeitet werden, damit die Zusammenarbeit klappt. Ich kann jedoch nur betonen, wie sehr sich die viele Arbeit immer wieder bezahlt macht. Mit diesem Bericht möchte ich auch andere Lehrer und Schulleitungen ermutigen, Projekte dieser Art zu initiieren bzw. als Schulleitungen zuzulassen. Viel zu oft werden engagierten Lehrern Steine in den Weg gelegt, es werden völlig überzogene Anforderungen gestellt und unnötige Reglementierungen auferlegt. Seit 2007 gibt es in Niedersachsen das Prinzip der Eigenverantwortlichen Schule, warum nutzen wir dieses nicht auch mal für ungewöhnliche Projekte wie eben die tiergestützte Pädagogik? Liebe Kollegen, traut Euch!</p>
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		<title>Hat der Deutsche Schäferhund noch eine Zukunft?</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 14:10:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-493" style="margin: 10px; border: 0px none;" title="Deutscher_Schaeferhund_3526" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/12/Deutscher_Schaeferhund_3526-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a>Ein Fachbeitrag von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p>Für die einen der zurückgezüchtete, furchteinflößende &#8220;böse Wolf&#8221;, für die anderen eine Ikone, der mit Abstand beste Hund der Welt. Jahrzehntelang war er mit dem besonderen Image behaftet, der in unterschiedlichen Disziplinen leistungsstärkste Diensthund für Polizei und Militär zu sein. So muss es bitter klingen für seine Freunde, was Günther Bonke, der Experte beim nordrheinwestfälischen Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei (LAFP), Ende Sommer 2011 verriet: Der Deutsche Schäferhund ist ausgemustert. Er war zu teuer geworden, zu häufig krank und zu wenig belastbar. Neben 281 Malinois seien in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde als Diensthunde im Einsatz. Wegen ihrer hohen &#8220;Spiel- und Beutemotivation&#8221; seien die Belgier häufiger nicht nur als Schutzhunde, sondern auch als Spürhunde besser einsetzbar. Damit wird dem kurzhaarigen Belgischen Schäferhund (Malinois) die besondere Ehre zu teil, als Gebrauchshund im internationalen Vergleich der Beste zu sein.<span id="more-490"></span></p>
<p><strong>Geschichte des Deutschen Schäferhunds</strong></p>
<p>Kenner der Hundeszene wundert die Entwicklung nicht. Vergleicht man Schäferhund-Fotos vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts mit aktuellen, um die 100 Jahre danach, fällt vor allem die stark überwinkelte Hinterhand auf, die dem Deutschen Schäferhund den stark abfallenden Rücken beschert hat. Eine Mode, die anderen Schäferhundrassen erspart blieb.</p>
<p>1899 gründete sich der SV (Schäferhunde-Verein) und eröffnete sein eigenes Zuchtbuch. Als Begründer der Hoch- und Reinzucht Deutscher Schäferhunde gilt Max von Stephanitz. Sein &#8220;Hektor von Linksrhein&#8221;, den er in &#8220;Horand von Grafrath&#8221; umbenannte, ist der erste in diesem Zuchtbuch eingetragene Deutsche Schäferhund. Er soll nur 60-61 cm Schulterhöhe gemessen haben, aber ein unverbesserlicher Raufer gewesen sein, der seinem Herrn viel Ärger einbrachte (Hans Räber, &#8220;Enzyklopädie der Rassehunde&#8221;, Bd.1, S. 211). Dieser Hund und sein Bruder &#8220;Luchs von Sparwasser&#8221; sind die Stammväter der Hunderasse. Als Stammmutter gilt die Hündin &#8220;Mari von Grafrath&#8221;. Alle drei hatten mehr Ähnlichkeit mit dem heutigen Malinois, als mit dem heutigen Deutschen Schäferhund. Er war kleiner und leichter und hatte einen geraden Rücken. Mit intensiver Inzucht formte man einen in Form und Größe immer zuverlässiger den noch jungen &#8220;Standard&#8221; erfüllenden stehohrigen Gebrauchshund. Der &#8220;Standard&#8221; ist die Beschreibung, die festlegt, wie ein Hund einer bestimmten Hunderasse auszusehen hat und welche Charaktereigenschaften er haben soll. Im Standard des Deutschen Schäferhund lesen wir auch heute noch:</p>
<p>&#8220;&#8230;Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelt. Die Kruppe soll lang und leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen&#8230;Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelt.&#8221; (FCI-St. Nr. 166 v. 23.12.2010).</p>
<p><strong>&#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; als Modeerscheinung mit Rückenleiden und Lahmheiten</strong></p>
<p>Der gerade Rücken wird also eigentlich immer noch gefordert. Leider sind heute nicht einmal die Schäferhunde aus Leistungslinien im Rücken wirklich gerade geblieben, obwohl sie die Mode nie so ganz mitgemacht haben. Neue Untersuchungen des Gangwerks zeigen, dass auch die 120°-Forderung weder bei den Ausstellungs- noch bei den Leistungslinien eingehalten werden (&#8220;Hunde in Bewegung&#8221;, Prof. Dr. Martin S. Fischer und Dr. Karin E. Lilje). Auch die für die Vorderläufe geforderten 90° zwischen Schulterblatt und Oberarm werden in beiden Linien nicht eingehalten. Die Schrittlänge ist im Schritt besonders kurz, im Trab und Galopp dagegen besonders lang, was zwar elegant aussieht, aber wenig effektiv ist und Einbußen in Bezug auf die Wendigkeit zur Folge hat. In &#8220;Hunde in Bewegung&#8221; wird auf die anatomische Besonderheit hingewiesen, dass nur der Deutsche Schäferhund, der Berner Sennenhund und der Rottweiler ein konkaves Iliosakralgelenk haben. Das ist die Stelle, an der der von der Hinterhand erzeugte Vorschub auf die Wirbelsäule übersetzt wird und damit den ganzen Körper vorwärts bringt. Degenerationserscheinungen der Lendenwirbelsäule sind für verschiedene Arten der Lahmheit verantwortlich.</p>
<p>Das Skelett der meisten 4-füßigen Säugetiere ist als Brücken-Bogen-Skelett angelegt.Die Statik ist ganz ähnlich, wie bei einer Brückenkonstuktion. Die Pfeiler werden durch Vorder- und Hinterhand gebildet, der Bogen durch die Brust- bis Lendenwirbel. Die gleichmäßigste Kräfteverteilung ist gegeben, wenn die Hinterpfoten unter der Hüfte und die Vorderpfoten unter der Schulter stehen, so, wie es die Belgischen Schäferhunde heute noch vormachen. Steht ein Hund dagegen mit weit hinter der Hüfte aufgestellten Hinterpfoten, so muss bereits in diesem Stand eine Mehrbelastung der Lendenwirbelsäule und Gelenke der Hinterhand ausgehalten werden.</p>
<p>Was Ende des vergangenen Jahrhunters in Beschreibungen wie &#8220;vorne Hund, hinten Frosch&#8221; und &#8220;Bergab-Schäferhund&#8221; gipfelte, ist dem Ausstellungswesen und einer mir völlig unverständlichen Mode und Höher-Bewertung eben solcher, sich falsch belastender Tiere zu verdanken. Dabei ist diese Entwicklung durchaus nicht neu. Otto Rahm, damaliger Kenner der Szene, sprach schon 1922 vom &#8220;Hinterhandwahn&#8221; und meinte damit die überwinkelte Stellung der Hinterbeine und den dadurch stark abfallenden Rücken. 1920 soll er davor gewarnt haben, dass der Deutsche Schäferhund zum Modehund wird: &#8220;&#8230;Das ist ein äußerst gefährlicher Posten, da die Mode jederzeit nur nach äußerem Glanz, nicht nach innerem Gehalt strebt.&#8221; Es soll in den 20er Jahren viele ängstliche, &#8220;scheue&#8221; Deutsche Schäferhunde gegeben haben. Es kursierte die Beobachtung, dass wohl auf Ausstellungen ängstliche Hunde eine &#8220;gute&#8221; Hinterhandwinkelung vortäuschten und somit verstärkt in die Zucht kamen. Ein Zuchtbuchführer der Zeit sprach von 50% wesensschwachen Tieren. Mit der Einführung von Zuchttauglichkeitsprüfungen mit Wesenstests und Leistungsprüfungen verbesserte sich die Situation (Räber, Bd. 1, S.212f).</p>
<p><strong>Karriere im Schutzhundesport<br />
</strong></p>
<p>Polizei und Militär wollten einen starken, Angst einflößenden Hund. Dafür wurde der Deutsche Schäferhund größer und schwerer gezüchtet. Er schaffte es in kurzer Zeit, den Airedale Terrier als Diensthund zu verdrängen und wurde zum beliebtesten Hund der Welt. Einen bedeutenden Anteil an dieser Entwicklung hat der Schutzhundesport, wie er seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts auf SV-Plätzen praktiziert wurde (SV = Schäferhunde-Verein). Die Methoden sollten sich geändert haben. Statt der z. T. tierschutzwidrigen Starkzwangmaßnahmen mit Stachelhalsband und Stromreizgerät sollte man sich auf das durch positive Motivation Erreichbare beschränken. Der früher übliche Kasernenhofton, kombiniert mit tierquälerischen Ausbildungsmethoden hat vielen Hundefreunden den Spaß an diesem Sport verdorben. In der Gesellschaft litt die Akzeptanz zunehmend unter der führenden Rolle des Schäferhunds in den Beißstatistik. Dabei muss jedoch klar gestellt werden, dass die Unfälle immer absolut betrachtet in die Statistik eingingen. Relativ, bezogen auf jeweils 100 Individuen einer Hunderasse, sieht es gar nicht mal so anders aus als bei anderen Hunderassen: Etwa ein Prozent pro Jahr verursacht einen Beißunfall. Allein die Schwere ist oft erheblicher als bei kleineren, weniger beißkräftigen Hunden. Die Angehörigen des SV weisen mit Recht darauf hin, dass die im Schutzhundesport ausgebildeten Hunde meist nicht diejenigen sind, von denen Gefahr ausgeht, da heute nur noch gut sozialisierte und auf Begleithund-Niveau geprüfte Schäferhunde überhaupt in diese Ausbildung dürfen. Die Gefahr geht vielmehr von schlecht sozialisieren, zu wenig oder falsch erzogenen und unverantwortlich gehaltenen Schäferhunden aus. Und doch ist dieses Image des beißkräftigen Polizeihundes mit daran schuld, dass bestimmte Kreise sich verstärkt Schäferhunde als Status-Symbol anschafften: &#8220;Grimmig soll er aussehen! Eindruck soll er machen!&#8221; Eine besondere Gefahr geht von dilettantisch über den Wehrtrieb scharf gemachte und dann wegen Versagens oft über den Tierschutz in dritte Hand abgegebene Schäferhunde aus. Das Tier als Sportgerät. Auch eine traurige Seite des Schutzhundesports. Weite Teile der Bevölkerung lehnen das Hetzen auf Menschen grundsätzlich ab, auch, wenn immer beteuert wird, der modern abgerichtete Sporthund sei ja nur seiner Spielbeute, dem Schutzärmel hinterher. Eine Verwechselung von Situationen ist später vielleicht doch mal möglich und schon beißt der Hund in einen ungeschützten Arm. Bestrebungen, den Schutzhundesport zu verbieten, hat es schon gegeben. Das Argument, man müsse den Schutzhundesport erhalten, um die Basis für die Polizeihundezucht breit zu halten, zählt im Moment weniger &#8211; zumindest in Bezug auf den Deutschen Schäferhund.</p>
<p><strong>Erbkrankheiten als Folge von </strong><strong>Inzucht und Championatszucht<br />
</strong></p>
<p>Die erste Erbkrankheit, die sein Image zu trüben begann, war die Hüftdysplasie (HD). Obwohl inzwischen andere großwüchsige Hunderassen stärker von HD betroffen sind, verbinden viele Menschen den Deutschen Schäferhund mit dieser Krankheit, weil sie bei ihm zuerst diagnostiziert wurde. Leider fielen weitere Erbkrankheiten auf, die seine aktuelle Lebenserwartung auf 10-12 Jahre senkten. Wikipedia nennt in dem Zusammenhang degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS, eine Verengung der hinteren Wirbelsäule, die zu Lahmheit führt), Ellbogendysplasie (ED), Allergien, Pankreasinsuffizienz (Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse), degenerative Myelopathie (ein schleichender Nerven- und Muskelabbau), Schäferhundpyodermie (brennende, eitrige Entzündung der Haut), Schäferhundkeratitis (Augenkrankheit) und Herzvergrößerungen, kongenitales Vestibularsyndrom (Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit), Interessant ist, dass Hündinnen offenbar etwas älter werden als Rüden, was wahrscheinlich auf den kleineren, leichteren Körperbau zurückzuführen ist. 64 % der Hündinnen werden noch über 10 Jahre alt, aber nur 47 % der Rüden &#8211; eine traurige Statistik für eine mittelgroße Hunderasse (Räber, Bd. 1, S.214).</p>
<p>Wieso werden nun gerade Deutsche Schäferhunde so oft von derartigen Erbkrankheiten gequält? Mit der anfänglich intensiven Inzucht und der später fortgesetzten &#8220;Linienzucht&#8221; (moderate Inzucht) verstärkten sich nicht nur die gewünschten Merkmale, sondern auch Defektgene. Solange nur ein Elternteil den Defekt vererbt, kann dieser oft vom gesunden Gen des anderen Elternteils in seiner Wirkung kompensiert werden. So bleibt der Defekt oft lange unbemerkt. Werden gleiche Defektgene aber von beiden Elternteilen vererbt, tritt ein Fehler auf, eine Erbkrankheit. Inzucht als Mittel zur Vereinheitlichung des Typs wurde zur Schaffung der meisten anderen Hunderassen auch eingesetzt. Nach der gründerzeitlichen Inzucht und Massenvermehrung &#8211; 48.000 Tiere wurden in den ersten 25 Jahren des SV ins Zuchtbuch eingetragen (Räber, Bd. 1, S.210) &#8211; kam es beim Deutschen Schäferhund zu einer weiteren extremen Verkleinerung des genetischen Pools. Hochdotierte Champions zeugten Tausende von Nachkommen. Deren Defektgene sind heute kaum noch zu kompensieren, weil sie so stark verbreitet wurden.</p>
<p><strong>Die Zuchtvereine müssen gegensteuern</strong></p>
<p>Trotz dieser Erkenntnisse der modernen Genetik änderte der SV an den Regeln zur Zucht bis jetzt wenig. Kritiker behaupten, es geht um Geld. Viel Geld. Für einen Schäferhundwelpen aus einer &#8220;Spitzenverbindung&#8221; wurden bis zu 100.000 DM gezahlt. So erfolgreichen Züchtern Einschränkungen auferlegen würde erhebliche materielle Verluste bewirken. Dabei sind doch alle Züchter im SV &#8220;Hobbyzüchter&#8221;, oder nicht? (Mehr dazu in &#8220;Der Bergabschäferhund&#8221; von EHU Präsident Walter Winkler, 24.02.1997, s. http://www.hund.ch/insider/owsv.htm).</p>
<p>Jemand, der dieses Problem auch schon vor etlichen Jahren thematisiert hat, sich innerhalb des SV aber nicht durchsetzen konnte, ist Dr. Helmut Raiser. Er gründete gemeinsam mit anderen unzufriedenen Hundesportlern und Züchtern aus SV-Kreisen einen alternativen Schäferhund-Verein für Zucht und Ausbildung, den RSV2000 (s. www.rsv2000.de), der inzwischen auch in den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und die Dachorganisation FCI (Fédération cynologique internationale) aufgenommen wurde.</p>
<p>In einem Artikel über diesen neuen Verein nannte er folgende Ziele und Maßnahmen:</p>
<p>&#8220;&#8230;Wir streben eine verbesserte Zucht Deutscher Schäferhunde an durch Rückbesinnung auf die Eigenschaften eines gesunden, nervenstarken, belastbaren Gebrauchshundes. Unsere Maßnahmen zielen auf:<br />
- Erhalt eines breiten Genpools (möglichst viele wenig oder nicht miteinander verwandte Zuchttiere)<br />
- Konsequente Nachkommenerfassung, deren Ergebnisse allen Mitgliedern des Vereins zugänglich gemacht werden sollen.<br />
- Umfassende Erfassung aller gesundheitlichen Daten der Hunde, um eine breite Grundlage für wissenschaftliche Forschung zu schaffen.<br />
- Begrenzung der Deckeinsätze, damit hochfrequentierte Rüden keinen Schaden in der Zucht anrichten können.<br />
- Konsequenter Einsatz von künstlichen Besamungen nach nachweislich erfolgten Natursprüngen, um bewährte Zuchtrüden lange für die Zucht zu erhalten.&#8221; (http://www.hunde.com/blog/2009/06/schaferhundverein-rsv2000-ev-kompetenz-in-leistung-und-zucht/).</p>
<p>Im gleichen Artikel hebt er hervor, dass es als Folge der neuen Konkurrenz erste kleine Änderungen in den SV-Bestimmungen gebe, dass der SV &#8220;&#8230;wenigstens in winzigen Teilbereichen einige der fortschrittlichen Ideen aus der Zuchtstrategie des RSV2000 übernimmt&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Vielleicht tut das Ausscheiden des Deutschen Schäferhundes aus dem Polizei- und Militärdienst dieser Hunderasse schlussendlich sogar gut. So kann man die Probleme nicht mehr dadurch cachieren, dass er der beste Diensthund der Welt sei &#8211; zur Zeit ist er es eben nicht.</p>
<p>Blicken wir abschließend nochmal zurück: Warum ließ sich der Airedale Terrier eigentlich so problemlos als DER Diensthund und Alleskönner vom Deutschen Schäferhund ablösen und was folgte daraus für diese Hunderasse? Eine interessante Antwort fand ich in Hans Räbers Enzyklopädie der Rassehunde, Bd. 2, S. 24: &#8220;Im Ursprungsland wurde auf die Gebrauchstüchtigkeit immer weniger Wert gelegt. Anlässlich eines &#8216;Forumgesprächs&#8217;, das 1968 unter den bekanntesten Airedale-Spezialisten in England stattfand, wurde gefragt, warum der Airedale Terrier ausgerechnet in seiner Heimat keine Verwendung als Gebrauchshund finde. Darauf antwortete Mrs. Hodgkinson, man habe sich eben daran gewöhnt, im Airedale einen freundlichen Hund zu sehen, und würde ihn nie so fürchten und respektieren wie einen Deutschen Schäferhund, und das solle so bleiben. Doch es fehlte auch nicht an warnenden Stimmen, die den Airedale Terrier nicht zum &#8216;Schoßhund für ältere Damen&#8217; degenerieren lassen wollten.&#8221; Die kontinentalen Terrier-Klubs schreiben im Rahmen der Zuchttauglichkeitsprüfung neben der Überprüfung der äußerlichen Erscheinung auch Wesenstests vor, so dass ängstliche und überaggressive Hunde nicht in die Zucht kommen und der Airedale Terrier als Gebrauchshund erhalten bleibt. Seine Bekanntheit, Beliebtheit und Häufigkeit ging mit der Ablösung durch den Deutschen Schäferhund als häufigstem Diensthund der Welt sicher zurück. Eine schöne Hunderasse mit meist gutem Charakter ist er geblieben. Vielleicht wird sich auch der Deutsche Schäferhund so wie der Airedale Terrier einreihen in die vielen mittelgroßen Gebrauchshunderassen und davon profitieren, dass ihm nur die wahren Freunde treu bleiben. Wie sich dagegen der Malinois mit seinem neuen Image entwickelt, werden wir kritisch beobachten. Vielleicht feiert der Deutsche Schäferhund mit einer genetisch aufgemischten Population eines Tages sein Comeback. Auch das ist möglich.</p>
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		<title>Mit Schlittenhunden auf Tour</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 21:37:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies Egal, ob Schnee liegt oder nicht, die Schlittenhunde müssen bewegt werden. Bei Temperaturen unter 17 Grad werden sie angespannt, meist vor dem Trainingswagen, bei ausreichend Schnee vor dem Hundeschlitten. Manche Musher finanzieren sich ihren Sport damit, dass sie Touristen auf ihre Trainings-Fahrten außerhalb der Renntage [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a></p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_4555.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-477" style="margin: 5px 10px;" title="Huskys_DSC_4555" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_4555-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a>Egal, ob Schnee liegt oder nicht, die Schlittenhunde müssen bewegt werden. Bei Temperaturen unter 17 Grad werden sie angespannt, meist vor dem Trainingswagen, bei ausreichend Schnee vor dem Hundeschlitten. Manche Musher finanzieren sich ihren Sport damit, dass sie Touristen auf ihre Trainings-Fahrten außerhalb der Renntage mitnehmen. An der Waldgaststätte Spiegelthaler Zechenhaus in Wildemann im Harz sind sie die Hauptattraktion in den Monaten September bis April, wenn sonst kaum Gäste vorbei kommen, um sich beköstigen zu lassen. Die meisten Schlittenhunde dort stammen aus dem Tierschutz. An Rennen nehmen sie nicht teil. Hier in der steigungsreichen Harzer Gebirgslandschaft bevorzugt man die ganz großen, besonders starken, aber nicht ganz so schnellen Alaskan Malamutes. Einige große Siberian Huskies sind auch dabei und kaum von ihnen zu unterscheiden.<span id="more-469"></span></p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3939.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 5px 10px;" title="Huskys_DSC_3939" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3939-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Der Fahrgast wird meist auf 9:30 Uhr bestellt und sollte pünktlich sein. Dann bekommt er eine kleine theoretische Einführung in die Arbeit mit Schlittenhunden sowie Erklärungen zu den Besonderheiten der Nordischen im Vergleich zu anderen Hunderassen. Dann wird es ernst und er muss mit anpacken. Die für seine Tour bestimmten Schlittenhunde werden aus den Zwingern zum Anbinder geführt, wo sie kurz angekettet werden und Zuggeschirre angelegt bekommen. Aus dem Zwinger herausgegeben wird der Hund zwar mit Leine, doch sollte man ihn möglichst kurz halten, am besten direkt am Halsband, denn er schäumt über vor Bewegungseifer, ist auch einzeln sehr stark und schwer zu halten und zu führen. Loslassen sollte man ihn auf dem kurzen Weg auf gar keinen Fall, da nicht sicher ist, wann er sich wieder einfangen lässt. Wenn man Pech hat, ist er erst einmal auf und davon. Nordische gehen auch alleine jagen. Und das oft erfolgreich. Nein, das sollte nicht passieren!</p>
<p>Während die Schlittenhunde nun also in gebührendem Abstand von einander angekettet sind und die Geschirre übergestreift bekommen, macht der Musher auf der Fahrbahn vor dem Anwesen das Fahrzeug startklar. Der Gast darf sich setzen. Ein Schaffell macht den Sitz angenehm weich und warm. Dann muss es schnell gehen: Die Schlittenhunde werden von Helfern in flotter Folge vom Anbinder zum Fahrzeug gebracht und an ihrem vorgesehenen Platz festgemacht. Der Triebstau kann in Agrression untereinander umschlagen. Daher die Eile. Die Hunde wollen jetzt unbedingt was tun. Also los! Sowie alle auf ihren Plätzen angebunden sind, wird die Bremse gelöst, die Hunde sind sofort im Galopp, das Fahrzeug nimmt rasant an Fahrt auf, der Musher springt hinten auf und schon kommt die erste Kurve. Die scharfe Linkskurve zu Beginn des Trails ist sicher der spannendste Moment für viele Fahrgäste.</p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3949.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 5px 10px;" title="Huskys_DSC_3949" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3949-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /></a></p>
<p>Mitunter begegnet das Gespann einem Holztransporter mit bis über 30 m langen Baumstämmen. Solche Fahrzeuge sind nicht nur lang, sondern auch breit. Eigentlich scheint der Trail gar nicht breiter zu sein, als dieser Transporter, der da auf einen zukommt. &#8220;Doch, das schaffen wir!&#8221;, meint Musher Dieter Demske und winkt dem entgegen kommenden Fahrer, er möge doch bitte möglichst nah an die Böschung fahren. Die Schlittenhunde sind jetzt im Trab. Das Gespann muss einseitig in den Hang, da auf dem Trail nicht genug Platz ist. Die Brombeeren verraten gar nicht, wie steil es da bergab geht. Auf der anderen Seite berührt man schon fast den Truck. Ein unheimliches Erlebnis! Die Schlittenhunde traben unbeirrt weiter. Gut, dass so viele Malamutes dabei sind! Die schaffen das.</p>
<p>Weiter oben lässt die Kraft der Schlittenhunde dann doch nach. Stellenweise hilft der Musher, indem er schiebt. Die Steigung ist aber auch extrem. Schließlich hat das Gespann die Hochlagen erreicht und wird wieder schneller. Wenn dann noch Wild in Sicht kommt, galoppieren die Hunde drauf los, als hätten sie bis hier noch gar nichts getan. Der Jagdtrieb von Schlittenhunden ist sehr ausgeprägt und die Situation, miteinander jagen zu dürfen, ist toll für sie. Aber auch ohne Wildkontakt gibt es schnelle Abschnitte. Mehr oder weniger kurvenreiche Gefällestrecken werden im Galopp gefahren. Dabei können einem schon einige Matschbröckchen oder Steinchen ins Gesicht und an die Kleidung fliegen. Besonders bei matschigem Boden sieht man danach u. U. recht besprenkelt aus. Das sollte man vorher wissen und sich entsprechend anziehen.</p>
<p>Nach der Tour werden die Hunde zunächst wieder am Anbinder festgemacht, bekommen ihre Geschirre ausgezogen und werden in die Zwinger zurück geschickt. Sie sind jetzt wesentlich leichtführiger als vor dem Start. Sie hecheln stark. Für diesen Tag haben sie genug getan. Wenn die Tiere gefüttert sind, bekommt auch der Fahrgast etwas zu essen, meist einen deftigen Eintopf. Mit ein paar Trapper-Geschichten, die der Musher aus seinem Jahr in Alaska erzählt, geht das Schlittenhunde-Abenteuer für diesen Tag seinem Ende entgegen.</p>
<p>Für weitere Infos und Buchungen kontaktieren Sie bitte Rosemarie Woest und Dieter Demske, Tel. 05323-96783, oder schicken Sie eine Mail an info@wolfscountry-ranch.com.</p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3956.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-475" style="margin: 5px 10px;" title="Huskys_DSC_3956" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Huskys_DSC_3956-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /></a></p>
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		<title>3 Jahre Hundewald Harz</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 18:21:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der Fox Lions Collies und Initiatorin des Hundewald Harz &#8220;Hundewald Harz&#8221; ist die Idee der erwanderbaren Freilauf-Gehege im Erholungsgebiet Harz. Die Idee &#8220;Hundewald Harz&#8221; soll den sanften Tourismus fördern, Hunden mehr Lebensfreude, artgerechte Bewegung, Auslastung und Ausgeglichenheit bescheren, Hundehalter und ihre Familien glücklich machen sowie das Wild vor Hunden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Cynthia_DSC_4076.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-461" style="margin: 5px 10px;" title="Cynthia_DSC_4076" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Cynthia_DSC_4076-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Ein Bericht von Gudrun Beck, Züchterin der <a title="www.fox-lions.de" href="http://www.fox-lions.de"><cite>Fox Lions Collies</cite></a> und Initiatorin des <a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>Hundewald Harz</cite></a></p>
<p>&#8220;Hundewald Harz&#8221; ist die Idee der erwanderbaren Freilauf-Gehege im Erholungsgebiet Harz. Die Idee &#8220;Hundewald Harz&#8221; soll den sanften Tourismus fördern, Hunden mehr Lebensfreude, artgerechte Bewegung, Auslastung und Ausgeglichenheit bescheren, Hundehalter und ihre Familien glücklich machen sowie das Wild vor Hunden schützen, aber auch die Hunde vor Wildschweinen, Luchsen, Wölfen, Verkehrstot und Abschuss bewahren. Eine Idee für die Aufwertung der Region als Nah- und Fernziel für die Zielgruppe der Hundehalter und eine neue Chance für Gastronomie und Tourismus gerade im West-Harz.<span id="more-454"></span></p>
<p>In den 2 m hoch eingezäunten Freiläufen ist das Ableinen und freie Spielen mit Hunden auch während der Brut- und Setzzeit (in Niedersachsen vom 1.4.-15.7.) erlaubt.</p>
<p>In Dänemark und Schleswig Holstein gibt es größere Hundewald-Areale, innerhalb derer man einen Spaziergang mit abgeleintem Hund machen kann. Bei uns in Niedersachsen bekämen wir so große Areale nicht genehmigt. Insofern ist die Lösung mit den erwanderbaren Freilauf-Arealen ein Kompromiss. In verschiedener Hinsicht ist es sogar gut, dass die umzäunten Areale jeweils nur ein paar tausend Quadratmeter groß sind. So kann ein wirklich nicht gut hörender Hund gut wiedergefunden werden und die Überwachung und Instandhaltung des Zauns gestaltet sich einfacher. Dem Wild nehmen wir wirklich nicht viel weg. Die Bündelung der Hunde-Verkehrsströme entlastet die Natur in empfindlicheren Regionen.</p>
<p>&#8220;Hundewald Harz&#8221; ist eine Erfolgsstory zu ein paar Metern Zaun im Wald. Das erste, kaum einen halben Hektar große Freilauf-Areal &#8220;Schwarzewald&#8221; südlich von Wildemann wurde bereits April 2009 geöffnet. Ein zweites Freilauf-Areal in erwanderbarer Entfernung befindet sich seit April 2012 hinter der Waldgaststätte  Spiegelthaler Zechenhaus, direkt im Anschluss an  Terrasse und Biergarten.</p>
<p>Anfang April 2009, pünktlich zu Beginn der Brut- und Setzzeit, konnte mit guter Medienpräsenz die Eröffnung des ersten Freilaufareals gefeiert werden. Der feine Doppelsprung eines Tricolor-Collierüden mit einer gleichfarbigen Entlebucher-Sennen-Hündin über einen liegenden Baumstamm mit jeweils einem Stöckchen in der Schnauze, ging um die Welt. Zwischen Madonna und Sarkozy zählte es einen Tag lang zu den Top 10 Fotos der Welt. Große Deutsche Tageszeitungen widmeten diesem Foto und einem dazu gehörenden Text eine ganze Seite. Mehrere Hundemagazine brachten mehrseitige Artikel über den ersten &#8220;Hundewald&#8221; im Harz.</p>
<p>Seit 2009 ununterbrochen im Netz und zu Suchbegriffen wie &#8220;Urlaub mit Hund im Harz&#8221; bei allen Suchmaschinen bestens zu finden, ist der Internet-Auftritt www.hundewald-harz.de, der unabhängig vom jeweiligen Träger unsere Idee und die aktuellen Angebote samt Wanderkarte zeigt.</p>
<p>Insofern verwundert es nicht, dass Gäste auch von weit her anreisen, um in einem Freilauf-Areal bei Wildemann mit ihrem Hund zu spielen und eine Spende da zu lassen. Der Trägerverein des ersten Freilauf-Areals zählte drei Jahre nach der Gründung bereits über 100 Mitglieder, von denen die wenigsten aus der Region Harz stammten. Finanzielle Sorgen wurden schnell vergessen.</p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Olivia_DSC_4495.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-463" style="margin: 5px 10px;" title="Olivia_DSC_4495" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Olivia_DSC_4495-300x185.jpg" alt="" width="300" height="185" /></a>Das Gefühl, mit seinem abgeleinten Hund spielen zu dürfen, ohne Angst haben zu müssen oder sich kriminell zu fühlen, ist vielen Hundefreunden eine weite Anfahrt wert. Viele Übernachtungen wurden so zusätzlich in Wildemann und den umliegenden Orten verbucht. Alle Altersgruppen sind vertreten. Singles, Familien mit Kindern aller Größen, ältere Menschen und sogar sehr alte schafften es zu diesem ersten Freilauf-Gehege hinauf.</p>
<p>Leider schafften es einige Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer nicht. An eine barrierefreie Lage hatte bei der Planung niemand gedacht. Wer sich vorab mit seinem Problem bei uns meldete, konnte bei der Forst eine Fahrerlaubnis bekommen und eine Wegbeschreibung, wie man über einen Forstweg das Freilauf-Areal &#8220;Schwarzewald&#8221; erreicht. So hatte der Freilauf &#8220;Schwarzewald&#8221; dann doch überraschend viele Behinderte zu Gast. Gerade für sie ist es sonst ein Problem, den Hund auszulasten. Der Freilauf &#8220;Alaska&#8221; hinter dem Spiegelthaler Zechenhaus ist zwar für jeden Gast mit dem Auto direkt zu erreichen, da ein eigener Parkplatz vorhanden ist, doch von der Terrasse in das Freilauf-Areal kommt man als Rollstuhlfahrer auch hier nicht. Für ein barrierefreies Freilauf-Areal suchen wir noch einen Träger und eine geeignete Fläche!</p>
<p>Ganze Gruppen meldeten sich an. Rettungshundestaffeln, Therapiehunde-Organisationen, Züchtervereine, Nachwuchstreffen, Internet-Communities, Fanclubs zu bestimmten Hunderassen usw. verbrachten Arbeits- und Erholungs-Wochenenden bei uns in Wildemann. Dabei bekam im Freilauf-Areal &#8220;Schwarzewald&#8221; niemals jemand ein exlusives Nutzungsrecht. Dieses Freilauf-Areal steht 7 Tage pro Woche 24 Stunden am Tag kostenlos allen Hundefreunden zur Verfügung. Etwas anders sieht es beim privat von den Gastwirten des Spiegelthaler Zechenhauses geschaffenen Freilauf &#8220;Alaska&#8221; aus. Dieser ist zwar noch etwas kleiner als der Auslauf &#8220;Schwarzewald&#8221;, kann aber für Gruppenveranstaltungen gebucht werden (05323-96783). Wer dann dazu kommt, wird u. U. zum anderen Freilauf-Areal weiter geschickt. Normalerweise haben aber auch hier alle Spaß miteinander. Auch hier ist die Nutzung kostenlos. Verzehrzwang besteht nicht. Nette Hundler bestellen sich gerne eine Kleinigkeit oder lassen eine Spende da.</p>
<p>Dass es der Absprache bedarf, wenn sich Halter mit Streithähnen in einem Freilauf treffen, sollte klar sein. In einem solchen Fall macht eben erst der eine eine Wanderung in die Umgebung und dann der andere.</p>
<p>An manchen schönen Sonntagen haben wir über 50 Hunde gleichzeitig im ersten Freilauf-Areal &#8220;Schwarzewald&#8221;. Im Verlauf schöner Sonntage kommen einige 100 Besucher dort hin. Der Freilauf &#8220;Alaska&#8221; ist längst nicht so bekannt und überlaufen. Manchmal machen wir mit interessierten Gästen spontan eine kleine Wanderung in das umliegende Waldgebiet und zu den Badeseen und erklären Details zu unserer Harzer Gebirgswelt.</p>
<p><a href="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Norvin_DSC_4097.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-462" style="margin: 5px 10px;" title="Norvin_DSC_4097" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2012/11/Norvin_DSC_4097-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a>Soweit uns bekannt ist, gab es in den Freiläufen noch keinen einzigen Angriff eines Hundes auf einen Menschen. Unter Hunden sieht es da schon etwas anders aus. Leider kann längst nicht jeder Hundebesitzer seinen eigenen Hund im Umgang mit Artgenossen korrekt einschätzen. Manch einer übersieht wichtige Kommunikations-Signale oder nimmt sie nicht ernst. Wie überall sonst im Lande gilt: Jeder Hundehalter haftet für seinen Hund. Eine Hundehaftpflichtversicherung, wie sie in Niedersachsen jetzt Vorschrift ist, macht da durchaus Sinn. Zu ernsten Beißereien kam es aber wirklich selten. Dr. Grammel, Tierklinik Osterode, bestätigte uns, dass in den drei Jahren seit Eröffnung des ersten Freilaufs nur selten ein im &#8220;Hundewald&#8221; gebissener Hund bei seinem Team auf den Tisch kam.</p>
<p>Die Gästestatistik von Wildemann hat sich durch die Umsetzung der Hundewald-Idee spürbar verbessert. Wildemann steht jetzt sehr viel besser da, als andere Orte im Oberharz, deren Tourismus weiterhin deutlich rückläufig ist.</p>
<p>Aus allen Regionen Deutschlands kommen Anfragen, wie wir das geschafft haben. Man möchte in der eigenen Gemeinde auch so einen &#8220;Hundewald&#8221; einrichten. Meist sind die Behörden dagegen. Der Bedarf ist riesengroß. Bislang eine Nische, besetzt von der kleinen Bergstadt Wildemann im Nordharz.</p>
<p>Also, wie realisiert man so einen &#8220;Hundewald&#8221;? Das wichtigste ist, in Forstamt und Verwaltung die Idee als sinnvoll rüberzubringen. Dann sollte gemeinsam nach einem geeigneten Gelände gesucht werden, das möglichst außerhalb der Natur- und Landschaftsschutzgebiete liegt. Der Besitzer kann das Gelände dem zukünftigen Betreiber des Hundewalds verpachten.</p>
<p>Als Betreiber hatten wir hier in Wildemann einen e. V. mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit gegründet, was ich nicht mehr empfehlen würde, da die Vereinsmeierei vieles kaputt macht. Besser wäre eine neutrale Trägerschaft bei einem Betrieb, der Forst oder Verwaltung, was verhindert, dass sich &#8220;privilegierte&#8221; Gruppen herausbilden, die schließlich andere ausgrenzen. Zu empfehlen ist eine Versicherung der Verkehrssicherheit des Geländes. Ist der Zaun und das Tor erst einmal errichtet, fallen außer Pacht und Versicherung kaum noch Kosten an. Die Spendenbereitschaft dafür ist bei Hundefreunden überraschend groß. Die Spenden unserer Gäste könnten etliche Freiläufe finanzieren!</p>
<p>Viel Erfolg und viel Spaß mit Ihrem Hund wünschen Ihnen</p>
<p>Gudrun und Thomas Beck,<br />
Initiatoren von &#8220;Hundewald-Harz&#8221;,<br />
<a title="www.hundewald-harz.de" href="http://www.hundewald-harz.de"><cite>www.hundewald-harz.de</cite></a></p>
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		<title>Hundesport: Agility-WM in Österreich</title>
		<link>https://www.hunde.com/blog/2009/12/hundesport-agility-wm-in-osterreich/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Marco Glas Agility gehört heute zu den weltweit beliebtesten Hundesportarten. Die zwölf schnellsten Deutschen Teams sind dieses Jahr mit Hunderten von Fans nach Vorarlberg gereist, um sich drei Tage lang mit der Weltspitze zu messen. Beim Betreten der Arena auf dem Messegelände in Dornbirn werden sofort Erinnerungen an die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Marco Glas </em></p>
<p>Agility gehört heute zu den weltweit beliebtesten Hundesportarten. Die zwölf schnellsten Deutschen Teams sind dieses Jahr mit Hunderten von Fans nach Vorarlberg gereist, um sich drei Tage lang mit der Weltspitze zu messen. <div id="attachment_119" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/26_Den-Laeufer-bleiben-vor-dem-Start-nur-wenige-Minuten-zur-Besichtigung-des-Parcours2.jpg" alt="Den Läufern bleiben vor dem Start nur wenige Minuten zur Besichtigung des Parcours" title="26_Den Laeufer bleiben vor dem Start nur wenige Minuten zur Besichtigung des Parcours" width="425" height="282" class="size-full wp-image-119" /><p class="wp-caption-text">Den Läufern bleiben vor dem Start nur wenige Minuten zur Besichtigung des Parcours</p></div><span id="more-94"></span><br />
Beim Betreten der Arena auf dem Messegelände in Dornbirn werden sofort Erinnerungen an die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz vor zwei Jahren wach: weit und breit bunt bemalte Schlachtenbummler, wehende Nationalflaggen und ein Meer aus bunten Trikots. Diesmal hatte Österreich jedoch keine Ballkünstler, sondern die weltbesten Hundesportler zur 14. Agility-Weltmeisterschaft nach Vorarlberg eingeladen. In Halle 6, wo im Winter der Eishockeyverein „Bulldogs Dornbirn“ seine Gäste empfängt, sprinten in den nächsten drei Tagen 383 Hunde und Halter aus 36. Nationen in Mannschafts- und Einzelwettbewerben um die WM-Titel. Sogar aus so fernen Ländern wie Brasilien, Chile und Japan sind die Nationalmannschaften mit ihren Fans angereist.</p>
<p><strong>Die deutsche Nationalmannschaft</strong></p>
<p><div id="attachment_98" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-98 " title="Einer der kleinsten Starter in der Kategorie Small" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/23_Einer-der-kleinsten-Starter-in-der-Kategorie-Small.jpg" alt="Einer der kleinsten Starter in der Kategorie Small" width="425" height="282" /><p class="wp-caption-text">Einer der kleinsten Starter in der Kategorie Small</p></div><br />
Seit 1996 die erste Agility-WM in der Schweiz stattfand, kommen von Jahr zu Jahr mehr Nationen mit ihren Teams zu diesem besonderen Hundesport-Event. Alle Teilnehmer müssen sich vor jeder WM auf nationaler Ebene qualifizieren. So traten im Mai bei der VDH-Europasiegerausstellung in Dortmund 51 Teams an, um sich einen Platz in der Deutschen Nationalmannschaft zu sichern. Nur die zwölf schnellsten Läufer bekamen ein Ticket für Österreich. Der Grund dafür, warum Agility heute auf der ganzen Welt so populär ist, hat neben der sportlichen Herausforderung aber auch noch andere Gründe. „Agility ist nicht nur ein Sport, sondern hat auch viel mit Hundeerziehung zu tun. Hund und Halter können durch das Training eine intensivere Beziehung aufbauen. Dies führt letztlich auch dazu, dass der Hund im Alltag besser folgt und noch stärker in die Familie integriert wird“, erklärt Jean-Paul Petitdidier. Der Präsident der Agility-Kommission der FCI hat bereits im Jahr 1988 ein Reglement für den Agility-Sport erarbeitet, an das sich bis heute alle an der WM teilnehmenden Länder im Wesentlichen halten.</p>
<p><strong>Die Mannschaftswettbewerbe</strong><br />
<div id="attachment_134" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/8_Stefanie-Roecker-mit-Border-Collie-FlyFly4.jpg" alt="Stefanie Roecker mit Border Collie FlyFly" title="8_Stefanie Roecker mit Border Collie FlyFly" width="425" height="282" class="size-full wp-image-134" /><p class="wp-caption-text">Stefanie Roecker mit Border Collie FlyFly</p></div>Aber auch bei den Zuschauern wird der Hundesport immer beliebter. Als der Stadionsprecher das erste deutsche Mensch-Hund-Team ankündigt, bringen Hunderte mitgereister Fans die Halle in wenigen Sekunden zum Beben. Fanfeindschaften wie im Fußball gibt es hier in Dornbirn nicht. Ganz im Gegenteil. Reißt ein Hund beim Sprung eine Stange herunter, schallt zur Anfeuerung sofort rhythmischer Beifall von allen Rängen.</p>
<p><div id="attachment_136" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/28_Pudel-beim-Slalom1.jpg" alt="Pudel beim Slalom" title="28_Pudel beim Slalom" width="425" height="282" class="size-full wp-image-136" /><p class="wp-caption-text">Pudel beim Slalom</p></div><br />
Zu Beginn der WM stehen die Mannschaftswettbewerbe an. Die haben es in sich, da nur eine geschlossene Leistung zum Erfolg führt. Je drei Läufer starten in den Größenklassen „Small“ (Widerristhöhe unter 35 cm), „Medium“ (zwischen 35 und 43 cm) und „Large“ (über 43 cm) für ihr Land. Die Sprunghöhe der einzelnen Hindernisse wird den drei Größenklassen entsprechend angepasst. Jeder Starter absolviert zwei Läufe auf unterschiedlichen Parcours, sodass sich die Gesamtzeit einer Mannschaft aus sechs Einzelläufen addiert. Verweigert ein Hund ein Hindernis oder reißt er eine Hürde, gibt es Fehlerpunkte. Gewinner ist die Mannschaft mit der schnellsten Gesamtzeit und den wenigsten Fehlerpunkten.</p>
<p><div id="attachment_138" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/30_Shetland-Sheepdog-beim-Sprung-über-eine-Hürde1.jpg" alt="Shetland Sheepdog beim Sprung über eine Hürde" title="30_Shetland Sheepdog beim Sprung über eine Hürde" width="425" height="282" class="size-full wp-image-138" /><p class="wp-caption-text">Shetland Sheepdog beim Sprung über eine Hürde</p></div><br />
Claudia Elsner und Philip Müller-Schnick legen mit ihren Border Collies „Joey“ und „Finn“ einen sensationellen ersten Lauf hin. Und auch dem dritten Team in der Kategorie „Large“, Tobias Wüst und Malinois „Don“,  gelingt ein einwandfreier Lauf. Das bedeutet Rang eins im Mannschaftswettbewerb. Vor dem zweiten und entscheidenden Lauf der deutschen Teams wird die Halle zum Hexenkessel. Längst hält es die Fans nicht mehr auf ihren Sitzen. Anfeuerungsrufe und Tröten tönen aus dem mit schwarz-rot-goldenen Fahnen übersäten Fanblock. Wer am Ende die Nase vorne hat, entscheiden jedoch oftmals die Nerven. Die deutschen Läufer können ihre Leistung vom ersten Durchgang nicht noch einmal wiederholen und verpassen mit dem sechsten Rang das Podium nur knapp. Weltmeister wird die Mannschaft aus Russland. Auch die als Mitfavoriten gestarteten Teams der Kategorien „Small“ und „Medium“ müssen in diesem Jahr den Teams aus Russland und Finnland die Weltmeistertitel überlassen. Am Ende reichte es noch für Rang 16 und 19.</p>
<p><strong>Die Einzelwettbewerbe</strong></p>
<p>Auch in den Einzelwettbewerben lassen die Erfolge zunächst auf sich warten. Uschi Sattler, die mit Parson Russell Terrier „Sugar“ mit der besten deutschen Qualifikationszeit in der Klasse der Kleinsten zur WM anreiste, scheitert im zweiten Lauf: „Sugar ist toll gelaufen, aber ich habe nur einen Sekundenbruchteil nicht aufgepasst und schon war alles vorbei.“<br />
In der Mittelklasse haben Stephanie Tiemann, Roswitha Turner und Jana Kiefer mit den Rängen 7, 19 und 24 noch alle Chancen auf eine Top-Platzierung. Während Tiemann mit Manchester Terrier „Chilly“ nach dem zweiten Durchgang auf Rang 35 abrutscht, können sich Turner und Shetland Sheepdog „Fio“ um einen Rang verbessern. Der beste Lauf gelingt aber Jana Kiefer und Shetland Sheepdog „Finn“. Als die beiden das vorletzte Hindernis anlaufen, kommt wie auf Kommando tosender Applaus von allen Rängen. Dann ist es amtlich: Kiefer und Finn sind nicht nur unter den ersten zehn, sondern erzielen mit Platz acht in der Kategorie „Medium“ auch das beste deutsche Ergebnis des Wettbewerbs. Den Weltmeistertitel holen sich Natasha Wise und Border Collie „Dizzy“ aus Großbritannien.</p>
<p>Krisztina Kabai, die beste Deutsche in der größten Klasse, startet von Position 17 in den Schlusslauf. Wie an einer Schnur gezogen leitet Kabai ihren Border Collie „Chilli“ durch den Parcours. Wieder läuft alles prima, der Tunnel, der Slalom und auch den Weitsprung meistert Chilli hervorragend. Nur noch drei Hindernisse. Einige Fans können vor lauter Anspannung kaum noch hinsehen. Als der Border Collie dann zum Sprung über die letzte Hürde ansetzt, steht die Halle Kopf. Die deutschen Fans singen und tanzen auf den Rängen. Kabai und Chilli haben sich auf den zehnten Platz vorgekämpft. Silas Boogk und Border Collie „Back“, die von einem aussichtsreichen elften Platz ins letzte Rennen gegangen sind, kommen leider nicht fehlerfrei durch und fallen im Gesamtklassement zurück.<div id="attachment_140" style="width: 435px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/15_Einzug-der-deutschen-Mannschaft-beim-großen-Finale2.jpg" alt="Einzug der deutschen Mannschaft beim großen Finale" title="15_Einzug der deutschen Mannschaft beim großen Finale" width="425" height="282" class="size-full wp-image-140" /><p class="wp-caption-text">Einzug der deutschen Mannschaft beim großen Finale</p></div></p>
<p><strong>Happy End für Österreich</strong></p>
<p>Der Höhepunkt aus österreichischer Sicht sollte für die bislang leer ausgegangene Heimmannschaft noch folgen. Die 19-jährige Lisa Frick aus Rankweil in Vorarlberg gewinnt mit ihrem erst zweijährigen Border Collie „Hoss“ den Weltmeistertitel in der Kategorie „Large“. Susanne Novak aus Wien sichert sich mit Border Collie „Minn“ den dritten Platz. Und auch im Hinblick auf die Zuschauerzahlen ist die WM für Österreich ein großer Erfolg: Insgesamt 10.000 Besucher kommen in den drei Tagen in die Dornbirner WM-Halle, um ihre Teams anzufeuern.</p>
<p><a href="http://www.paperdogs.de"><img class="alignnone size-full wp-image-102" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/paperdogs_Schrifzug.jpg" alt="" width="305" height="85" /></a></p>
<p>Marco Glas<br />
Journalist und Fotograf</p>
<p>PAPERDOGS | Texte &amp; Fotos | Videos | Online-Beratung &amp; PR</p>
<p>Tel.:  +49 89 18944008<br />
Mail:  marco.glas@paperdogs.de</p>
<p>http://www.paperdogs.de</p>
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		<title>Lagottos im Hundewald Harz</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 17:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Gudrun Beck Am 3. Okt. 2009 begann der &#8220;Herbstwandertag Nord&#8221; des 1. Lagotto Romagnolo Clubs Deutschland bei uns im Hundewald Harz. Dort durften 21 Lagottos mit den anderen anwesenden Hunden schon vor dem Mittagessen nach Herzenslust toben. Auch Suchübungen wurden gemacht. Für Fährten-Anfänger hatte die 1. Vorsitzende Karen Prinz eingelegte Pansenstreifen mitgebracht. Nach einer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>von Gudrun Beck</em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-66  alignleft" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9323a.jpg" alt="" width="334" height="413" /></p>
<p style="text-align: left;">Am 3. Okt. 2009 begann der &#8220;Herbstwandertag Nord&#8221; des 1. Lagotto Romagnolo Clubs Deutschland bei uns im Hundewald Harz. Dort durften 21 Lagottos mit den anderen anwesenden Hunden schon vor dem Mittagessen nach Herzenslust toben. Auch Suchübungen wurden gemacht. Für Fährten-Anfänger hatte die 1. Vorsitzende Karen Prinz eingelegte Pansenstreifen mitgebracht. Nach einer kurzen Einweisung durften alle Anwesenden mit ihren Hunden das Fährtegehen üben. Es folgte eine Vorführung im Mantrailing, einer Individualsuche nach einer bestimmten Geruchsprobe. Im Gegensatz zur Rettungshundearbeit der Flächensuchhunde, Trümmersuchhunde, Lawinensuchhunde und Wasserrettungshunde arbeitet der suchende Hund angeleint und langsamer. Er muss einen ganz bestimmten Menschen oder Gegenstände, die er bei sich hatte, anhand seines Individualgeruchs finden. Rettungshunde stöbern in Trab und Galopp. Sie durchsuchen sehr schnell viel größere Areale und zeigen jeden ruhenden Menschen an, den sie anhand seiner Geruchsfahne finden.</p>
<p style="text-align: left;">Ab 15:00 Uhr folgte die Wanderung durch den Bergwald zur Waldgaststätte am Iberger Albertturm. 30 Menschen und 22 Hunde wanderten mit. Die meisten Hunde konnten abgeleint geführt werden.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-65"></span><img class="alignnone size-full wp-image-67" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9599.jpg" alt="" width="490" height="389" /></p>
<p style="text-align: left;">Pausen wurden eingeschaltet, um die langsameren Wanderer in aller Ruhe aufschließen und sich erholen zu lassen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-68" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9669.jpg" alt="" width="493" height="306" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Sie eigneten sich gut, um mit den Hunden zu spielen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-83" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Drago_Lagotto_DSC_9786.jpg" alt="" width="505" height="317" /></p>
<p style="text-align: left;">Alle Hunde blieben friedlich, auch, als wir zum Abendessen ab 17:30 Uhr oben in der Gaststätte saßen.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-69" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_0089.jpg" alt="" width="495" height="346" /></p>
<p style="text-align: left;">Gegen 20:00 Uhr starteten wir mit Fackeln im Dunkeln den Abstieg. So wurde der Rückweg zu einem romantischen Erlebnis ganz anderer Art als der Hinweg. Das Wetter hielt gut durch. Wir sind trotz der dicken Wolken nicht nass geworden.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-70" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_0103.jpg" alt="" width="496" height="332" /></p>
<p style="text-align: left;">Am Sonntag Vormittag trafen sich kurz vor der Heimreise nochmal einige Lagottos im Hundewald.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-79" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_04_Lagotto_DSC_0177.jpg" alt="" width="496" height="603" /></p>
<p style="text-align: left;">Ein kurzes Rasse-Portrait zur Hunderasse Lagotto Romagnolo finden Sie im folgenden Magazin-Beitrag.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-80" src="http://www.hunde.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/2009_10_03_Lagotto_DSC_9400.jpg" alt="" width="493" height="331" /></p>
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