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Ein Hund für einen Tag

Kaya

 

Christian H.

Meine Eltern kamen vom Spazieren wieder und erzählten mir, dass ihnen immer in sicherer Entfernung ein Hund nachgelaufen war, der nun vor unserer Haustür sitze. Ich also raus - stimmt, irgendetwas lief weg und guckte nach einigen Minuten wieder hinter den Büschen hervor. Also habe ich 3 Stunden im strömenden Regen bei Kälte vor einem total verängstigten und verlezten Hund gehockt und versucht ihn mit Wurstscheiben zu locken. Bei jeder Bewegung lief er wieder weg. Schließlich siegte ich, als ich es heimlich schaffte, ein Seil an sein Halsband zu knoten. Darauf bin ich mit ihm zur nächsten Wache gefahren, um zu fragen, ob er vermisst wird. Die Beamten wollten ihn (eigentlich sie) in den Keller sperren bis sich jemand meldet. Das wollte ich aber nicht. Laaange Diskusion: "Sie dürfen ihn nicht wieder mitnehmen" und so weiter. Meine Sturheit :-P und Ausdauer haben schließlich gesiegt und ich durfte sie wieder mitnehmen. (Auch Beamte wollen irgendwann mal Ruhe haben.) Zu Hause beim Gassi gehen hatte ich sie so weit, dass ich sie anfassen konnte, ohne dass sie auswich... Spät abends riefen leider die Besizer an und kamen, um Kaya abzuholen. Der Hund war wie ausgetauscht und überglücklich. Die Besitzer erzählten, dass sie von einem Tierheim in Mallorca mit gebrochenem Kiefer in ein deutsches Tierheim gekommen war und sie sie im TV gesehen und dann geholt haben. Weil sie beim Wandern von einem Radfahrer angefahren wurde (die sch** Radfahrer missbrauchen hier leider häufig die Famielienwanderwege als Tour-de-France-Ersatz) ist sie vor Angst abgedüst. Wie sie von da lebendig über die riesen Straße gekommen ist, bleibt wohl ein Wunder.

 

 
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