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16.09.00 --

Mehrere Regen-Spaziergänge mit Dressurübungen.

Spielerisches Beißen. Noch sind ernsthafte Rangeleien zwischen den Junghunden selten.

 

Zum Schutz der Grasnarbe beschloss ich, die 5 schnellen Hunde heute nicht stundenlang im Garten spielen zu lassen, sondern als Wohnungshunde zu halten und 3 Mal auszuführen, wie Etagenwohnungshundebesitzer es auch tun. Den ersten Spaziergang verschob ich mehrfach, weil meine 5 schnellen Hunde bereits in der Wohnung Startgebell oder zumindest Gejunxe begannen. Ich reagierte sofort mit "Platz!" und tat erst einmal was anderes. War eine Weile völlige Stille, versuchte ich es nochmal. Ich versuchte es wahrscheinlich mehr als 10 Mal von neuem. Jedesmal kam ich ein Stück weiter, aber eben nicht bis vor das Treppenhaus. Als ich endlich einen leisen Start hinbekam, war es fast Mittag. Ich verbrachte 1 1/2 Stunden in der näheren Umgebung. Ich konnte die Hunde kaum ableinen, aber als sie endlich toben durften, war das Rawau wieder groß. Es hatte auch keinen Zweck, es ihnen mittels "Platz und Ruh!" verbieten zu wollen. Ein entsprechender Versuch scheiterte daran, dass sich in den Hunden, besonders den jungen, so ein Triebstau aufbaute, dass sie nach dem "Auf, auf!" fast aufeinander losgegangen wären. Gerade Anjin und Arabelle haben rangordnungsmäßig in nächster Zeit noch etwas zu klären. Ich ließ sie auch heute wieder nicht, sondern griff mir eine mit Rechts, die andere mit Links und brachte sie auf Abstand. Die Situation entspannte sich dadurch, dass ich Belana ein von ihr angeschlepptes Stöckchen apportieren ließ. Ihre Kinder finden es immer noch spannend, jedesmal kläffend mit ihr zu laufen, obwohl sie vom Stöckchen selbst respektvoll Abstand behalten, weil sie genau wissen, dass ihre Mutter sonst explodiert und sehr böse wird. Am Bach durfte Belana wieder Stöckchen auf dem anderen Ufer suchen und ihre Kinder begleiteten sie zu meinem "Durch den Bach, voran!". Auch Aron war kurz auf der anderen Seite. Anders zögerte manchmal noch etwas, sprang dann aber doch den anderen hinterher ins Tiefe.

Unser zweiter Spaziergang verlief so ähnlich, nur dass ich weniger häufig "Platz!" verwendete, um die Hunde nicht zu sehr zu ärgern bzw. am Austoben zu hindern. Am Bach hatte ich gerade Belana und ihre Kinder auf der anderen Seite, als ein Blindenführhund mit neuem Frauchen und BFH-Lehrer in Sicht kamen. Da ich die 3 auf keinen fall stören wollte, rief ich meine Hunde zusammen, legte sie kurz ab und hakte die Leinen ein. Anders fehlte noch. Er traute sich mal wieder nicht ins Wasser. Als er doch endlich kam, war er so aufgeregt, dass er mein "Platz!" ignorierte und statt dessen um uns im Kreis herumflitzte. Vielleicht war ihm auch klar, dass er der Schnellere ist und ich keine Chance hatte, ihn zu erwischen. Zunächst versuchte ich ihn zu uns zu locken, blieb selbst in der Hocke und gab erst ganz leise, später deutlicher den "Platz!"-Befehl. Als er ihn weiter ignorierte, stand ich doch auf, scheuchte ihn ein wenig und bekam ein Stück weiter mein "Platz!" ausgeführt. Kommentarlos führte ich ihn zu den anderen und orderte dort nochmal "Platz!", während ich ihn anleinte. Vielleicht testet er, wie weit er gehen kann. Schön, dass die anderen Hunde so brav liegen blieben. Ich beschloss, Anders beim nächsten Spaziergang eine Schleppleine anzuhängen.

Unser 3. Spaziergang fand während der Dämmerung und im Dunkeln statt. Im letzten Licht des Tages übte ich noch einmal "Platz!" auf Distanz. Ich überlegte schon, ob ich Anders nicht umsonst die lange Gummileine angehängt hatte, als der Fahrradfahrer mit der Weglauf-Mali-Hündin aufkreuzte. Mit "Platz!" legte ich mein ganzes Rudel ab. Die Hunde lagen etwa 5-10m weit voneinander im hohen Gras. Als die Mali-hündin auf unserer Höhe war, freute ich mich, Anders mit der Schleppleine korriegieren zu können. Er wäre sonst zu ihr hingelaufen. Das konnte ich mit der Leine verhindern und gleichzeitig das "Platz!" erneut durchsetzen. Belana und Arabelle hatten derweil ihre Ellenbogen auch nicht mehr auf dem Boden. Zu ihnen konnte ich noch rechtzeitig hinlaufen, um "Platz!" wieder durchzusetzen. Wäre mir Anders durchgegangen, wären sie beide mit Sicherheit dabei gewesen. Anjin lag brav in der Nähe ihres ebenfalls braven Vaters. Wenn die anderen durchgegangen wären, wäre sie wahrscheinlich auch mitgerannt. So konnte ich mit dem Radfahrer ein paar nette Worte wechseln und er setzte mit seiner frei laufenden Hündin ungestört seinen Weg fort. Auf dem Rückweg war es dunkel. Anders kläffte einen Passanten an, der sich mit mir freundlich über die Hunde unterhielt. Auch das animierte die anderen Rudelmitglieder, nun ihre Bravheit aufzugeben und ebenfalls zu kläffen. Ich ruckte einige Male an den einzelnen Leinen und bekam so nach und nach die Ruhe wieder hergestellt.

Nein, perfekt erzogen ist mein Rudel noch nicht, aber ich arbeite weiterhin daran. Anders Zurückkommen hat uns insgesamt um Monate zurückgeworfen. Ich muss sehr aufpassen, dass seine kleinen Frechheiten nicht die gute Erziehung der anderen kaputt machen. Als Rudel waren sie schon mal einfacher handhabbar. Von unseren heutigen Touren werde ich wohl Muskelkater bekommen. Allein die Zieherei war ich doch schon fast los. Und dabei ist es nicht in erster Linie Anders, der zieht, sondern viel mehr seine Schwestern und Belana, die ihm offenbar zeigen müssen, wie toll sie das können. Arabelle hatte heute zeitweise im ruhigen Zustand wieder Kippohren. Vielleicht hat der Wassergehalt des nassen Pelzes die Ohren zwischendurch so beschwert, dass die Kippung dadurch wiederkam. Bei Aufmerksamkeit stellt sie die Ohren dagegen spitz auf.

 

 
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Fox-Lions -- 06.04.2008

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