Hunde.com Magazin

Aktuelles rund um den Hund

Lagottos im Hundewald Harz

8. Oktober 2009

von Gudrun Beck

Am 3. Okt. 2009 begann der “Herbstwandertag Nord” des 1. Lagotto Romagnolo Clubs Deutschland bei uns im Hundewald Harz. Dort durften 21 Lagottos mit den anderen anwesenden Hunden schon vor dem Mittagessen nach Herzenslust toben. Auch Suchübungen wurden gemacht. Für Fährten-Anfänger hatte die 1. Vorsitzende Karen Prinz eingelegte Pansenstreifen mitgebracht. Nach einer kurzen Einweisung durften alle Anwesenden mit ihren Hunden das Fährtegehen üben. Es folgte eine Vorführung im Mantrailing, einer Individualsuche nach einer bestimmten Geruchsprobe. Im Gegensatz zur Rettungshundearbeit der Flächensuchhunde, Trümmersuchhunde, Lawinensuchhunde und Wasserrettungshunde arbeitet der suchende Hund angeleint und langsamer. Er muss einen ganz bestimmten Menschen oder Gegenstände, die er bei sich hatte, anhand seines Individualgeruchs finden. Rettungshunde stöbern in Trab und Galopp. Sie durchsuchen sehr schnell viel größere Areale und zeigen jeden ruhenden Menschen an, den sie anhand seiner Geruchsfahne finden.

Ab 15:00 Uhr folgte die Wanderung durch den Bergwald zur Waldgaststätte am Iberger Albertturm. 30 Menschen und 22 Hunde wanderten mit. Die meisten Hunde konnten abgeleint geführt werden.

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Der Trüffelsuchhund: Lagotto Romagnolo

8. Oktober 2009

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von Gudrun Beck

Der Lagotto Romagnolo ist eine in Deutschland noch wenig bekannte Pudel- und Wasserhund-ähnliche Hunderasse. Dabei haben Lagottos eine sehr lange Geschichte. Bereits auf antiken Gemälden sind sie abgebildet. Lange dienten sie in erster Linie als Wasserhunde zur Jagd auf Wasservögel, wie ihre in Spanien und Portugal weitergezüchteten, etwas größeren Verwandten, die Spanischen und Portugisischen Wasserhunde. In den letzten 200 Jahren erst, als die norditalienischen Sümpfe weitgehend trocken gelegt waren, spezialisierten sich die Lagotto-Freunde auf die Trüffelsuche in den Wäldern der Emilia Romagna. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rettungshunde im Hundewald Harz

6. September 2009

Der Verein für Mensch und Hund e.V. (VMH) aus Kassel war vom 21-23. August 2009 für Such-Übungen und Vorführungen im Hundewald Harz in Wildemann. Freitag Nachmittag besuchte die gesamte Staffel mit allen Hunden den 19-Lachter-Stollen in Wildemann. Diese Untertage-Erfahrung diente der Desensibilisierung der Hunde und bot den Hundeführern sowie ihren Kindern interessante, lehrreiche Unterhaltung. Der Samstag wurde für Such-Übungen in unbekanntem, teils schwierigem Gelände genutzt. Sonntag zwischen 11-13 Uhr war die Öffentlichkeit eingeladen, sich im Hundewald kleine, gut kommentierte Such-Übungen anzusehen, an denen sich auch die Freiwillige Feuerwehr der Bergstadt Wildemann beteiligte. Vorgeführt wurden die zwei vom VMH praktizierten Arten der Vermisstensuche: Das aus den USA stammende “Mantrailing” und die Flächensuche mit vier verschiedenen Anzeige-Arten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Collie-Standards: Englischer und Amerikanischer Typ

26. Juni 2009

von Gudrun Beck, Fox Lions Hobbyzuchtstätte für Amerikanische Collies

In Amerika konnte sich der moderne Englische Collie-Standard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nie wirklich durchsetzen. Eigentlich ist der “Amerikanische Collie” nichts anderes, als der ursprüngliche, altmodische Europäische Collie. Natürlich gibt es auch in Amerika Züchter FCI-reiner Collies, die auf viel Fell und schräge, sehr schmale Augen hin auslesen mussten, wenngleich sie sich etwas mehr Größe weiter geleistet haben. So sind heute auch “Amerikanische Collies” auf dem Markt, die sich tatsächlich nur in der Größe vom Englischen (FCI-)Collie unterscheiden. Andererseits gibt es unter dem, was auf dem Deutschen Welpenmarkt als “Amerikanische Collies” angeboten wird, riesige Unterschiede, weil der Begriff “Amerikanischer Collie” zum Sammelbegriff für alle großen, wenig hochgezüchteten, nicht FCI-reinen Collies mißbraucht wird. Vorsicht: Auch die “Produkte” der Massenzuchten und Billig-Importe nennen sich so!

Schauen wir uns also die Standards vom American Kennel Club (nicht in der FCI) im Vergleich zum FCI-Standard (aus dem Ursprungsland der Hunderasse, also England) genauer an: Diesen Beitrag weiterlesen »

Schäferhundverein RSV2000 e.V. ~ Kompetenz in Leistung und Zucht

22. Juni 2009

von Dr. Helmut Raiser

Zwei Jahre nach Gründung des Schäferhundverein RSV2000 scheint Bewegung in die Schäferhundewelt zu kommen.

Am 23. Juni 2007 gründete der Zahnarzt Dr. Helmut Raiser aus Hann. Münden gemeinsam mit erfolgreichen Hundesportlern und erfahrenen Züchtern den Schäferhundverein RSV2000 e.V. Nach nur zwei Jahren kann der Verein dank des engagierten Einsatzes seiner Mitglieder und unzählbarer Stunden freiwilliger Arbeit bereits auf zahlreiche Erfolge verweisen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Hundewald-Harz, Wildemann ~ erster Hundewald im Harz

6. April 2009

von Gudrun Beck

Die Idee hatte ich im Frühjahr 2006: Der Harz könnte ein besonders attraktives Urlaubs- und Ausflugsziel für Hundehalter sein.

Was stört:

- “Brut- und Setzzeit” bedeutet in Niedersachsen vom 1.4.-15.7. Leinenzwang.
- Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenzwang.
- Besondere Gefahr für Hunde geht von Luchsen und Wildschweinen aus.
- Weiträumige, unzugängliche Waldgebiete machen allein das Weglaufen und sich Verirren zur tödlichen Falle.

Lösung all dieser Probleme: In erwanderbarem Abstand errichtet man je ein 2 m hoch eingezäuntes, entwildetes Freilauf-Areal (“Hundewald”), wo mit dem abgeleinten Hund gespielt, geübt und getobt werden kann. Wünschenswert ist ein Netz von Wanderwegen mit solchen Freilauf-Arealen. Das wäre für die Region ein touristisches Alleinstellungsmerkmal und Anreiz für viele Hundebesitzer, den Urlaub im Harz zu verbringen. Die Touristen mit Hund wären glücklich und den Hunden und unserer Gesellschaft hätte man etwas Gutes getan, denn ausgelastete Hunde sind meist friedliche Hunde. Außerdem würde das Wild geschont, da eine Lenkung und Konzentration der Touristen mit Hund auf diese Areale ökologisch sensible Gebiete entlasten würde.

Drei Jahre später ist es soweit: Das Freilauf-Areal Schwarzewald am Süd-Ende von Wildemann ist eröffnet, der erste Hundewald im Harz

Wir Wildemanner feiern. Wir feiern einen Zaun im Wald. Pünktlich zur Brut- und Setzzeit ist er nach einem anstrengenden Jahr Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder des “Hundefreunde Bergstadt Wildemann e. V.” fertiggestellt worden. Ein wiederverwendeter, fast 2 m hoher Wilddrahtzaun, dessen Teilstücke um Schonungen herum überflüssig geworden waren und demontiert wurden. Diesen Beitrag weiterlesen »

111 Gründe, HUNDE zu lieben

5. März 2009

Eine Rezension von Gudrun Beck

111 Gründe, HUNDE zu liebenEin Buch, das einfach Spaß macht. “111 Gründe, was kann das denn alles sein?”, fragt sich selbst der alte Hase unter den Hundehaltern. Als erfahrener Hundler findet er weit mehr als 100 mal “ja, genau!”. Der Nicht-Hundler kommt ein paar -zig mal zu einem “siehste, so ist das nämlich!” und der Anfänger kommt aus dem Staunen kaum noch raus: “Ach so!”. Ein Buch, dass gerade auch den Gegnern der Hundehaltung zu empfehlen ist, sofern sie sich jemals ernsthaft Gedanken über das “Warum überhaupt Hunde” gemacht haben und warum sie einer Minderheit angehören. Diesen Beitrag weiterlesen »

Durch die Röhre voran!

4. Februar 2009

Autorin: Gudrun Beck
AronViele kennen den Lauf des Hundes durch den Stofftunnel als Agility-Aufgabe oder die Arbeit durch Betonröhrensysteme zu einem versteckten “Opfer” in der Rettungshundeausbildung mit Schwerpunkt Trümmerarbeit. Aber auch ohne konkreten Anlass ist eine solche Aufgabe sinnvoll. Viele Hunde, besonders die, die den Stofftunnel bereits früh kennenlernten, werden mit keiner Röhre je ein Problem haben und auf das Kommando “Tunnel” oder “Durch die Röhre voran!” fröhlich überall durchlaufen. Manche Hunde zeigen jedoch zunächst Ängste und Widerstand. Sie sollten diese Übung vorsichtig beigebracht bekommen. “Wieso denn?”, mag ein interessierter Leser fragen. Und hier ist die Antwort: Diesen Beitrag weiterlesen »

MDR1-Defekt bei Collies und verwandten Rassen

22. April 2008

Autorin: Gudrun Beck

MDR1 +/+ Collie-Deckrüde Fox Lions Herby

Bereits seit etwa zwanzig Jahren ist bekannt, dass bestimmte Rassehunde, meist Langhaar-Collies, eine auffallende Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneistoffen zeigen, wie z.B. dem Antiparasitikum Ivermectin. Es kam zu rätselhaften Todesfällen.

Wer einen Collie oder einen Rassehund der anderen unten aufgeführten Rassen besitzt, sollte über dessen MDR1-Genotyp bescheid wissen. Wer einen Hund vom Genotyp MDR1 -/- hat, muss unbedingt darauf achten, dass dieser keine Pferdeäpfel oder andere Hinterlassenschaften von Nutztieren aufnimmt oder aus Fischteichen säuft. Pferde, Vieh und Fische werden mit Ivermectin entwurmt. Ausscheidungen und vermutlich auch Teichwasser können lange noch schädliche Konzentrationen von Ivermectin enthalten. Tierärzte sind vor jeder Behandlung zu informieren. Mitunter muss man sie selbst erst einmal aufklären über das Problem! Diesen Beitrag weiterlesen »

Haftung des Tierarztes

6. April 2008

Autor: Frank Richter, Rechtsanwalt

Der vorliegende Artikel versucht einen Überblick über die Haftung von Tierärzten zu geben. Es bleibt aber darauf hinzuweisen, dass hier die Umstände des Einzelfalls und deren Nachweisbarkeit von entscheidender Bedeutung sind. Der geneigte Leser sei gewarnt: die Lektüre dieses Artikel kann und will kompetenten Rechtsrat im Einzelfall nicht ersetzen, sie soll lediglich einen Überblick über die Problematik geben und so zum rechtzeitigen Gang zum Anwalt ermuntern. Diesen Beitrag weiterlesen »